Alantwurzel. Alant ist eine der ältesten Heilpflanzen Europas. Eingeführt wurde er wahrscheinlich aus Zentralasien. Als Räucherkraut findet Alant (Inula helenium) Verwendung bei Räuchermischungen zur Sonnenwendzeit. Die Wurzel soll bei der Verräucherung die Kraft der Sonne freisetzen. Alant hat dabei eine stimmungsaufhellende Komponente, die bei Traurigkeit und Depressionen helfen soll. Der Absud dieser Wurzel der Inula wurde viel gegen Ekzeme und Entzündungen eingesetzt, da sie antibakterielle und pilztötende Eigenschaften besitzt. In der Volksheilkunde barg diese Wurzel ein noch weit größer gefächertes Heilungspotential, wird heute aber nicht mehr empfohlen, da die Einnahme allergisierend sein könnte. Magisches: Alant ist der Sage nach den Tränen der Helena entsprungen. Er kann ''angehexte'' Leiden kurieren, z.B. Hexenschuss und Besessenheit. Dazu soll man den Alant an einem Donnerstag unter Gebeten aufsuchen und mit einem Messer in die Pflanze stechen. Das Messer muss stecken bleiben, man entfernt sich wieder unter Gebeten und gräbt die Wurzel am nächsten Tag behutsam aus. Anschließend legt man die Pflanze unter einen Altar (immer mitsamt dem Messer), wäscht sie mit Milch und übergießt sie mit Weihwasser. Erst dann darf man sie genießen. Ein Kräuterwasser (Wurzel in Wasser gekocht) oder alkoholischer Auszug (Tinktur) hilft bei Hautunreinheiten und Ekzemen. Der Absud der Wurzel ersetzt ein Gesichtswasser bei Akne und unreiner Haut. Die getrocknete Wurzel kann wie Weihrauch über Glut verbrannt werden und parfümiert so das Zimmer.

 

Ginsengwurzel. Ginseng kommt ursprünglich aus China, wird aber auch in Korea kultiviert. Die Wurzel gilt als Allheilmittel und Aphrodisiakum par excellence. Sie ist Hauptbestandteil vieler Heilgetränke die in Apotheken und Drogerien erhältlich sind. Es heißt, Ginseng soll täglich eingenommen werden um wirken zu können. Beim Räuchern spielt Ginseng eine kleine Rolle. Er findet in Heilräucherungen Verwendung wenn Krankheitsgeister und Dämonen ausgetrieben werden sollen. Der Rauch soll die körpereigenen Abwehrstoffe mobilisieren und Genesungsvorgänge beschleunigen. Die Wurzel wird als Alraune des Ostens bezeichnet und hat eine abenteuerliche, sagenumwobene Geschichte in der Zauberei, Alchimie und Medizin erfahren. Sie wurde von den taoistischen Zauberern zur Herstellung der Unsterblichkeitselixiere verwendet und mit anderen Zauberpflanzen wie z.B. Hanf, Ingwer, Galanga, Mohn, Tee, Wein u.a. kombiniert. Die Indianer Nordamerikas rauchten sie mit Tabak und Lobelienkraut, dem so genannten Indianertabak, und nutzten sie als Liebeszauber.

 

Iriswurzel. Iris wird vorwiegend in sinnlich-erotischen Liebesräucherungen genutzt. Der mild-erdige, veilchenartig warme, einhüllende Duft der Iriswurzel ist eine äußerst kostbare Substanz. Zum einen, weil die Ausbeute bei der aufwendigen Gewinnung durch Fermentation sehr gering ist, zum anderen wegen der intensiven Wirkung auf die Gefühle. Iris wird auch als ''himmlischer Duft'' bezeichnet. Die befreiende und erlösende Energie dieser Wurzel kann harte Gefühlsblockaden zum Schmelzen bringen. Selbst bei starken, seelischen Verletzungen wirkt die Iriswurzel heilend. Viele Menschen gebrauchen diesen Duft, um ihre Intuition und Liebesfähigkeit zu schulen. Iriswurzel mischt sich sehr gut mit Sternanis, Wermut, Rosenblüten u.a.

 

Kalmuswurzel. Kalmuswurzel hat als Räucherung eine geistig aufhellende und stärkende Wirkung. Sie wird in Tibet zur Steigerung der meditativen Konzentration verbrannt. Sie ist eine der geschätztesten Heilpflanzen der vedischen Seher. Die Pflanze soll ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem sein. Kalmus macht die subtilen Kanäle frei und reinigt sie von Toxinen, die Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert und das Bewusstsein gesteigert. Den Irokesen diente die Wurzel zum aufspüren von Hexen und bösem Zauber. Die Cheyenne räucherten Kalmus bei ihren Schwitzhüttenzeremonien. Die Cree benutzten Kalmuswurzel als mildes Halluzinogen, dazu kauten sie ein fingerlanges Wurzelstück aus. Ein Tee aus der Wurzel ausgekocht soll bei Schwächezuständen, Magenproblemen und Krämpfen helfen. Kalmus wächst an Binnengewässern in Asien und den Ost-USA und hat sich inzwischen auch in Europa eingebürgert. Kalmus verbreitet beim räuchern einen warmen, holzig-würzigen Duft und mischt sich gut mit Zimt, Labdanum, Weihrauch, Patchouli, Zeder, Sandelholz, Fo ti tieng, Ginkgo, Ephedra, Bärentraube u.a.

 

Räucherpflanze/Basilikum Basilikum steht für Schutz und Reinigung und wird für Glück und Wohlstand geräuchert.

 

Räucherpflanze/Beifuß Beifuß wurde im Okkultismus der Venus zugeordnet. Das räuchern mit Beifuß geht auf germanische und keltische Rituale zurück. Der Teufel fürchtete den Beifuß und böse Geister hatten keine Chance in ein Haus einzudringen. Auch beim verbrennen ihrer Toten legten die Germanen Beifußbüschel mit auf den Scheiterhaufen der Verstorbenen. In England heißt Beifuß heute noch witch herb – Hexenkraut. In Indien wird er dem Gott Shiva geweiht. Das Kraut wird dort zur Meditation und zum Schutz gegen Dämonen des Wahnsinns verräuchert. Wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften als Gewürz schätzte auch Hildegard von Bingen den Beifuß in besonderem Maße. Heute ist Beifuß beliebt als Gewürz zu schwer verdaulichen und fetten Speisen. Beifuß wächst zahlreich an Wegrändern, auf Weiden und Schuttplätzen und ist in ganz Europa sowie West- und Nordasien verbreitet. Die Shamanen Indiens mischen Beifuß zum räuchern mit Wacholderholz, Mastix, Patchouli, Sandelholz und Weihrauch.

 

Räucherpflanze/Eisenkraut. Dem Eisenkraut schrieb man magische Kräfte zu, angelsächsische und gallische Druiden nutzten es zu Zeremonien. Eine traditionelle chinesische und europäische Heilpflanze. Heilige Pflanze nannte es Dioskorides. Eisenkraut, auch Druidenkraut genannt, wurde von den Kelten heilig gesprochen. Die Barden verwendeten die Pflanze um göttliche Eingebungen zu erlangen. Der Rauch von Eisenkraut riecht wie ein herbstliches Laubfeuer. Es wird in Räucherritualen zum Schutz gegen Negatives eingesetzt. Früher hängte man Eisenkraut über das Bett um vor Alpträumen geschützt zu sein. Es soll Mut fördern.

 

Räucherpflanze/Eukalyptus. Die Ureinwohner Australiens, der Heimat des Eukalyptusbaumes, verwenden diese Pflanze schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze bei Fieber, Erkältungen, Husten und vielen anderen Krankheiten. Bei Asthma werden die getrockneten Blätter wie Tabak geraucht. Die Blätter werden zum Schutz vor Geisteskrankheiten, zum Klären der Gedanken und gegen böse Geister verräuchert. Eukalyptus verbrennt knisternd und ein feiner typischer Eigenduft mit harziger Note wird frei. Eukalyptus mischt sich zum räuchern gut mit Thymian, Rosmarin, Lavendel, Majoran, Kiefer, Zeder, Stechapfel, Erdrauch u. a. Räucherstoffen.

 

Räucherpflanze/Jasminblüten. In China werden die Blüten zur Behandlung von Leberentzündungen, Leberzirrhose, Ruhr, Bindehautentzündung, Hautproblemen, Tumore, Erkältung, Husten, Heiserkeit, Frigidität, Gebärmutterstörungen und einigen anderen Krankheiten verwendet. Niedergeschlagenheit, nervöse Erschöpfung und stressbedingte Beschwerden können durch räuchern behoben werden. Jasmin erzeugt ein Gefühl von Zuversicht und Optimismus. Jasmin hilft Negatives zu vergessen. Jasmin steht für Liebe und Erotik, wirkt aphrodisisch und sinnlich. Die Inder opfern Jasmin ihren Göttern Shiva und Ganesha. Jasmin liebt tropisches Klima und wächst überwiegend in Indien und Südostasien. Jasminblüten verlieren beim räuchern ihren zarten Eigenduft fast völlig, deshalb ist es sinnvoll, sie mit Sandelholz, Rose, Salbei, Zimt, Nelke, Koriander u.a. zu mischen. Zieht spirituelle Liebe an und schafft eine Atmosphäre der Erotik und Sinnlichkeit. Auch wird Glück für alle Unternehmungen bewirkt. Einen Teelöffel voll Blüten mit heißem Wasser, nicht kochend! übergießen und süßen ergibt einen sehr geschmackvollen Tee.

 

Räucherpflanze/Johanniskraut. Schon Dioskurides und Paracelsus verwendeten das Johanniskraut gegen zahlreiche Beschwerden. In der Volksmedizin zählte es zu den beliebtesten und bekanntesten Heilpflanzen. Es fand Verwendung bei innerlichen und äußerlichen Wunden. Bei Blutspeien, Ruhr, Hieb- und Stichwunden, Brandwunden und Geschwüren machte man es sich zunutze. Einreibungen mit Johanniskrautöl waren sehr gebräuchlich bei Hexenschuss, Gicht, Rheuma, Verrenkungen und Nervenschmerzen. Das Kraut wurde auch bei Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen und Wechseljahrsbeschwerden als Tee getrunken. Dank seiner beruhigenden und ausgleichenden Wirkung auf das Nervensystem galt es als zuverlässiges Mittel bei Schwermut, Melancholie und Niedergeschlagenheit. Ferner fand es noch Verwendung bei Leberleiden, Gallenbeschwerden, Lungenkrankheiten, Magenkrämpfen, Durchfall, Husten, Asthma, Bettnässen u.a. In der Mythologie und im Brauchtum war das Johanniskraut eine ganz besondere Pflanze. Wurde es an Johanni (24. Juni) gesammelt, galt es als besonders heilkräftig. Ein Kranz aus dem Kraut, am Sonnwendfest gebunden und übers Hausdach geworfen sollte vor Blitz, Feuer, Dämonen und dem Teufel schützen. Für diesen Zweck und für Liebesorakel wurde das Kraut in Böhmen und Bayern verräuchert. Johanniskraut wächst an trockenen, warmen Wegrändern, Wäldern, an Gebüschsäumen, auf lichten Waldwiesen und Brachflächen. Es ist fast in ganz Europa und Westasien verbreitet. Johanniskraut mischt sich gut mit Goldrute, Brennnessel, Eibisch, Berberitze, Huflattich u.a.

 

Räucherpflanze/Kamillenblüten Kamille ist schon lange als beliebte Heilpflanze in Gebrauch. Bei der Räucherung vermittelt sie uns Ruhe und Ausgeglichenheit. Sie ist empfehlenswert, wenn Ärger und Trauer unseren Geist verdunkeln. Sie wird bei Segnungszeremonien und bei Gebeten um finanziellen Erfolg verwendet. Kamille fördert die Harmonie und Toleranz. Sie besänftigt das Gemüt, vermindert Streitlust und vermittelt ein Geborgenheitsgefühl. Sie wirkt entzündungshemmend, beruhigend, schweißtreibend, stärkend, fiebersenkend und wundheilend und wird daher oft medizinisch genutzt. Kamillentee wird oft kleinen Kindern zur Beruhigung verabreicht. Kamille wächst auf Äckern, an Wegrändern, Feldrainen, Böschungen und Schuttplätzen und ist in ganz Europa, West- und Mittelasien beheimatet. Kamille verbreitet einen süßlich, warm-krautigen Geruch beim räuchern und mischt sich gut mit Lavendel, Patchouli, Rose, Benzoe, Majoran, Jasmin, Salbei, Sage, Labdanum, Tolubalsam, Jamboul, Mönchspfeffer, Damiana u.a. Tipp: Übergießen sie die Blüten mit heißem Wasser und lassen sie den Tee 6 Minuten ziehen. Wirkt bei Magenverstimmungen Wunder.

 

Räucherpflanze/Lavendel. Lavendel ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Volksheilmittel. Man verwendete ihn als Duftspender für Wäsche, vor allem aber zur Insektenabwehr und als Magentonikum. Lavendel findet vielerlei Verwendung in Kosmetika, Medizin und als Tee. In Räucherungen wirkt Lavendel stark desinfizierend, reinigend und klärend. Er besänftigt unsere Gefühle, beruhigt und entspannt unsere Nerven, vertreibt schlechte Gedanken und böse Geister. Es entsteht eine Atmosphäre von Reinheit, Frische und Ordnung und der Seelenhaushalt kommt wieder ins Gleichgewicht. Lavendel kann sehr gut pur verräuchert werden. Der Eigenduft ist angenehm, mischt sich aber auch im Mix mit Zedernholz, Nelke, Salbei, Kiefer, Labdanum, Patchouli, Styrax u.a. sehr gut.

 

Räucherpflanze/Zitronengras. Zitronengras wurde in der traditionellen Medizin Indiens bei Infektionskrankheiten und Fieber eingesetzt. Blättertee wird bei Magenschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Fieber und Grippe getrunken. Beim räuchern übt es eine beruhigend Wirkung auf das Zentralnervensystem aus, wirkt insektenabwehrend und erzeugt eine optimistische Stimmung. Es bringt wie ein Sonnenstrahl, der unvermittelt auf die Seele fällt, Klarheit und Frische in festgefahrene, ermüdende Situationen. Kaum jemand kann sich dieser Ausstrahlung entziehen. Zitronengras ist in den Tropen und Südindien heimisch und wächst auf trockenen Böden in offenen Lagen und Plätzen. Zitronengras verbreitet einen frischen grasigen Zitrusduft und kann allein verräuchert werden. Es mischt sich gut mit Mastix, Styrax, Lavendel, Eisenkraut, Passionsblume, Helmkraut, Labdanum, Giftlattich, Sumpfporst, Sadebaum, Kornblume u.a.

 

Räucherpflanze/Lorbeerblätter. Lorbeer war den Griechen heilig. Daphne, die schöne Nymphe wurde von ihrer Mutter Gaia in einen Lorbeerbaum verwandelt als Apollo sie begehrte. Nachdem er als Sieger nach seinem Kampf mit dem Drachen Python in Delphi einzog, trug er einen Lorbeerkranz als Siegeszeichen. Seitdem kündet der Lorbeer als Siegeszeichen von Ehre und Ruhm. Lorbeerblätter waren eines der wichtigsten der in Delphi benutzten Räuchermittel. Der Rauch wurde inhaliert um die wahren Ursachen von Krankheit zu erkennen. Diese Divinationsmethode wurde Daphnomatie genannt. Um prophetische Voraussagen machen zu können wurde Lorbeer mit anderen Kräutern gemischt und verräuchert. Dabei wurde der Rauch inhaliert bis das Medium in Trance verfiel. Für mantische Zwecke soll eine Räucherung mit Thymian und Weihrauch geeignet sein. Lorbeer wirkt stimmungsaufhellend und klärend, steigert die Fähigkeit außersinnlicher Wahrnehmungen und Kräfte und hilft gegen negative Gedanken und Einflüsse. Er verbreitet eine belebende, feierliche und würdevolle Stimmung und wird bei Minderwertigkeitsgefühlen gebraucht und eingesetzt. Lorbeer wächst in feuchten Felstälern überwiegend im Mittelmeerraum. Anwendung: Lorbeer sollte nur in Mischungen verbrannt werden. Sein Rauch ist ziemlich beißend, da die Blätter bis zu 30 % fettes Öl enthalten. Er mischt sich gut mit Kiefer, Zeder, Wacholder, Salbei, Rosmarin, Weihrauch, Labdanum, Lavendel, Sage u.a.

 

Räucherpflanze/Orangenschalen. Orangenschalen wirken bei Angst, Niedergeschlagenheit, Schock, Stress und nervlicher Anspannung beruhigend und schaffen inneren Ausgleich. Sie wirken aphrodisisch, anregend und antidepressiv. Leichte Euphorie macht sich beim räuchern breit. In der Volksmedizin wurden Orangenblüten bei schlechter Durchblutung, Herzklopfen, Ängsten, Krämpfen und stressbedingten Beschwerden angewendet. Sie finden ebenso Verwendung in der Kosmetik, zur Herstellung von hochwertigen Parfüms, als Geschmacksstoff in Nahrungsmitteln und Getränken. Die Orange ist im Fernen Osten heimisch, hat sich aber auch dem Mittelmeerraum angepasst. Der zarte süßblumige Duft der Orangenschalen verliert sich beim räuchern fast vollständig. In Mischungen mit Kamille, Koriander, Benzoe, Jasmin, Lavendel, Rose, Zitronengras u.a. machen sich die Blüten sehr gut.

 

Räucherpflanze/Patchouli. Patchouli wächst überwiegend in Indonesien und ist eine hervorragende Abrundung für viele Räuchermischungen. Beim Räuchern soll es uns helfen, unsere engen Grenzen zu durchbrechen und Altes, Vergangenes loszulassen. Es heißt, es wehrt negative Einflüsse ab, gleicht unsere seelischen Kräfte aus und bringt uns auf den Boden der Gegenwart. Der Rauch wirkt aphrodisierend und erotisch sinnlich. Es ist ein gutes Räuchermittel für ängstliche, unsichere Menschen. Patchouli wurde in China, Japan und Malaysia heilmedizinisch bei Erkältungen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Mundgeruch eingesetzt. Patchouli ist im tropischen Asien, besonders auf den philippinischen und indonesischen Inseln zu Hause. Anwendung: Patchouli verbreitet einen süßen, krautig-erdigen Duft und mischt sich zum räuchern gut mit Labdanum, Sandelholz, Zeder, Lavendel, Nelke, Rose, Orange, Myrrhe, Opoponax, Salbei u.a.

 

Räucherpflanze/Pfefferminze. Seit der Antike wird Pfefferminze in China und Japan angebaut. Die Blätter wurden damals schon vielseitig in der Medizin verwendet und waren als Räuchermittel sehr beliebt. Sie reinigen und schärfen unseren Geist und Verstand, beruhigen unsere Nerven, halten Dämonen und Geister fern und ziehen positive Erlebnisse an. Minze hilft auch die Raumluft zu reinigen und zu energetisieren. Die Medizin des Westens wie des Ostens gebrauchte die Minze bei einer Vielfalt von Beschwerden, darunter Magenverstimmung, Übelkeit, Halsschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Krämpfe. Bei Hautleiden wie Akne und Dermatitis, Krätze, Fadenpilzinfektion, Muskelschmerzen, Neuralgie, Asthma, Bronchitis, Nebenhöhlenentzündungen, Mundgeruch, Koliken, Fieber, Grippe, Erschöpfung und vieles mehr leistet die Pfefferminze gute Dienste. Pfefferminze wird als Geschmacksstoff in Medikamenten und als Wirkstoff in Husten-, Erkältungs- und Verdauungsarzneien gebraucht. In der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie findet sie ebenfalls Verwendung. Die Tuareg-Nomaden trinken Pfefferminze als Stimulans in der Hitze der Wüste. Pfefferminztee erfreut sich auf der ganzen Welt bei alt und jung über große Beliebtheit. Pfefferminze wird weltweit angebaut. Pfefferminze kann pur verräuchert werden, eignet sich aber auch für Mischungen mit Benzoe, Rosmarin, Lavendel, Majoran, Melisse u.a.

 

Räucherpflanze/Rosenblüten. Bis ins Mittelalter spielte die Rose in der Medizin eine wichtige Rolle. Sie wurde bei Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Leberstauung, schlechter Durchblutung, Fieber, Pest, Hautleiden und bei einigen anderen Krankheiten eingesetzt. Die mit der Rose verknüpfte Symbolik ist vielleicht die reichste und komplexeste die mit irgendeiner Pflanze verbunden wird. Traditionell assoziiert man sie mit Venus, der Göttin der Liebe und Schönheit. Rosenräucherungen wirken antidepressiv und aphrodisisch. Sie stellt eine warme, weiche Atmosphäre her, in der Milde, Güte und Verständnis gedeihen können. Rose steht für Herzensliebe, liebevolle Zuneigung und vermittelt inneren Frieden. Sie hilft beim loslassen schmerzhafter Erinnerungen und wirkt beruhigend, entspannend und gegen Nervosität. Mit Rosenblütenblättern kann Schwarztee aromatisiert werden. Rosen werden bei uns angebaut. Ursprünglich stammen sie aus China. Sie lieben gemäßigte Zonen. Da die Rose beim räuchern fast ihren ganzen zart-blumigen Duft verliert, ist es ratsam, sie mit Jasmin, Orange, Lavendel, Salbei, Sage, Sandelholz, Guajak, Patchouli, Benzoe, Kamille, Perubalsam, Nelke, Rittersporn u.a. zu mischen.

 

Räucherpflanze/Sternanis. Sternanis stammt aus Südostasien, wird aber heute in ganz Asien angebaut. Sternanis wird dem Planeten Jupiter zugeordnet und zur Steigerung psychischer Fähigkeiten geräuchert. Die Samen werden mit Weihrauch verbrannt, um das Hellsehen zu fördern, man kann sie auch in Kräuterpendeln verwenden. Die einen Weihnachtsgeruch verströmenden sternförmigen Früchte werden in ganz Asien seit alters her als Zusatz zu Räucherpulvern und Räucherstäbchen verwendet. Der Rauch hat ein feines und würziges Anisaroma, das sich gut mit anderen feinen Düften kombinieren lässt. Beim Räuchern löst Sternanis mild balsamisch die angestauten Ängste, lindert und tröstet, wenn seelisch alles ins Stocken gerät. Er hilft, unbewältigte Gefühle zu verarbeiten. Sternanis schafft eine aufnehmende, geborgene Atmosphäre, wie wenn man zurück zur Mutter kommt, Trost und Liebe erfährt und gestärkt wieder ins Leben zurückkehrt. Sternanis wird auch medizinisch genutzt. Wegen seiner Wirkung auf Verdauung und die Atemwege wird der Sternanis in der chinesischen Medizin schon seit 1.300 Jahren angewendet. Im Osten wird er als Heilmittel gegen Koliken und Rheumatismus gebraucht und oft nach den Mahlzeiten gekaut um die Verdauung zu fördern. Im Orient ist er ein gefragtes Küchengewürz. Sternanis mischt sich zum Räuchern gut mit Zimt, Cardamom, Koriander, Cassia, Besenginster, Nelke, Kubebenpfeffer u.a.

 

Räucherpflanze/Thymian. Mit Thymianbüscheln wurden Tempel und heilige Orte geweiht. In der Neuzeit galt Thymian als der Feind des Giftes. Deshalb wurden mit Thymianbüscheln Krankenzimmer ausgeräuchert. In Esoterikzirkeln wird Thymian zur Reinigung von Ritualräumen oder Kultplätzen und zur Steigerung der Hellsichtigkeit verräuchert. In der Volksmedizin wurde Thymian bei Bronchitis, Magenbeschwerden, Husten, Appetitmangel, Asthma und Katarrh eingesetzt. Das Kraut wird der Venus zugeordnet. Es wirkt bei allen seelischen Schwächezuständen, schenkt einen starken Willen und den Mut zur Tat. Thymian braucht einen sonnigen, trockenen Platz und stammt aus dem Mittelmeerraum. Der typische Thymiangeruch lässt sich durch Räuchermischungen mit Rosmarin, Melisse, Schwarzkümmel, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut, Schlüsselblume, Sternanis, Spitzwegerich, Sonnenhut u.a. wesentlich verfeinern.

 

Räucherpflanze/Wermutkraut. Wermut war schon im alten Ägypten eine bekannte Heilpflanze. Hippokrates verwendete ihn bei Gelbsucht und als uterusreinigendes Mittel. Plinius empfahl ihn gegen die Seekrankheit. Die hl. Hildegard gebrauchte ihn gegen Kopfschmerzen und Erschöpfung. Besonders seine magenstärkenden, appetitanregenden, verdauungsfördernden und wurmtreibenden Eigenschaften wurden in der Volksmedizin gelobt. Auch Wein wurde aus ihm hergestellt. Wermut regt beim räuchern den gesamten Fluss der Lebensenergie wieder an. Die konzentrierte Kraft von Wermut führt wieder heraus aus Dunkelheit und Verbitterung, hin zur Sonne und Süße des Lebens. Er wirkt klärend und sensibilisierend für unseren Geist. Für Orakel- und Schutzzeremonien kann Wermut mit Lorbeer, Safran, Rosmarin und Beifuß verräuchert werden. Wermut wirkt sehr stark auf unsere Nerven und wird daher selten allein gebraucht. Im Brauchtum wurden ihm dämonenabwehrende Kräfte nachgesagt. Er wurde den Kindern in die Wiege gelegt um ihnen den Schlaf zu erleichtern und um Kobolde und Geister fernzuhalten. Die Bauern räucherten mit ihm die Ställe aus, damit das Vieh vor Verhexung geschützt war. Wermut braucht einen sehr sonnigen Platz. Der Boden sollte locker, sandig und etwas kalkhaltig sein. Gelegentlich findet man ihn bei uns verwildert. Wermut ist im südlichen Europa sowie Asien und Nordafrika verbreitet. Wermut mischt sich zum räuchern gut mit Jasmin, Orange, Lavendel, Benzoe, Sage, Indianertabak, Sinicuiche u.a.

 

Räucherpflanze/Wachholderbeeren. Wacholder ist ein sehr direktes Räuchermittel. Es schützt Körper, Seele und Geist vor allem Negativen. Es gibt Stärke und Zuversicht, hilft Emotionen loszulassen, die abhängig machen. Wacholder reinigt die Gefühlswelt, wenn schlechte Schwingungen vorhanden sind.. In der Volksmedizin wurde Wacholder bei Infektionen der Harnwege, bei Problemen der Atemwege, Magen- und Darminfektionen und Würmern verwendet. Er soll helfen, Harnsäureablagerungen in den Gelenken abzubauen, und wird deshalb bei Gicht, Rheuma und Arthritis eingesetzt. Wacholder mischt sich zum räuchern gut mit Labdanum, Rosmarin, Sage, Tolubalsam, Sandelholz u.a.

 

Räucherpflanze/Ysop. Bei den Hebräern galt Ysop als das heilige Kraut. In der griechischen Antike war es sehr geschätzt und wurde als Husten- und Magenmittel eingesetzt. Volksmedizinisch wurde es bei Lungenleiden, Asthma, Gelbsucht, Würmern, Rheuma und Gebärmutterleiden verwendet. Ysop galt als reinigend, klärend und erfrischend. Es wird in Räucherungen zum klären unserer Gefühle und Motive zusammen mit Zypresse, Weihrauch und Zeder verbrannt. Es soll auch beim reinigen und segnen von Räumen, Gegenständen und Gärten wie auch bei Anrufungszeremonien sehr wirksam sein. Ysop bricht das Eis, wenn die Seele vor Kälte erstarrt ist und wirkt konzentrationsfördernd. Ysop eignet sich um Schwierigkeiten und wirre Gedanken zu ordnen, Ysop braucht einen sonnigen Platz mit lockerem, leicht kalkigem Boden. Er stammt aus Südosteuropa und Vorderasien, ist heute aber weit verbreitet. Ysop mischt sich zum räuchern gut mit Lavendel, Rosmarin, Myrte, Lorbeer, Salbei u.a.

 

Räucherpflanze/Zitronenschalen. Der Zitronenbaum stammt ursprünglich aus Asien, und wird mittlerweile im gesamten Mittelmeerraum und in Amerika kultiviert. Die größten Anbaugebiete befinden sich heute auf Sizilien und in Kalifornien. Die Zitrone wirkt keimtötend und wird bei Erkältungen verwendet.

 

Räucherpflanze/Zimtrinde. Alle zwei Jahre wird die Rinde der jungen Schösslinge des Zimtbaumes gesammelt, geschält und in Form von Zimtstangen ihrer Verwendung in den Küchen zugeführt. Da der Zimtbaum sehr viel ätherisches Öl enthält, werden aus ihm Zimtblätteröl und Zimtrindenöl hergestellt. Diese Öle werden wegen ihres Duftes und ihrer therapeutischen Eigenschaften in Nasensprays, Hustensirup und zahnmedizinischen Präparaten verwendet. Beide Öle spielen auch eine Rolle als Geschmacksstoffe in Nahrungsmitteln, alkoholischen und anderen Getränken. Zimt mischt sich zum Räuchern gut mit Weihrauch, Orangenblüte, Koriander, Kubebenpfeffer, Mönchspfeffer u. a.

 

Wachholderholz. Wacholder ist vielleicht eines der ältesten bekannten Räuchermittel der Menschheit. Die Schamanen verräucherten Wacholderbeeren bei ansteckenden Krankheiten, als Schutz vor Ansteckung und giftigen Schlangen. Im Mittelalter hat man die Beeren bei Begräbnissen verbrannt um Geister und Teufel von der Seele des Verstorbenen fernzuhalten. Sie gelten als starker Lichtenergieträger, stärken Aufmerksamkeit und Mut, wirken belebend, anregend und aktivierend. Wacholder wächst auf sonnigen, trockenen Hängen, Heiden und in lichten Nadelwäldern. Er ist fast in ganz Europa, Nordasien und Nordamerika heimisch. Wacholderholz kann pur verbrannt werden, eignet sich aber auch für Mischungen mit Sandelholz, Sage, Steppenraute, Damiana, Zeder, Mastix, Galbanum, Elemi, Benzoe, Kiefer u.a.

 

Zedernholz. Bei Räucherungen wirkt Zedernholz stärkend, harmonisierend, aufbauend und klärend. Zedernholz fördert unser Ansehen, unseren Mut, Wohlstand und die Ehe. Bei starker Nervosität soll Zedernholz beruhigend und besänftigend wirken. Sie hilft dünnhäutigen Menschen, die in dieser stark materiellen Welt einen zusätzlichen Schutzmantel brauchen. Die Indianer verwendeten Zedernholz bei Infektionen der Atemwege. Zedernholz wurde zur Behandlung einer Vielfalt von Krankheiten genommen: ausbleibende Menstruation, Rheumatismus, Arthritis, Hautausschlag, Kondylome, Gonorrhö, Nierenbeckenentzündung, Niereninfektion, Bronchitis, Ballenentzündung, Weißfluss, nervöse Spannung, stressbedingte Beschwerden u.a. Zedernholz eignet sich hervorragend zur Insektenabwehr. Zedernholz mischt sich zum räuchern gut mit Sandelholz, Rose, Wacholderholz, Patchouli, Benzoe, Bertramwurzel u.a.

 

Sandelholz rot. Der Geruch von Sandelholz rot ist ähnlich aber längst nicht so intensiv wie weißes Sandelholz. Der botanische Ursprung des Baumes lag im Dunkeln, bis 1886 Kirkby bei der mikroskopischen Untersuchung der Blätter deutliche Unterschiede zwischen dieser Pflanze und dem echten Sandelholz feststellte. Wegen seines hohen Ölgehaltes nennen die Einheimischen es Kerzenholz, denn es brennt wie eine Kerze. Fischer und Handelsreisende gebrauchten es als Fackel, und auch als Möbelholz ist es hervorragend geeignet. Sandel rot stärkt die Phantasie und regt die schöpferischen Kräfte an. Bei Ritualräucherungen nimmt es sanft Sorgen und Lasten fort. Es ist Balsam für die Seele und weckt spirituelle Energien. Ursprünglich vor allem auf Haiti kultiviert, ist amyris heute in den tropischen Gebieten rund um den Erdball anzutreffen. Sandelholz rot mischt sich zum räuchern gut mit Rose, Koriander, Zimt, Nelke, Muskatnuß, Ysop, Thuja, Salbei u.a.

 

Sandelholz weiß. Sandelholz ist für Räucherwerk fast unentbehrlich. Es ist wunderbar lösend und vertiefend bei Meditationen, findet Verwendung bei Gebeten und Heilungszeremonien und seine sinnliche Ausstrahlung baut erotische Stimmungen auf. Es wirkt außerdem desinfizierend, aphrodisisch, erwärmend, gegen Nervosität, euphorisierend und schenkt innere Ruhe und Zufriedenheit. In der ayurvedischen Medizin gilt es vor allem als Heilmittel bei Infektionen der Luft- und Harnwege und bei akutem und chronischem Durchfall. Sandelholz weiß ist in Indien, in der Umgebung von Mysore beheimatet. Sandelholz mischt sich zum räuchern gut mit Rose, Veilchen, Lavendel, Nelke, Pfeffer, Labdanum, Benzoe, Patchouli, Cassia, Myrrhe, Jasmin, Moschuskörner u.a.

 

Auszug aus: www.esoterikflirt.net/rituale/aw-raucherwerk/view-48.html