Baumbeschreibungen


Die Fichte (Picea abies)


Das Brot der Forstwirtschaft wird die Picea Abies genannt. Allerdings ist dieser Flachwurzler relativ anfällig bei Stürme und Schneelast und gegen den Borkenkäfer, (Buchdrucker). Der im Volksmund auch Rottanne genannte Baum unterscheidet sich von der Weistanne in der Regel durch sein gleichmäßiges, kegelförmiges Aussehen. Er wird ca. 50 m hoch und läuft spitz zu. Der naiv gemalte Tannenbaum ist eigentlich die Form einer Fichte. Auch die Nadeln enden spitz und sind rundum grün. Die Nadeln der Weistanne haben auf der Unterseite 2 weise Streifen und sind an der Spitze noch einmal gekerbt.


Die Maitriebe sind wahre Vitamin C – Bomben, von Fichte und Tanne. Mir persönlich schmecken die Fichtentriebe am Besten. Sie sind von mildsäuerlichem Geschmack, die der Tanne sind harziger. Douglasie und Lärche habe ich auch schon probiert, doch die Triebe der Fichte bleiben Favorit. Aber Achtung wenn du auch probieren willst! Nicht zuviel, vielleicht anfangs 2-3 Triebe, denn sie können stark abführend wirken. Kleingeschnitten im Salat ergibt das eine neue Geschmacksrichtung. Größere Mengen benötigt man aber bei der Herstellung von Fichtensirup. Das ist aber wiederum eine Hausfrauenwissenschaft für sich.


Die Zapfen hängen an der Fichte nach unten und fallen bei Reife als Ganzes ab. Da freuen sich die Eichhörnchen. Die Zapfen der Weistanne stehen auf den Vorjahrestrieben ganz oben und lösen sich dann auf. Die leeren Spindeln sind noch jahrelang zu sehen. Auf die Ulkfrage, „Wann findet man Tannenzapfen am Boden,“ antworten sie ruhig mit, „gar nicht“.


Nach dem sehr starken Holzeinschlag, der um 1800 wegen kahler Schwarzwaldhänge endete, begann der Siegeszug der Fichte. Sie ist schnellwüchsig und platzsparend. Schon nach rund 80 Jahren kann Stammholz geerntet werden, das vielseitige Verwendung in der Holzindustrie findet. Die höchste Stufe der Verwertung ist wohl das Klangholz. Erfahrene Holzkäufer begutachten die Bäume vor dem Einschlag. Der Stamm darf keine verwachsenen Äste aufweisen, er muss gerade und selbstverständlich gesund sein. Die Fichte neigt gern zur Rotfäule und höhlt dann aus.


Es gibt einige Klangholzkäufer, die Wert auf das Fälldatum legen. Dabei richten sie sich wieder nach dem Mondkalender. Nach alten Überlieferungen war dies in Österreich bis Anfang 20. Jahrhundert hinein die Praxis. Ein Gitarrenbauer aus Brasilien z.B. bezieht sein Fichtenholz aus dem hohen Schwarzwald, weil die Bäume hier langsamer wachsen und beste Verarbeitungs- und Klangeigenschaften aufweisen. Hierzu sei auch erwähnt, dass die Schallgeschwindigkeit im Holz parallel zur Faser 3400 – 5200m/s beträgt. Als Vergleichswert seien 333m/s für die Luft genannt. Über 10000 Orgelpfeifen sind in Deutschland aus Holz, und 4000 – 5000 Violinen werden jährlich in unseren Werkstätten hergestellt. Die gängigsten Akkustikgitarren haben eine Fichtendecke.

 

Der spirituelle Teil: Die Fichte ist ein treffender Vertreter der Sonnenbäume und wurde zu meinem Lieblingsbaum. Auch in der Mythologie hat sie ihren festen Platz. Das Aufstellen galt als Vereinigung himmlischer und irdischer Lebenskräfte. Der Maibaum war ursprünglich ein Symbol für die sexuelle Vereinigung. Der Stamm (Penis) durchstösst den Kranz (Vulva). Die Meisten werden wohl nicht wissen, was sie da eigentlich aufstellen. (aus Mythos Baum von Doris Laudert)

 

Das die Fichte auch bestimmte Wirkungen besitzt, kennen wir vom Fichtennadelschaumbad. Es wirkt über den Kreislauf belebend. Hat aber nicht schon allein der Aufenthalt in einem Fichtenwald eine Wirkung auf uns? – Mit Sicherheit, denn wenn wir durch einen Wald gehen, durchstreifen wir die Ätherkörper der Bäume. Das reinigt unsere eigene Aura und verbessert den Stoffwechsel. Auch die Informationen die über den weichen Boden über die Fußsohlen das Gehirn erreichen, sind beruhigend. Es hat Jahre gedauert, bis ich entdeckte, dass die Fichte mich von Rückenschmerzen befreit. Ich musste es aber erst in einem Buch lesen, bis ich glaubte, was ich schon wahr genommen hatte. Da wurde mir das bisher Erlebte bewusst und von dort an begann ich die Bäume aus anderer Sicht zu studieren. (Manfred Himmel, Bäume helfen heilen) Die Fichte gehört zu den Sonnenbäumen. Sie wirkt belebend auf lust- und antriebslose Menschen. Allerdings enthält die Fichte auch Allergene, die über die Pollen, weniger über das Holz, zum Tragen kommen. Fichten- und Tannenharz hat man in vergangenen Zeiten als Räucherung zur Reinigung von Wohnungen und Ställen benutzt. Fichtenwälder reinigen die Aura.


Sind Fichtenwälder wirklich so monoton, ohne Leben? Mathematiker haben folgendes errechnet: Legt man die Blätter eines 1ha großen Eichenwaldes neben einander, so könnte man damit 12 Fussballfelder (ca.6 ha) bedecken. Würde man das Gleiche mit Fichtennadeln machen, so könnte ein Fläche von über 30 Fussballfelder bedeckt werden. Wir sehen also, dass ein Fichtenwald eine erheblich größere Blattfläche besitzt und auch im Winter noch Fotosynthese bis zum Gefrierpunkt betreibt. Lediglich die Wasserverdunstung ist erheblich eingeschränkt.

 

Als neue Erfahrung möchte ich dem Waldspaziergänger die Empfehlung aussprechen: Setzen sich rund 20 Minuten still in einen Fichtenwald und lassen die Gedanken kommen und gehen. Nichts zu denken, ist sehr schwierig, kann für einige Momente gelingen, wenn man sich auf die Geräusche des Waldes konzentriert. Sie werden erholt und mit neuer Schaffenskraft nach Hause gehen.

 

Die Eiche (Quercus)


Die Eiche war der Kultbaum der Germanen und der Kelten. (Deutsche Eiche) Der Baum ist aber Europaweit (nach heutiger Geographie) verehrt worden. Der Sherwood forest von Robin Hood war ein Eichenwald und von diesem Land reiste auch der Mönch Winfried zum Papst Gregor nach Rom. Der Papst erteilte ihm den Auftrag Germanien zu christianisieren. So wurden dann auf Geheiß von Bonifatius, die heiligen Plätze der keltogermanischen Bevölkerung mit Linden angepflanzt. Die berühmteste Eiche die Bonifatsius (gest. 745) fällen lies, war die Donareiche im hessischen Fritzlar.


Nach der Vorstellung der nordgermanischen Mythologie wohnte Donar oder auch Thor, der Gott des Krieges und der Gewitter in der Eiche. Bei Gewitter schlug er mit einem Hammer auf den Boden, um die Lebensgeister der Natur und die Fruchtbarkeit der Felder zu wecken. Unser Donnerstag stammt von diesem Germanengott ab. Nun, andere germanischen Stämme sahen in den uralten mächtigen Eichen den Odin als Wohnungseigentümer. Odin war der höchste Gott der Asen. Er beherrschte die Kriegskunst, das Runenlesen und die Dichtung. Auch in anderen Mythen waren die höchsten Götter in der Eiche vertreten. In Griechenland war es Zeus der im Eichengrundbuch stand. Die Zeuseiche stand an der Orakelstätte von Dododa. Der Petersdom in Rom steht auf dem Mons Caelius, das war früher ein heiliger Eichenwald Jupiters. Sogar die Preußen hatten eine zentrale Kultstätte unter einer Eiche, die in seidene Vorhänge gehüllt war.


„Der praktische, materielle Nutzen“ der Eiche liegt im gerbsäurereichen Holz und Rinde. Aus dem Holz werden Lagerfässer für Wein (Barrik), Whisky und Weinbrand hergestellt, die Rinde wurde zur Ledergerbung verwendet, aber auch für bestimmte Hautkrankheiten. In schlechten Zeiten wurde aus den Eicheln Ersatz-Kaffee gemacht.

 

Bei richtiger Lagerung (Kammertrocknung) erreicht das Brennholz einen Heizwert von 3,3 Watt/kg. Das ist das höchste Ergebnis. (Auch Edelkastanie)


Der spirituelle Teil:

 

Welchen Charakter erblicken wir in der Eiche? Mit ihrer tiefen Pfahlwurzel ist sie mit Mutter Erde besonders fest verankert. Kein Sturm, wirft eine gesunde Eiche um. Der Eiche wird Stärke, Härte, Standfestigkeit, aber auch Geduld und Ehrwürdigkeit zugeordnet. Die geistige, meditative Verbindung mit einer Eiche kann zu einer besseren Durchsetzung seiner Interessen gegenüber „Kontrollmenschen“ führen. Hier bin ich, was willst du - ist nach einer Eichenmeditation das Motto. Aber auch, mach du nur, ich habe Zeit, - Gelassenheit wegen des Wissens: am Ende hab ich doch recht. Ich möchte fast behaupten, dass die Situation das Verhalten bestimmt.


„ Entweder sich jetzt behaupten, oder abwarten“, dies klärt die Eiche. Ich habe keinen mentalen Unterschied zwischen Trauben- und Stieleiche erkennen, bzw. erfühlen können. Auch der weibliche - männliche, Mond- oder Sonnenbaumcharakter empfinde ich neutral. Lebensbaum für am 21.3. Geborene.


Die Douglasie (Pseudotsuga Menziesii)


Dieser Baum gab es schon vor der Eiszeit in Europa, ist aber dann ausgestorben. 1795 wurde er in Amerika wieder entdeckt und durch den Botaniker Douglas ca. 1925 wieder nach England gebracht. Ab 1840 verbreitete sie sich in Europa.

 

Sie wird bei uns bis 50 m hoch im warmen Kalifornien sogar bis 100 m. Der Rekord soll bei 133 m liegen. Damit gehört sie mit dem Mammut- und Eukalyptusbaum zu den größten jemals existierenden Lebewesen. Baumumfänge von 10 m sind dort keine Seltenheit. Das Holz ist ohne Imprägnierung sehr dauerhaft und von schöner Maserung. Das Maigrün ergibt einen wohlschmeckenden, Vitamin Chaltigen Sirup, der als Brotaufstrich und Erkältungsmittel genutzt wird.


Das Spirituelle: In der nordischen Mythologie kann sie nicht erscheinen, aber sie gehört wie die Fichte und Tanne auch zu den Kieferngewächsen. Enthält sehr viel ätherisches Öl und die Nadeln duften wunderbar. Bei meinen Berg-Wanderungen stärke ich gerne meine Lungen durch Inhalieren der zerriebenen Nadeln. Generell wirken die ätherischen Öle der Nadelbäume auch antiseptisch. Als bei Rückenbeschwerden keine Fichte zugegen war, überlegte ich mir, dass die Douglasie eigentlich eine ähnliche Wirkung haben müsste wie die Fichte, denn beides sind Kieferngewächse. Es hat funktioniert. Die über die Hände vermittelte Energie kann sehr stark sein. An heißen Sommertagen riecht man den Schweiß der Douglasien. Wohl der einzige angenehme Schweißgeruch.

 

Der Weisdorn und Schwarzdorn.


Beide gehören zu den sogenannten Hagsträuchern. Schwarzdorn (Prunus spinosa) auch Schlehe genannt, ist eine Pionierpflanze. Weise Büsche im frühen Frühjahr. Weisdorn. Strauch oder Baum, beides ist möglich. Man hat schon über 500 Jahresringe am Weisdornholz gezählt. Ein Baum der weisen Magie, bot somit Schutz gegen Hexen und bösen Geistern.Bei manchen keltischen Stämmen der Maibaum. Kein Zauber konnte im Weisdorn wirken. Es galt als schlechtes Zeichen, wenn er am 1. Mai noch nicht blüht. Es hieß: Gibt’s viel Weisdorn und viel Schlehn, bringt der Winter kalte Zehn. Josef ein Jünger Jesu, der das Blut Jesu am Kreuze mit einer Schale aufgefangen hatte, pilgerte nach Glastonbury in England, wo er die erste Kirche erbaute. Sein Wanderstock war aus Weisdorn und den steckte er dort zu Boden. Dieser schlug wieder aus und blühte bis vor ein paar hundert Jahren jedes Jahr an Weihnachten.


Der Weisdorn wird als Heilpflanze schon im antiken Griechenland beschrieben. Erst im 19 Jhd. erkannte man bei uns den Wert des Weisdorns als Heilpflanze bei altersbedingten Krankheitsbildern des Herzens. In der Blütezeit sind auch meditative Verbindungen in der Aura hilfreich. Man macht Tee aus Blättern, Blüten, Früchten. Blüten oder Blätter 1-2 Tage in Wein eingelegt ergibt einen süffigen Herzwein.


Die Lärche (Salix) Bachblüte Larch


In Sibirien sind die Winter lang und die Sommer kurz. Dort prägen die Lärche und die Birke die Gegend. Das Wiederergrünen der Bäume wird dort mehr beachtet als bei uns. Dort ist die Lärche der Weltenbaum und der Mittelpunkt. Die Schamanen Sibiriens sind Ärzte, Seelenführer und Seher in einer Person. Weit im Norden steht eine hohe Lärche, auf deren Zweige viele Nester in unterschiedlicher Höhe sind. Die größten Schamanen werden im Wipfel geboren, die Mittleren darunter usw.

 

Nun kommt ein großer Vogel einem Adler gleich und legt ein Ei. Soll es ein großer Schamane werden, brütet er 3 Jahre, bei Kleinen bis 12 Mon. Nachdem die Schamanenseele geschlüpft ist, wird sie vom Vogel einer Geisterschamanin übergeben und die Ausbildung beginnt. Bei seiner Prüfung kaut der Schamane einen Fliegenpilz um sich in Trance zu versetzen. Danach besteigt er die neunstufige Himmelsleiter (Nummerologie) um mit den Geistern der Ahnen in Kontakt zu treten.

 

Als Himmelsleiter wurde eine Birke gewählt, weil Fliegenpilze mit der Wurzel der Birke eine Symbiose eingehen. Für jede Erkenntnis wurde eine Kerbe in die Rinde geschnitzt, diese Kerben sieht man an der Sandbirke noch heute. Die Lärche, sagt man, baut Selbstvertrauen und Selbstwert auf. Ich selbst habe erstaunt festgestellt, dass die Lärche ein sehr energiereicher Baum ist. Selbst im Winter in der Saftruhe, strahlt sie eine Wärme aus.


Er ist der Einzige, der die Nadeln im Winter verliert. Das liegt an seiner Herkunft. Dort gibt es Temperaturen bis minus 60 Grad, da würden die Nadeln erfrieren. So stellt der Baum den Saftfluss ein und wirft die Nadeln ab. Durchaus denkbar, dass er nach vielen, vielen Generationen bei uns die Nadeln behält. Außer der europäischen Lärche (Larix decidua), findet man bei uns auch die japanische Art (Larix kaempferi) Die Äste stehen horizontal ab, hängen nicht durch. Die Jahrestriebe sind kräftiger als bei L. decidua und besitzen eine rötliche Färbung (L. decidua: gelblich). Der Baum erreicht Wuchshöhen von maximal 50 Meter. Die Nadeln sind wie bei allen Lärchen gewöhnlich einjährig und bläulicher als bei L. Decidua. Sie verfügt über 2 Wurzelsysteme. Flachwurzler und ein Herzwurzelsystem, das sie gegenüber Windfall weniger anfällig macht. Die europäische Lärche hat nur eine Herzwurzel.


Die Stechpalme oder Stechhülse: (Ilex aquifolium)

 

Bekannte englische Band hat nach ihr ihren Namen. Hollies. Hollywood steht auf einem ehemaligen Stechpalmenwald. Wie alle immergrünen Bäume war auch die Illex bei Germanen verehrt, und galt als Sinnbild ewigen Lebens, der Winterbaum. Es ist auch ein besonderer Baum.

 

Er ist Zweihäusig mit besonderen Blüten. Der Baum hat unvollständige, reduzierte Organe des anderen Geschlechts. So kann ein weiblicher Baum Früchte tragen ohne bestäubt worden zu sein. Die Beeren sind giftig. Sehr vermehrungsfreudig, Ruf als Waldunkraut. Einladung zum Ruhen, Geborgenheit.


Der Name der Stechpalme verbirgt eine keltische Tradition. Sie war Sinnbild für Tod und Wiedergeburt. Die Druiden verteilten Zweige mit Beeren an das Volk. Die roten Beeren symbolisieren das weibliche Lebensblut, die weisen Mistelbeeren standen für das männliche Prinzip für Samen und Tod. In angelsächsischen Ländern wurde an Weihnachten die Häuser mit Illexzweigen und Misteln geschmückt. ´Bestimmte Zeichen wurden über der Tür angebracht um Schutz vor bösen Überraschungen zu haben. Böse im Sinne von Gegen das LEBEN. Dieser heidnische Kult war der Kirche ein Dorn im Auge, konnten es aber nicht abschaffen. So wurde aus den Palmzweigen die Stechpalmenzweige. Die Stechhülse wurde somit ein gesegneter Baum.


Praktische Verwendung: Sehr hartes gleichmäsiges nicht verkerntes Holz.Für Tischler und Drechslerarbeiten und v.a. für wertvolle Intarsienarbeiten. Wirkung: Die Blätter enthalten Theobromin. Früher wurde daraus ein balsamisch, aromatischer Tee zubereitet. Die südamerikanischen Illexpflanzen sind die Grundlage von Matetee. Sie enthalten auch Koffein, Gerbstoffe und Harze und Theophyllin. Letzterer wird als Herzmittel und bei Bronchien und Asthma eingesetzt. Illexblätter waren auch Bestandteil shamanischer Getränke in Südamerika. Die giftigen Früchte wurden als Abführmittel genutzt und gegen Epilepsie eingesetzt. Aus den Samen machte man in Südeuropa einen brauchbaren Kaffeeersatz.


Die Weide (Salix)


Ein sehr artenreicher Baum, deren Unterscheidung oft sehr schwer fällt, weil sie sich gerne vermischen. Die Salweide ist wohl die bekannteste Art, denn durch ihre ovalen Blätter fällt sie etwas aus der Reihe. Auch ihre Blütenkätzchen erscheinen manchmal schon im Januar und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Wildbienen.

 

Die Korbweide, auch Kopfweide genannt wird heute noch für die Herstellung von Körben verwendet. Die Rinde enthält Salizylsäure, der Grundstoff für die Aspirinherstellung. Dies wird heute aber synthetisch hergestellt. Es wirkt gegen Rheuma und Gicht, als fiebersenkendes Mittel, schmerzstillend, aber auch blutverdünnend und keimtötend.


Erst im 19 Jhd wurde das Mittel entdeckt. Der griechische Arzt Hippokrates 400 v. Ch. empfahl bei Fieber und Schmerzen einen Aufguss aus Weidenrinde. Die Germanen kannten auch schon die Wirkung der Rinde und kauten sie bei Schmerzen. Achtung nicht nachmachen, denn bei zu hoher Dosierung kann dies zu inneren Blutungen führen.

 

Mythologie und Spirituelles Lunabaum. Die Weide ist ein mitfühlender Baum. Sie hat das Wissen um Leben und Tod. Aus ihr machte man die dreifach gedrehte Weidenschlinge, die um den Hals von Verurteilten gehängt wurde. Sie galt als Baum der Hexen. Verströmt Melancholie, übt angeblich eine Anziehungskraft auf Selbstmörder aus. Trotzdem ist sie bereit bei der Beseitigung von Schwierigkeiten zu helfen. (aus: Baume helfen heilen von Manfred Himmel) Diese Beschreibung passt auf die Trauerweide. Die Weide spielt auch in der Bachblüte eine Rolle. Ich selbst habe bei einer Wanderung bei auftretenden Zahnschmerzen kleine Rindenstücke der Salweide ausgekaut, den Saft geschluckt, das verholzte wieder ausgespukt. Es hat gewirkt, die Zahnschmerzen waren für rund 2 Std. weg. Eine Schwermütigkeit konnte ich aber nicht feststellen. Durch die filigrane Art der Blattordnung weht der Wind mit einer gewissen Leichtigkeit durch die Weide und gibt ihr fast ein zweifarbiges Aussehen.


Die Birke (Betula pendula, Sand-,Hängebirke)


Der kurzlebigste Baum gemeinsam mit der Eberesche 90-120 Jahre, nach 50 Jahren hat sie schon ihre Höhe erreicht. Der weise Farbstoff Bentolin schützt gegen Tierfraß, Sonnen-einstrahlung und gegen Nässe. Wirkt zart und anmutig, die Birke ist der winterhärteste Laubbaum und ein Erstbesiedler. Lichtliebende Art, wird nach und nach weggedunkelt. So findet man in dichten Wäldern Birken, die borkig und nicht mehr weis sind. Der lateinische Name Betula, bedeutet schlagen und bezieht sich auf den Brauch des Pfefferns. Die Birke ist der eigentliche Maibaum. Der aufgestellte Maibaum vor dem Haus der Angebeteten war ein Heiratsantrag. Das Schlagen auf die Oberschenkel mit frischen Birkenzweigen soll die sexuellen Energien und somit die Fruchtbarkeit anregen. Das war der Brauch des Pfefferns junger Frauen.


Wegen des leichten Gewichtes trockener Birken wurden daraus Holzschuhe, Leitern und auch Möbel gemacht. Im 2. Weltkrieg auch Bauteile für Flugzeuge. Warum nimmt man gern Birken als Kaminholz? Die Birkenrinde hat den sog. Birkenteer eingelagert und brennt somit auch frisch geschlagen. Wenn jedoch die Rinde verbrannt ist, glust das Holz vor sich hin und wärmt nicht mehr. Ganz trocken ist auf jeden Fall besser. Birkenholz aber immer frisch aufspalten, da es getrocknet sehr sehr schwer zu teilen ist, bei verwachsenen Ästen gar nicht mehr. Im Norden von unschätzbarem Wert. Fackeln wurden bis ins 20 Jht. hinein mit Birkenrinde umwickelt. Rinde wurde beim Hausbau unter den Boden gelegt um sich vor Bodennässe zu schützen. Die Kanadischen Indianer bauten die leichten Boote aus der Rinde.


In Russlands Häusern wurde aus der Rinde, die man wie Leder verarbeiten konnte Umhänge und Gamaschen gefertigt. Die in Wasser abgekochten Blütenkätzchen ergeben eine Waschseife. Die innere gelbliche Rinde, das Kambium enthält Vitamin C, Zucker und Öl. Das Überlebensmittel im harten Winter Canadas. Man hatte getrocknete Stücke eingelagert und pulverisiert. Damit buk man eine Art Fladenbrot. Plinius nannte den Baum Betula, wie Bitumen, weil die Gallier das Pech herauskochten. Damit dichteten die Germanen ihre Boote ab, oder sie strichen es auf offene Wunden. Aus dem Birkenteer konnte man auch ein Öl herstellen, das auf Leder gestrichen wurde. Das Leder wurde so wasserdicht. Deutsche Soldaten schickten aus Russland Postkarten aus Birkenholz. Der Brauch ist aber schon viel älter. Plinius beschreibt, dass ein ganzes Buch auf Birkenholz geschrieben sei. Birkenblättertee ist ein bewährtes Hausmittel gegen Wassersucht, Rheuma, Gicht, Ahtritis, Nieren und Blasensteine.


Der Saft der Birke enthält rund 2% Traubenzucker.Bei den germanischen Stämmen war dies ein belebender Frühjahrstrunk, der mit Zimtstangen und Gewürznelken verfeinert werden kann. Schlecht heilende Wunden wurden mit Birkenwasser bestrichen.Bei Haarausfall und Schuppen massiert man Birkenwasser ein. Vergorenes Birkenwasser, also Birkenwein war in Russland ein beliebtes Rauschgetränk. Er wurde „brüchigen“ Männern zur Stärkung verabreicht. Die frischen, klebrigen Blätter im Frühjahr können als Salat gegessen werden. Getrocknet zusammen mit Brennesselblätter als Blutreinigungstee. Im Herbst gesellt sich der Birkenpilz und die Rotkappe als schmackhafte Zugabe zu ihrem Wirtsbaum. Auch der Fliegenpilz (ein Rauschpilz) der von Schamanen für Astralreisen verwendet wird. ist von der Birke abhängig.


Der spirituelle Teil:

 

Die 2 Hauptarten sind die Moorbirke und die Sandbirke. Obwohl sie in Mond und Sonne unterschiedlich eingeteilt sind. empfinde ich sie neutral. Im Schwarzwald sind Moorbirken eher seltene Bäume. Die Birke ist ein Pionierbaum und ein Lichtbaum. Es heißt, sie wird mit der Zeit im Wald weggedunkelt, aber bis es soweit ist, hat sie ihr Leben gelebt.

 

Die Symbolische Bedeutung liegt im Neubeginn. Das Symbol der Reinkarnation. Sie ist der erste Baum, der Blätter ansetzt. Die Wirkung unter Birken ist hell, bringt die Lebensfreude zurück. Wirkt erfrischend und vertreibt die Unlust und depressive Verstimmungen. Motto: Auf ein Neues. Die Birke ist der Lebensbaum für Menschen die am 24.6. geboren sind.


Die Edelkastanie, Marone (Castanea sativa)


Ursprung: Asien über den mediteranen Raum nach Europa gelangt. Liebt Sonne und Böden ohne Kalk. Stamm ähnelt im Aussehen und Charakter sehr der Eiche. Er ist meist mehr oder weniger gedreht. Drehwuchs bei Kastanien ist also ganz natürlich und weist nicht auf Wasseradern oder ähnliches hin. Die Esskastanie stellt in Europa den größten Baum. 53 M Umfang hat der Baum in der Nähe des Ätna in Sizilien. Es sind aber nur noch (grüne) Überreste eines ehemaligen stattlichen Baumes. Inzwischen sind auch amerikanische Arten verbreitet. Oft werde ich nach dem Unterschied von Kastanie und Marone gefragt. Maronen sind essbare Kastanien.


Die Rosskastanie ist übrigens nicht mit der Esskastanie verwandt.Sie haben eine eigene Familie der Rosskastaniengewächse. Die Edelkastanie gehört zu den Buchengewächsen.

 

Haltbarkeit der Maronen: Unter einem Laubhaufen bis zu einem halben Jahr. Allerdings ist bis dahin gut die Hälfte von Würmern befallen. Länger halten siemit dieser (aufwendigen) Methode: 9tägiges Wässern, (jeden Tag Wasser wechseln), dann wochenlanges Räuchern in speziellen Öfen. Sammeln und gleich schälen, trocknen (Backofen) 2 bis 3 Jahre haltbar. Kastanien kochen, schälen, vakumieren. Ein halbes Jahr haltbar.


Spirituelles Eine wertvolle Frucht in unserer Ernährung, die bis zur vollständigen Reife von einem stacheligen Panzer beschützt wird. Die glutenfreie Marone soll positiv auf Leber, Nieren und Dünndarm wirken. Der Dünndarm analysiert das Materielle, also die Bestandteile unserer Nahrung und verteilt sie sozusagen im Körper. Der Dünndarm entspricht auf geistiger Ebene unserem Gehirn. Die Wahrnehmung bei Kastanien ist eine unendliche tiefe Stille mit dem Gefühl der Geborgenheit. In mancher Literatur ist er der Baum der Wahrheit.


Die Schwarz-Erle auch Roterle (Alnus glutinosa)


Die Schwarz-Erle, auch Roterle genannt. Die Borke der Schwarzerle färbt sich im Alter schwarz. Merkmale: Bis zur Spitze durchgehender Stamm, gestielte rotbraune, klebrige Knospen, die schon im Herbst sichtbar werden. Auch die etwas spärlich behaarten Zweige sind etwas klebrig. glutinosa = zuckerhaltig, klebrig. Die Blätter sind meist an der Spitze eingekerbt und am Rande gewellt. Im Vergleich zur Grauerle sind die Blätter dort spitz zulaufend. Schon ab Februar blühen die männlichen Kätzchen an den Enden der Zweige. (Mit Haselnuss gemeinsam.) Das Holz eignet sich sehr gut für Bauten die im Wasser stehen. So soll Venedig auf Erlen und Eichenpfosten aufgebaut sein. Für Bootsstege wird das Holz gerne verwendet. Im Moor eingeschlossene Erlen- Baumstämme können Jahrtausende überstehen.


Spirituelles. Fällt man eine Erle, färbt sich das Stockholz rot, als ob sie blute. Man fügt der Erde Wunden zu, hieß es und mied die Bäume, die man auch Roterle nennt. Man sagt, sie fördert die mediale Begabung und die weibliche Sinnlichkeit. Letzteres kann ich schlecht ausprobieren. Aber ein Hauch von Mystik umgibt die Erle schon allein von ihrem Standort her. In Mooren oder anmoorigen Gebieten ist sie oft von Nebelschwaden umgeben. So lässt sich auch auf natürliche Art erklären, warum man Erlen mied. Vom Frühjahr bis Ende des Sommers ist die Tropfflüssigkeit und die Mückenplage recht unangenehm. Dafür aber wieder ökologisch sehr wertvoll. Erstaunlich ist der Baum auch in Hinsicht der Herbstfärbung. Er hat nämlich keine. Die Blätter bleiben grün und sehr lange am Baum haften.


Spirituelles:

 

Bisher habe ich nur eine Erzählung einer jungen Frau, die mir eine Bank unter Erlen zeigte, auf der sie oft saß. Ihre Wahrnehmung war die, dass sie sich schon fragte, was hier vorginge. Ihr war, als ob im Gras jemand liefe. Sie sah, wie das Gras sich bewegte. Obwohl sie niemand sah, hatte sie das sichere Gefühl, dass sie nicht alleine ist. Weil sie sich ängstigte, besuchte sie den Ort nicht mehr. Erlen kannte sie bis dahin nicht. Medial begabte Menschen würden unter Erlen leichter Kontakt zur Anderswelt finden.


Die Hainbuche, Hagebuche oder Weisbuche. (Carpinus betulus)


Ein ganz interessanter Baum, oder Strauch, der unter dem Dach der großen Waldbäume unauffällig seine Aufgaben erfüllt. Ein Baum der 2. Reihe. Kein Sturm wirft eine Hainbuche um. Das Holz ist das härteste bei uns und wurde in Zeiten von Eisenmangel als Ersatz verwendet. So kam der Name Eisenholz auf. Brinellhärte bis 146, (Eiche ca. 65)hat aber nichts mit dem Afrikanischen Eisenholz zu tun. (Pockholz, Brinellhärte über 150) Selten sieht man eine vom Pilz ausgehöhlte Weisbuche. Ihre Fähigkeit immer wieder auszuschlagen und ihre gute Industrieverträglichkeit lassen den Baum unverwüstlich erscheinen. So lässt sich dieser Baum auch zu einem Hagbaum (Naturzaun) oder –Strauch schneiden. Auch ein geeigneter Gartenbaum, da er gut Licht verträgt. Wenn er von anfang an frei steht, wird er selten höher als 20 M. Er lässt sich gut in Form schneiden.


Die heilkundigen Frauen der Germanen (Hagezissen) hatten ihren Kräutergarten hinter einem „Hag“ aus Hainbuche und Schwarz/Weisdorn. Dieser Natur-Zaun war undurchdringlich für Bären und Wölfe. Man sagt, dass die Hainbuche unsere Wünsche kennt und hilft, sie zu erfüllen. Dabei geht es aber nicht um materielle Wünsche. Ich habe schöne Erfahrungen nach Hainbuchenmeditation gemacht. Die beste Zeit ist wohl der Mai und Juni um seine sehnsüchtigen Wünsche für das Jahr mit Hilfe des Baumes in den Äther zu geben.

 

Die Linde (Thilia)

 

2 Hauptarten sollte man sich merken, die Winterlinde (T.Cordata) mit kleinen Blättern und die Sommerlinde (T.platiphyllos) mit großen Blättern. (Es gibt auch Bastarde). In Parks wird gern die Silberlinde (T.tomentosa) gepflanzt, wenn sie genügend Platz hat. Für den bekannten Lindenblütentee nimmt man die Blüten der Winterlinde. Gelegentlich findet der Kenner auch die holländisch Linde (Tilia x europaea). Sie hat gelbe Achselhaare auf der Unterseite der Blätter und würde die Höhe und das Erscheinungsbild von anderen Linden übertreffen. Vermutlich handelt es sich hier um eine Paarung von Sommer- und Winterlinde, die in Holland zum erstenmal natürlich aufgetreten ist. Das Holz wurde schon im 8. Jahrhundert durch Bonifatsius zum Lignum sacrum erklärt, weil daraus Heiligenstatuen geschnitzt wurden. So findet das Holz vor allem in der Bildhauerei und bei Drechslerarbeiten verwendung. Ich selbst besitze eine Gitarre aus Lindenholz. (Korpus und Decke) Auch bei Harven und Klaviertastaturen wird das Holz eingesetzt. In meiner Region möchte ich die Marienlinde vor der Marienkirche in Bühl nennen, die sehenswert ist. Sie ist eine hervorragende Bienenweide und wichtige Heilpflanze. (Winterlinde) Die Lindenblüten sind schweißtreibend, schleimlösend, krampfstillend. Auch Lindenkohle wurde für Filter, Zeichenstifte und zur Herstellung von Schwarzwpulver verwendet. Einst wurde Lindenkohle bei Durchfall verabreicht.


Spirituelles

 

Sie ist ein Mondbaum, der Baum der Liebe. Sie ist Freya gewidmet der Göttin der Liebe und Ehe. (in mancher Literatur wird die Buche als Sitz genannt) Der Aufenthalt unter einer Linde wirkt entspannend und innerlich stärkend. Auch die musische Kreativität wird angeregt. Sie diente in der neueren germanischen Zeit als Gerichtslinde und Ort für Feste (Tanzlinde). Die Linde ist ein sagenumwobener Baum, so wie auch das Tier, dass die Germanen in alten Linden zu sehen glaubten, den Drachen.


Der Drache galt als unsterbliches Tier. Enthauptete man ihn, so wuchsen 9 neue Köpfe heraus. Ob jetzt Naturgewalten oder Menschenhände der Linde zusetzten, sie schlägt immer wieder aus. Für die Germanen war sie eine Quelle der unerschöpflichen Lebenskraft. Und auch das Alter das sie erreichen kann ist gemessen an der Lebensspanne eines Menschen so hoch, dass auch sie als unsterblich galt. Wenn man es schaffte einen Drachen zu töten und in seinem Blut badete wurde man unverwundbar. Dies kennen wir aus der Nibelungensage. So ist es auch kein Zufall, dass es ein rachsüchtiges Lindenblatt war, das sich auf Siegfrieds Rücken zwischen die Schulterblätter haftete, bevor dieser zu Bade ging. Trotz dieser schaurigen Geschichte gilt die Linde als Baum der Verliebten.


Sie ist ein sehr spät blühender Baum, so dass man den Monat July auch den Lindenmonat nannte. Der Duft der Blüten und das Gesumme der Bienen soll anregend auf die Verliebten gewirkt haben. Früher ging man von der Signaturenlehre der herzförmigen Blätter davon aus, dass es die gewünschte Wirkung in der Liebe auf den Geliebten hat. Lebensbaum für 11.3. – 20.3 und 13.9. – 22.9

 

Wir kennen vielleicht den Begriff der Marienlinden. Sie wurden auf Geheiß von Bonifatius auf den ich bei den Eichen eingehe, an allen kelto- germanischen Kultplätzen gepflanzt.

 

In deutschen Familien- und Ortsnamen hat sich die Linde wie kein anderer Baum beliebt gemacht.


Die Weistanne (Abies alba)


Zu erkennen ist die Tanne an den 2 silberweisen Streifen auf der Unterseite der Nadeln und die Nadelspitze ist gekerbt. Die Nadeln sind bei der Tanne seitlich angeordnet und bei der Fichte halbkreisartig. Die Tanne ist der Kamm, die Fichte ist die Bürste. Im Kronenbereich kommen auch die Weistannennadeln halbkreisartig bis rund vor. Eine Nadelbaumart die sehr alt werden kann, 500 bis 600 Jahre sind angegeben, was auf ein hartes Holz hinweisst, das aber wenig dauerhaft ist gegenüber Pilz und Insektenbefall.


Spirituelles

 

Das Aufstellen einer Tanne als Weihnachtsbaum war dazu gedacht, die stärker werdende Kraft der Sonne zu begrüßen. Sie galt schon immer als Symbol der Reinheit und der Hoffnung. In unserer Tradition symbolisiert sie das Licht, das Jesus in unser Leben brachte. Sie galt somit wie die Birke als Baum der Wiedergeburt. Tannenholz galt als Schutz vor bösen Geistern. So trug man auch Amulette aus Tannenholz. Im Märchen „Das kalte Herz“ wohnt ein ehrfürchtiger Baumgeist in der Tanne. Wer es sich leisten konnte, lies sich ein Schlafzimmer aus Tannenholz schreinern. Die einfachen Leute gingen früher zur Tanne um sich mit ihr über Krankheiten zu besprechen, vor allem bei Rheuma und Gicht. Erstaunlich, denn von Bakterien und Viren wussten unsere Vorfahren noch nichts. Gicht kommt von einem übersäuerten Körper, die Tanne hat gegen Säure resistentes Holz. 

 

Kräutermedizin und Homöopathie empfehlen die Heilwirkung der harzigen Tannennadeln. Auch bei Bronchitis und Asthma. Die meditative Verbindung wirkt wohltuend auf den gesamten Atmungsvorgang. Sie soll auch Wundheilungen beschleunigen. Gleichzeitig wirkt sie auch beruhigend auf das gesamte Nervensystem. Sie stärkt den Lebenswillen. (aus: Die Heilkraft der Bäume von Manfred Himmel)

 

Für mich ist die Tanne der Ureinwohner des Schwarzwaldes. Ein sehr erhabener Baum, dessen Wirkung auf mich, ich noch nicht richtig einordnen konnte. Ein Weis-Tannenwald hat etwas klares und reines an sich.


Verwechslung: Immer mehr wird die Amerikanische Küstentanne angepflanzt, (Abies grandis) die mehr ätherische Öle enthält und nach Citrusfrüchten duftet. Wenn man die Gelegenheit hat, durch einen Fichtenwald und anschl. durch einen Tannenwald zu gehen, wird man einen großen Unterschied in der Wahrnehmung erkennen. Lebensbaum für 2.1.-11.1. und 5.7.-14.7. Geborene


Die Rotbuche (Fagus silvatica)


Der Name kommt daher, weil das Stammholz im Alter gern zu einem Rotkern neigt. So werden die meisten Buchen ertragreicher vor dem 200sten Lebensjahr geerntet. Sie hat grüne Blätter und die Blutbuche die fälschlicherweise als Rotbuche bezeichnet wird, hat auf der Oberseite rot gefärbte Blätter. Das kommt daher, weil dort mehr Karotine als Chlorophyll vorhanden sind.


Wichtigster einheimischer Laubbaum. Kann 30 bis 45 M hoch werden. Bis 6 M Umfang. Die Buche ist ein bestandsbildender Waldbaum, liebt kühleres Klima und kommt bis auf eine Höhe von 1700 M vor, dort aber nur noch als Krüppelform. Bildet gern mit Tannen oder Kiefern Bestände. Sie hatte einst den Urwald des Schwarzwaldes mit geprägt. Verträgt Schatten recht gut, stellt aber höhere Ansprüche an den Boden. Mineralstoffhaltig und gut feucht soll er sein. Das Holz enthält antiallergische Stoffe und wurde somit gern für Schulmöbel verwendet. Heute ist das zu teuer geworden. (Teure Gesundheit oder teure Krankheit)


Beobachtungen: Wer sich die Mühe macht, Buchenstämme einmal genauer anzusehen, wird eine Fülle von Unterschieden entdecken, so wie uns das Gesicht eines Menschen viel sagen kann ohne das der Mund spricht. Dunkle unterschiedlich große Flecken am Stamm weisen auf einen langlebigen Pilz hin, der in der Rinde wächst. (Ascodichena rugosa) Die Flecken können zu einer Gesamtfläche zusammenwachsen und bilden manchmal eine scharfe Grenze nach oben, so daß es den Anschein hat, der untere Teil des Stammes wäre schwarz angestrichen. Dies ist gar nicht so abwegig, da die Fichten zum Schutz gegen Schälschäden des Rotwildes mit einer teerartigen Masse bis 2 M hoch gestrichen werden. Das Wild will aber nichts von der Buche, höchstens im Winter bereichern die Knospen junger Bäume das knappe Nahrungsangebot.-Dort wo der Wasserdampf aus der Luft an den rauhen Stellen der Rinde kondensieren kann, bilden sich gerne einzellige, kugelige Grünalgen. Oftmals kann man auch bei ihr eine scharfe Abgrenzung am Stamm erkennen. Inwieweit die Grünalge und der Pilz voneinander abhängig sind, ist noch nicht erforscht. In feuchten Mulden findet man Buchen, die dauerhaft von einer Moosdecke überzogen sind. So kann das Moos auch als Hygrometer für die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit eines Jahres dienen. Nicht die augenblickliche sondern die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit kann somit erkannt werden. Auch die Grünalge kann wie der Pilz jahrzehnte alt werden. Später kommen sog. Schlafmoose hinzu. So konnte man in einem naturbelassenen Wald die feuchtere dauerhafte Luftströmung erkennen und die Naturvölker mieden diese Plätze als Lager. Buchen auf trockenen Standorten sind dann von verschiedenen Flechtenarten bewachsen, vor allem auf der Sonnenseite. Die Wurzelanläufe weisen im Alter Ringe oder Runzeln auf, die an die Hautrunzeln der Fingergelenke erinnern. Vermutlich kommt das vom überschüssigen Dickenwachstum im oberen Teil des Anlaufs, das sich nicht im Stamm verbreitern kann.

 

An manchen Buchen sind rombisch aufgeplatzte Stellen zu sehen, die vom Kleiber bei der Nahrungssuche verursacht wurden. Oder Längsrisse bildeten durch gefrorenes Wasser schöne Muster.


Manche Bäume haben sich im Laufe eines Lebens im Wuchs gedreht. Nach Auskunft der forstlichen Versuchsanstalt in Freiburg gibt es keine wissenschafliche Erklärung. Weder Wasseradern oder wechselnde Lichtverhältnisse haben sich bestätigt. Als Rutengänger weis ich, dass sie auch in größere Höhe einer Strahlung ausweichen wollen. Ein Phänomen sind die Waschbrettbuchen, oder auch Rippelbuchen. Keiner hat eine einleuchtende Erklärung für das Entstehen der Wellen auf einer Seite. Aber eine interessante Beobachtung wurde gemacht. Die Wellen zeigen zwischen Norden und Osten. Dies haben sie übrigens mit den Endmoränen der Karseen des Schwarzwaldes gemeinsam. (keine Regel ohne Ausnahmen) Wie bei anderen Bäumen auch, kommt das Dickenwachstum nach dem Längenwachstum. Die ersten 2 bis 3 Wochen nach einsetzen des Saftflusses, werden für das Längenwachstum verbracht. Buchenasche enthält sehr viel Pottasche und wurde so zur Laugenherstellung verwendet. Buchenasche zum Wäschewasche, hieß es früher.


Alles hat 2 Seiten, nur die Buchecker die hat drei. Sie enthalten giftige Blausäure, deshalb darf höchsten eine Handvoll am Tag gegessen werden.. Bei größeren Mengen wurden sie abgekocht. Buchenöl ist unbedenklich, die Säure bleibt im Presskuchen zurück. Rund 13 Kg Bucheggern braucht man für 1 Ltr. Buchenöl.

 

Der spirituelle Teil:

 

Sie gilt als die weise Großmutter des Waldes. Vielleicht der stärkste Mond- und Trostbaum. Die Germanen ritzten ihre Runen in Buchenstäbe, das Werfen galt dann als Weissagung.

 

Ihren lateinischen Namen hat die Buche vom keltischen Fagus, dem großen Waldgeist.

 

Ihr Energiefeld klärt wirre Gedanken, damit meine ich; wenn man vor lauter Terminen und unerledigten Dingen nicht mehr weis, wo der Kopf steht, ist es Zeit eine Buche aufzusuchen. Auch der Typ, der sich selbst gern unter Druck setzt um besonders gut zu sein und deswegen unter Verspannungen oder Migräne leidet, sollte diesen Baum besuchen. In der Farbentherapie wird das Maigrün der Blätter eingesetzt. Es ist besonders intensiv und sticht vom Dunkelgrün der Nadelbäume ab. Bei Unwohlbefinden im Kopfbereich sollte das Maigrün längere Zeit betrachtet werden. Ich selbst suche gern eine Buche auf, um zur Ruhe zu kommen. Der Aufenthalt in der Aura eine Buche brachte mir manche Antworten.


Wettervorhersage: Steht im November noch das Buchenholz im Saft, So wird der Regen stärker als der Sonne Kraft, ist es aber starr und fest, sich groß Kälte erwarten lässt. Der Buche war also die Fähigkeit der Zukunftsweissagung zugedacht. Vor den Eichen sollst du weichen, und die Weiden sollst du meiden, zu den Fichten flieh mitnichten, doch die Buchen sollst du suchen. Es gibt eine statistische Zahl die das belegt. 357 mal schlägt der Blitz mehr in eine Eiche als in eine Buche ein. Aus meiner Erfahrung weis ich aber, dass das Aufsuchen von Fichten auch nicht ratsam ist. Diesen Baum haben wir am meisten nach Blitzschlägen aufarbeiten müssen. Und bisher habe ich nur eine Buche gesehen die vom Blitz getroffen wurde. Die Buche ist der Lebensbaum für am 22.12. Geborene.


Die Eibe (Taxus baccata)


Der Totenbaum der Kelten, der Waffenbaum der Germanen und später der Römer. Einer der 3 magischen Bäume, wie auch Holunder und Schwarzerle. Alle 3 haben den Hang zur Vermittlung mit der Anderswelt. Warum sollte die Eibe nicht der Weltenbaum gewesen sein? Alles an einer Eibe ist giftig, ausser dem roten Samenmantel (Aurillus). Dieser ist recht schmackhaft und soll auch gesund sein´. Die Kerne aber dürfen nicht verschluckt werden. 3 Kerne könnten schon ein Kind töten.

 

Man sagt, in ihrer Aura (im Sommer, über 30 grad, viele Stunden, wenn nicht sogar Tage) könnte man in Kontakt mit seinen Ahnen treten. (Odin) Die Umgebung ist nachweislich mit dem Gift Taxin angereichert, das in größerer Konzentration Haluzinationen hervorruft. Es wird von einer immergrünen Weltenesche berichtet, die Esche ist Sommergrün, die Eibe aber das ganze Jahr. Im altnordischen hieß die Eibe barrascar, was übersetzt Nadelesche bedeutet.

 

Die Eibe ist ein Baum der Polarität: Taxin = Gift, Taxol = Wirkstoff bei Krebs, vitaminreiche Beeren – todbringende Kerne. Die Eibe ist eine Ausnahme unter den Nadelbäumen. Davon abgesehen, dass sehr giftig ist. 1. Sie bildet keine Zapfen aus, ist also keine Konifere. 2. Sie fruchtet 2-4 Jahre später, wegen einer Keimhemmung. 3. Ihr Holz hat keine Harzkanäle. Ein Kräuterbuch aus dem Jahre 1730 berichtet, dass der ganze Baum giftig sei, ja auch der Schatten desselben schädlich sei. So wurden Pfeile und Speere im Krieg mit dem Gift behandelt. Cesar beschreibt, dass ein Keltenführer mit Eibengift Selbstmord begann, als die Römer nicht mehr aufzuhalten waren.

 

Für 1 kg Taxol brauchte man ca. 3000 Eiben. Heute - synthetische Herstellung. Ein Eiben-Speer fand man in Niedersachsen, der steckte in einem Mammut und ist 150 T Jahre alt. Auch die Römer fertigten ihre besten Waffen aus Eibenholz.

 

Die Eibe ist ein Schattenbaum. Eiben, die von Anfang an in der Sonne stehen, vertragen diese gut. So war es in der Rokokozeit Mode die Eibe in Form zu schneiden.

 

Die Römer nannten die Eibe Taxus, was sich von strafen ableitet. Das altdeutsche Wort ist Iwa, was aber auch Bogen und Armbrust hieß. Deshalb findet man die ältesten Eiben in der Nähe von Schlössern und Burgen. Bögen aus Eibenholz waren die wichtigste Kriegswaffe. Um 13-14 Jht. war es in England Pflicht, dass die Männer das Bogenschießen an Feiertagen übten. Im 16 Jht. stand die Eibe dann sogar vor der Ausrottung. Sie steht jetzt unter strengem Naturschutz.


Die Eibe war schon immer am meisten von Zauberei umgeben. Im Norden wohnte der Bogenschütze Ullrich, der Sohn des Thor in Ydalir dem Eibenwald in Aasgard. Eine Rune hatte das Zeichen von Ihwaz, der germanischen Bezeichnung für Eibe. Der Rune und dem Baum wurden Schutz vor Krankheit und Geistern nachgesagt. Der Eibe sagt man zukunftsweisende Träume voraus, oder Kontakt zu seinen Ahnen. Eiben werden sehr alt. Bis 3000 Jahre ist ein Baum in Schottland und 2000 Jahre der älteste Baum Deutschlands.

 

Meine Erfahrung mit diesem Baum ist die innige Kontaktaufnahme mit der Natur. Unter einer Eibe wächst nichts, alles ist rein, als ob auch die Atmosphäre gereinigt sei.

 

Lebensbaum für am 3.11. – 11.11. Geborene


Esche: (Fraxus excelsior) altnord. Ask

 

Mal weiblich mal männlich, mal einhäusig, mal zweihäusig, oder alles beide, diese Variation beschreibt die Esche. Sie wird 200 – 300 Jahre alt und kann sich je nach Standort und Umgebung zu einem sehr breiten, oder hohen Baum entwickeln. Die Esche ist ein Baum, den man im Winter an den dicken, schwarzen, vierkantigen Knospen erkennen kann. Sie bietet festes, elastisches Holz für Gerätestiele und Turngeräte. Bis ins 20 Jhd. Hinein galt Eschenlaub als beliebtes Laubfutter. Die Esche erreicht eine Höhe von ca. 35 M. und erhält als letzter Baum im Jahr die Blätter. Die Eschenrinde wird als Chinarindenersatz verwendet.


Mythologie Eine Esche weis ich, sie heißt yggdrasil, die Hohe benetzt mit hellem Nass, von dort kommt der Tau, der in Täler fällt, immergrün steht sie am Urdbrunnen. Ein Vers aus der Edda.


Ask und Embla (verm. Ulme)= waren die ersten Menschen in der germanischen Mythologie. Nach der Sintflut durch das Blut eines Riesen wurden 2 Baumstämme ans Ufer getrieben, eine Esche und Ulme. Die Götter hauchten ihnen das Leben ein.

 

Mythologisch der Weltenbaum, (Yggdrasil) der alle Ebenen des Lebens verbindet. Odins Baum (siehe Eibe). Am Fuße des Baumes lebten die 3 Schicksalsgöttinnen, die Nornen, die die Lebensfäden und die Schicksale der Menschen in den Händen hielten. 2 weise Nornen waren wohlgesonnen, eine dunklere Norne verhielt sich missgünstig. Urd war die Norne der Vergangenheit, Werdandi der Gegenwart und Skuld die der Zukunft. Unter der Esche entsprangen die 3 Brunnen Wergelmir, Mimir, göttliche Quelle des Allwissens und Urd, Quelle des Schicksals. Urd war also die Norne der Vergangenheit und der Brunnen des Schicksals. Das könnte darauf deuten, dass wir unser jetziges Schicksal aus der Vergangenheit begründen müssen.


Der Baum des Odins deshalb, weil er neun Tage in der Esche hing um Runenkundig zu werden und die Zauberei zu erlernen. (siehe Eibe) Der Zauberstab der Druiden war aus Eschenholz. Mit ihm beschwörte man den Regen und die zerstörerische Kraft des Wassers. Daraus entwickelte sich die Wetterregel: Kommt die Eiche vor der Esche, ist im Sommer große Wäsche, kommt die Esche vor der Eiche, ist im Sommer große Bleiche.

 

Spirituelles: Eigene Erfahrungen habe ich noch keine mit diesem Baum gemacht. Der Aufenthalt im Ätherkörper des Baumes soll seelische und körperliche Verhärtungen lösen und die Leber und Nierenfunktion anregen. Sie hilft die Begabung eines Menschen zu entfalten. Hildegard von Bingen nannte den Baum, Sinnbild der Einsicht. Energieaufnahme über die Hände ohne Berührung, oder durch meditative Verbindung mit dem Baum in Kontakt treten. (aus „Bäume helfen heilen“, von Manfred Himmel)

 

Übrigens ist auch die Esche sehr stark mit Mutter Erde verbunden. Sie bricht bei Sturm eher ab, als dass sie sich entwurzeln liese. Auch das ist für jeden Sturm eine Herausforderung. Wind gegen Wasser. Lebensbaum für 25.5. – 3.6. und 22.11. – 1.12. Geborene.


Die Haselnuss, Lunabaum (Corillus avellana)


Eins der 3 magischen Strauchbäume. Magie, Heilung und geistige Entwicklung verbirgt sich in dem Strauch. Wurde von germanischen Priestern zur Weissagung benutzt. Die Haselnuss ist ein altes Fruchtbarkeitssymbol mit sexueller Kraft.

 

Dazu ein paar wissenschaftliche Anmerkungen: Bis zu 500 Millionen Pollen steigen bis zu 5000 m auf, um an einem Tag bis 100 Kilometer zurück zu legen. Diese Vermehrungsfreudigkeit führte vor rund 8 T Jahren dazu, dass man diese Zeit als Haselzeit bezeichnet. Deswegen sprach man ihr den Sitz der Göttin der Fruchtbarkeit zu. Hildegard von Bingen bezeichnete die Haselnuss sogar als Sinnbild der Wolllust.

 

Die Reife allerdings setzt erst zwischen 20 bis 30 Jahren ein. Da sterben schon die ersten Hauptäste ab, die durch neue Triebe ersetzt werden. Der Strauch wurde gern als Blitzableiter an Gebäude aufgezogen und gehegt. Wünschelruten aus Hasselnuss dienten zum Auffinden von Erzen. Die Blätter und Nüsse sollen bei Schlangenbissen positiv gewirkt haben. Als Kind machten wir noch Pfeil und Bogen daraus.

 

Ich persönlich habe keine Erfahrung mit diesem Strauch gemacht, außer das die Nüsse sehr wohlschmeckend sind.


Die Platane (Platanus vulgaris)


Als Parkbaum wird heute gern die Kreuzung von abendländischer und morgenländischer Art gepflanzt. Griechisch: Platos heißt weit ausgebreitet. Bis 40 M hoch. Stattliche Exemplare im Mediterranbereich. BHU von 10 Metern sind möglich Die Platane ist kein Gartenbaum. Sie braucht einen Mindestabstand bei Gebäuden von 20 Metern, oder sie bedarf von Zeit zu Zeit einen Rückschnitt. Die Wurzeln sollten keine Rohrleitungen erreichen. Bei guten Bedingungen entwickelt sich ein gerader, hoher Stamm, wenn sie beispielsweise auf Wasser oder radiästetischen Linien steht wird der Stamm knorrig, wulstig.


Schuppige und farbige Rindenhaut, die sich von Zeit zu Zeit erneuert. Blätter ähneln dem Ahorn, sind aber wechselständig angeordnet.(5lappig) Beide Geschlechter befinden sich auf einem Baum, (einhäusig) die weiblichen Blüten sind oben. (wie bei Tanne, dadurch soll eine Selbstbefruchtung verhindert werden) Nach der Befruchtung bilden sich kleine, stachelige Kugeln, die kleine Nüsschen enthalten und von verschiedenen Finken im Winter gern gefressen werden. Die Verbreitung der Platane geschieht in erster Linie durch Schößlinge. Sie eignet sich nicht als Waldbaum, weil sie viel Licht benötigt. Sie meidet trockene Kalkböden und sucht die geschützten Lagen in Flußniederungen auf. Aus diesem Baum wird das Funier Pearl wood (Perlholz) geschält, dass auch im Gitarrenbau verwendung findet.


Vor etwa 300000 Jahren gab es in der Umgebung vom heutigen Hanover noch wilde Platanen. Nach fossilen Funden in Grönland gibt es die Platane schon seit 90 Mill. Jahren. In Asien, den Balkanländern und Nordamerika hat die Art die Eiszeit überlebt. Dort findet man sie heute noch wildwachsend.


360 vor Christus führten die Römer die Platane in Rom ein. In Lybien soll ein römischer Konsul 18 Gäste in dem hohlen Stamm einer Platane beherbergt haben. 1640 in Europa eingeführt. Wie alle Gastbäume Deutschlands ist es dem Adel zu verdanken, dass wir heute so große, 200 – 400 Jahre alte Bäume bewundern können. Spirituell habe ich wenig Erfahrung mit dem Baum. Er ähnelt aber sehr dem Charakter des Ahorns. Die Gestalt einer Platane ist aber sehr auf Aufnahme ausgerichtet. (Betrachte Stand von Ästen und Blättern.)

 

In Gaggenau habe ich eine Platanus orientalis vor der Konrad Adenauer Brücke entdeckt. Alles andere sind P. ocidentalis oder P. hispanica.


Die Walnuss (Junglans regia)


Walnuss geht auf Welschnuss zurück. Welsche, so wurden die Fremden, wie Italiener und Franzosen genannt. Vielleicht dachte man, dass der Baum von dort stammt. Tatsache ist aber das Armenien, der Kaukasus und Persien als Heimat bekannt ist. Vielleicht hat man ihn auch wegen seines wertvollen Holzes nach Europa geholt. 100- bis 150 kg Nüsse kann er jährlich produzieren. Die Walnuss kann beachtliche Umfänge von 5-6 m erreichen, bleibt aber mit einer max. Wuchshöhe bis 20 m recht klein.

 

Der lateinische Name Junglans regia passt irgendwie, denn er bedeutet „königliche Eichel des Jupiter“

 

Die Blätter haben beim zerreiben einen würzigen Geruch. Hier habe ich keine persönlichen Erfahrungen, wenn ich von den gesunden Eigenschaften der Nüsse absehe.


Auszug aus:www.murgtalguide.de/beschreibung-von-baeumen