Der Hollerbusch, Strauch der Frau Holle, Elhorn, Deutscher Flieder, Holder, Marterblume, Hels Strauch und noch viele andere Namen hat diese Strauch landauf, landab. Unter seinen Blättern bringt Brot und Äpfel als Opfer für Hel da, der Strauch ist unberührbar, magisch, heilig, ein Tor zu Anderswelt, dem Keinen Volke heilig, die Geister des Hauses wohnen in Ihm. Wer einen Holunder schlägt, dem geschieht großes Unglück, er wird krank, manchmal stirbt er sogar. Er ist den Göttinnen Hel, Perchta, Holle, Berchta, Sidhe heilig. Der grüne Saft der Blätter auch die Augen gestrichen, soll Menschen in die Anderswelt Blicken lassen, der Schlaf unter dem Hollerbusch bring prophetische Träume. Liebesschwüre in seinem Schatten getauscht sollen ewig wären. Mächtige Stäbe und Amulette lassen sich aus Holunderholz fertigen - doch soll man dazu nur Tote Äste benutzen oder der Hel und den Geistern Opfer bringen bevor man Holz schneidet. Der Strauch steht auf dem Zaun, der die Welten trennt und wurzelt sowohl hier als auch in der anderen Welt, deswegen weiß man nie, wer einen durch die Äste des Holden ansieht und soll den Strauch immer grüßen... Zwerge lieben den Duft von Holunderblüten und Holunderwein ist eine beliebte Opfergabe (bei mir Saft) Ein Holunder am Haus schützt vor böser Magie, geht es dem Holden gut, so gedeihen auch die Hausbewohner, stirbt der Strauch ab bedeutet es großes Unheil. Er dient zur Abwehr von Magie und Schadenszaubern, für Liebeszauber, ist eine Pflanze die Medizin und Lebensmittel zugleich liefert.


Vielfach dient der Holunder im landwirtschaftlichen Orakel. Wie der Holunder blüht und Früchte So viel früher der H. vor Johanni blüht, so viel früher kann man vor Jakobi schneiden, d.h. das Getreide ernten Blüht der Holler lang, so gibt es auch eine lange Ernte, d.h. sie wird vielfach verzögert und unterbrochen werden, blüht er ungleich, so gibt's eine ungleiche Ernte. Wenn der Holde Blüte und Frucht zugleich trägt, ist ein strenger Nachwinter zu erwarten. Ein zeitiger Frühling ist zu erwarten, wenn man in der Christnacht um 12 Uhr am Holunder frische Triebe findet »Wenn's hinter der nackten Hollerstaud'n dorrt (d.h. wenn es donnert, so lange der Holunder noch unbelaubt dasteht, also im ersten Frühjahr), gibt's kein Kuhfutter«; Hat der Holunder Blattläuse, so bekommt auch der Hopfen Blattläuse. In der Walpurgisnacht steckt man Holunderzweige an den Rand der Flachsfelder und springt darüber; so hoch man springt, so hoch wächst der Flachs; oder man steckt lange Zweige in den Flachs, dann wird dieser ebenso hoch. Wenn der H. blüht, hören die Hühner zu legen auf. Der Volksglaube kennt noch dutzende Arten der Verwendung des Holunders ja nach Region. Er ist Pflanze von Tod und Leben und bringt gleichzeitig Glück, kann aber auch Unglück bescheren...Im christlich geprägten Aberglauben steht der Holunder in schlechtem Ruf. Nicht nur, dass sich der Verräter Judas Ischarioth an einem Holunder erhängt haben soll, auch das Kreuz Jesu war nach mancher Legende aus dem Holz dieses Strauches gefertigt. Dementsprechend wird der Holunder gern von verschiedenen Geistern und Dämonen bewohnt. Als Feuerholz ist der Holunder, der nur dort wächst, wo einmal menschliches Blut vergossen wurde, wenig geeignet, denn der entstehende Rauch locke den Teufel an, so dass der durch den Kamin in die Stube fährt.

 

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