Kampf mit dem Sax, schwedische Darstellung
Kampf mit dem Sax, schwedische Darstellung

Der Krieger war selbstverantwortlich für die eigene Ausrüstung, dazu zählten alle waffenfähigen und freien Germanen. Aufgrund von Eisenerzmangels in Germanien blieb sogar die in Feuer gehärtete Stoßlanze mit hölzerner Speerspitze noch lange in Gebrauch. Der Frame war 180-240cm lang, bestand am Schaft aus Eschenholz und hatte eine zweischneidige Eisenspitze. In der rechten Hand eine Frame (180-240cm) langer Speer mit Schaft aus Eschenholz mit zweischneidigen Eisenspitze zum werfen oder stoßen. Axt und eisenbeschlagene Keule fanden sich häufig, da sie leicht herzustellen waren. Steine und Schleuderkugeln dienten als Fernwaffen, doch die Hauptwaffe blieb das Schwert (Bronzezeit selten, doch Eisenzeit häufiger). Es war Statussymbol und wurde vererbt. Schwerter gab es erst ab dem 3. Jhd. nach Chr. Dabei dominierten kurzklingige Hieb- und Stoßschwerter. sie glichen dem römischen Gladius. Die Spatha, ein zweischneidiges Langschwert wurde erst durch die Völkerwanderung verbreitet. Da Helme und Schilde in sehr geringem Maße gefunden wurden, kann man davon ausgehen, dass sie ein soziales Prestigezeichen darstellen. Die Masse der Germanen kämpfte barhäuptig, mit freiem Oberkörper, langem Bart und langen Haaren. Schutzwaffen wie Helme und Schilde hatten große mythische und soziale Bedeutung. Deshalb wurden Schilde und Helme über Generationen vererbt und es stellte eine Todschande dar, wenn man sein Schild in der Schlacht verlor.

Schild und Schildbuckel
Schild und Schildbuckel

Die Waffen und die Taktik waren allein auf Angriff ausgelegt. Der germanische Krieger kämpfte mit Brustpanzer, Beinschienen lehnten sie ab, da diese beengten und sie schwerfällig in der Bewegung machten. Angegriffen wurde in Angriffskeilen (Keiler-oder Eberkopf), indem sich an der Spitze die am besten bewaffneten Leute, meist Edle, dicht aneinander reihten und die Schilde zur Flanke im rammstoßartiger Offensive hielten. Die Gefahr bestand darin, dass sie bei misslingen dieser Taktik von den feindlichen Flügeln umgangen und so vernichtend geschlagen werden konnten. Bei Rückzug waren sie meistens hilflos, da nie ein geordneter Rückzug oder Reserven bedacht wurden. Schutz bot nur der Schild (in beschränkten Maße Holz mit Leder überzogen und in Eisen eingefasst, mittig der Schildbuckel, der später mit Spitze und Dorn versehen wurde, innen ein hölzerner Griff). Die Bemalung war individuell mit grellen Farben oder bunten Bildern. Bei Auflösungserscheinungen in der Schlacht zog man sich in einer Schildburg zusammen, vorzustellen wie ein igelförmiges Gebilde.

 

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