Löwenzahnwurzel raspeln, mit Olivenöl und einer Prise Salz zu einer Paste verarbeiten. Als Brotaufstrich verwenden.

 

Wegwartewurzeln getrocknet und gemahlen werden wegen des reichen Gehalts an Inulin als Kaffeesurrogat verwendet.

 

Ein wenig geriebene Wurzel verfeinert die Salatsauce. Feingeschnittene Wurzeln entbittert man zuerst durch Kochen und dünstet sie dann weich.

 

Kohldistel-Wurzeln fein schneiden und weich dünsten und zusammen mit den fein geschnittenen jungen Blättern und saftigen Trieben fertig dünsten. Abschmecken.

 

Nachtkerze: Die Rübenwurzel wird im Herbst oder Frühjahr vor dem Austrieb des Stängels ausgegraben, gewaschen und geschabt. Beträufeln mit Zitronensaft verhindert das Anlaufen. Nach dem Weichkochen in Salzwasserkann man sie wie Schwarzwurzeln, oder geraffelt wie Selleriesalat zubereiten.

 

Wilde Möhre: Wenn wir wilde Möhren zum Knabbern für Kinder oder als Bereicherung des Picknicks ausgrabenwollen ist im Frühjahr die günstigste Zeit. Später werden die Wurzeln holzig.

 

Engelwurz: Die Wurzel, in feine Stücke geschnitten, kann in Zuckersirup kandiert werden.

 

Kletten: Mitteldicke Scheiben in heißem Olivenöl goldbraun backen, Sojasauce zugeben und mit Wasser ablöschen. Auf kleiner Flamme garen, mit Schnittlauch überstreuen.

 

Gemüse

 

Löwenzahngemüse

 

Die jungen Knospen des Löwenzahns schmecken, ebenso wie die zarten jungen Blätter, roh und leicht gedämpft sehr gut. Löwenzahnwurzeln lassen sich wie Schwarzwurzeln zubereiten. Sie enthalten viel Vitamin A und C und Mineralstoffe. Löwenzahn ist harntreibend, verdauungs- und stoffwechselanregend.

 

Löwenzahnblütengemüse

 

Ein delikates Gemüse, das fast wie Rosenkohl schmeckt, sind die Ansätze der Blüten, die sich inmitten der schützenden Blattrosette gebildet haben. Man lässt diese gelbliche, fest zusammengerollte Masse ungefähr 3 Minuten kochen und schmeckt sie mit Butter und Salz ab.

 

Gemüse aus den Löwenzahnblättern

 

Die jüngsten und zartesten Blätter der Pflanze abpflücken, waschen, die harten Spitzen abschneiden und die Blätterfast eine halbe Stunde in Wasser kochen. Auf ein Sieb schütten, gut ausdrücken und fein hacken. In einen Topfschütten und mit Fleischbrühe, etwas Salz und einigen Löffeln geröstetem Semmelmehl eine Zeit lang dünsten lassen oder auch mit einem tüchtigen Stück Butter, etwas Pfeffer und Salz eine Welle dämpfen, einen Löffel Mehldarüber stäuben, einige Löffel Fleischbrühe anließen und das Gemüse damit noch eine Viertelstunde durch kochen

 

Löwenzahn-Sauerampfer-Gemüse

 

Von einer gleich großen Menge Löwenzahn und Sauerampfer zuerst den Löwenzahn in Wasser beinahe weichkochen, dann den Sauerampfer zugeben. Wenn beide Gemüse weich sind, ein Stück Butter unterrühren, pfeffern und salzen und noch einmal aufkochen. Mit hartgekochten oder verlorenen Eiern oder gerösteten Semmelschnittchen zu Kalbsschnitzel servieren.

 

Gedämpfter Sauerampfer mit Kopfsalat

 

Frischen Sauerampfer verlesen und waschen und 1/2 bis 1/4 Liter kochendes gesalzenes Wasser darüber gießen. Etwas Kerbel und die Blätter von einem Kopfsalat zugeben und alles rasch weich kochen lassen. Das Wasser abgießen und das Gemüse wieder in den Topf geben, mit etwas Mehl, weißem Pfeffer und 70 g Butter zum Kochen bringen. Mit 2 Eidottern legieren und mit hartgekochten, geviertelten Eiern anrichten.

 

Hirtentäschel-Sauerampfer-Gemüse

 

1Teil Hirtentäschel und 1Teil Sauerampfer zusammen mit wenig Fett zugedeckt weich dünsten, mit etwas Mehlbestäuben, mit Fleischbrühe aufgießen und saure Sahne und eine zerdrückte gekochte Kartoffel zugeben.

 

Sauerampfer mit Spinat

 

Gleiche Teile Spinat und Sauerampfer verlesen, gut waschen und jedes Gemüse extra in siedendem, schwachgesalzenem Wasser abkochen, abschrecken, abgießen und fein hacken. Das Gemüse dann vermischen. Einen Esslöffel Mehl in reichlich Butter gelb schwitzen, das Gemüse darin andünsten. Einige Löffel Semmelmehl durchrühren, etwas Fleischbrühe zugießen, mit Salz und Muskatnuss würzen und das Gemüse auf kleiner Flamme noch eine Viertelstunde garen lassen.

 

Ampferwickel

 

Junge Blätter des Stumpfblättrigen Ampfers sammeln. Die Blätter gründlich waschen und mit Küchenpapier abtrocknen. Füllung: Gekochten Reis mit geriebenem Käse (Greyerzer), gehacktem Spinat (mit etwas Sahne) oderBeinwellblättern, Pfeffer und Salz vermengen. Die Masse bei sanfter Hitze in Butter einrühren. Vom Herd nehmen und mit einem Teelöffel kleine Portionen ausstechen. Die Blätter füllen und zusammenrollen. Mit Zahnstochern zustecken und die Wickel mit Olivenöl einpinseln. Die Ampferwickel in eine gebutterte Form legen und bei 180° 20 bis 25 Minuten überbacken.

 

Taubnesselgemüse

 

Blätter und Blüten ohne Stängel waschen und fein hacken. Feingeschnittene Zwiebeln in Fett etwas anrösten, die gehackten Blätter hinein geben und das Gemüse noch drei bis vier Minuten auf schwachem Feuer durchdämpfen. Mit etwas Mehl andicken, mit Wasser oder Fleischbrühe aufgießen, durch kochen lassen und salzen.

 

Wegwartengemüse

 

Wegwartenblätter eine halbe Stunde in Salzwasser kochen, abschrecken, abseihen und fein hacken. In eine mit Butter gemachte, helle Mehlschwitze geben, mit Pfeffer und fein gehackten Zwiebeln würzen und mit einem Teil des Sudwassers und Milch aufgießen.

 

Wegwarte mit Sahne

 

Die Wegwarten-Blätter putzen und waschen und in siedendem, gesalzenem Wasser eine halbe Stunde lang kochen lassen. Abschrecken, ausdrücken und in nudelartige Streifen schneiden. Reichlich Butter mit Mehl bräunen und das Gemüse unter Umrühren einige Minuten darin durchschwitzen lassen. Starke Fleischbrühe zugießen, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss würzen. Das Gemüse eine halbe Stunde kochen lassen und kurz vor dem Servieren einen Löffel Sahne unterrühren.

 

Weidenröschengemüse

 

Weidenröschen, Vogelmiere und Melde gründlich waschen und in kochendes Salzwasser geben. Sobald die Blätterweich sind, abseihen, ausdrücken und fein hacken. In eine helle Mehlschwitze geben, mit einem Teil des Sudwassersund Milch auffüllen und das Gemüse noch etwas kochen lassen.

 

Huflattichgemüse

 

Junge, zarte Huflattichblätter von den Stielen befreien, gründlich waschen, zusammenrollen, in schmale Streifenschneiden und in etwas Salzwasser weich dünsten. Bohnenkraut oder Dill unzerkleinert zu einem Bündel zusammenbinden, kurz mit dünsten lassen und wieder herausnehmen. Das Gemüse in eine helle Mehlschwitze geben. Mit einem Schuss Weinessig schmeckt dieses Gemüse sehr würzig.

 

Mit Huflattich gefüllte Kohlrabi

 

Die Kohlrabi schälen, eine Scheibe als Deckel abschneiden und den Rest aushöhlen. Napf und Deckel in Salzwasserhalb weich kochen. Füllung: Huflattichblätter in Salzwasser weich kochen, grob hacken und mit gekochten geriebenen Kartoffeln vermischen und salzen. Wenn die Füllung zu dünn ist, 1 Ei dazugeben. Die Kohlrabihöhlungen mit der Huflattich-Kartoffel-Masse füllen und den Deckel fest darauf binden. In dem Kohlrabiwasser garkochen. Die ausgehöhlten Kohlrabistücke weich kochen, pürieren und für die Soße verwenden, die man aus dem Kohlrabiwasser, Milch, Mehl und Gewürz, z. B. Muskat, herstellt. Man kann die Soße mit einem Ei abziehen, darf sie dann aber nicht mehr kochen.

 

Baumtropfen-/Giersch-/Geißfußgemüse

 

Sauber gewachsene Gierschblätter einige Minuten in kochendes, schwach gesalzenes Wasser geben, herausnehmen und fein hacken. Fett mit einer kleingeschnittenen Zwiebel, etwas Mehl und dem Giersch etwas durch dünsten und unter ständigem Rühren die Hälfte des Kochwassers zugießen. Ein paar Löffel Milch oder Sahnezugeben, mit Liebstöckel oder etwas gekörnter Brühe oder Salz würzen.

 

Mit Giersch gefüllte Tomaten

 

Von den Tomaten den Deckel abschneiden, Mark und Saft herausheben und pürieren. Gekochten, fein gehackten Giersch und das Fruchtfleisch der Tomaten mischen, ein oder zwei Eier dazugeben, würzen und die Tomaten mit der Mischung füllen. Den Deckel drauflegen und die Tomaten eine halbe Stunde lang in den vorgewärmten Backofen stellen.

 

Gebratene Nudeln mit Rotklee und Nüssen

 

Für 4 Personen: 400 g breite Nudeln, 1 El Öl, 40 g Butter, 100 g Rotklee mit Blüten, 100 g blaue Weintrauben, Filets von 4 Orangen, 100 g Walnüsse, Salz, Pfeffer. Die gekochten Nudeln mit Butter und dem Klee in eine Pfanne geben und braten, bis sie leicht gebräunt sind. Die Orangenfilets, die Trauben und die Walnüsse daruntermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Wasserlinsenpüree

 

Für 2 Personen: 2 Zwiebeln, 2 El Öl, 200 g Wasserlinsen, Salz, Pfeffer, Muskat, Sojasauce nach Belieben. Das Öl in einem Topf erhitzen, die gewürfelten Zwiebeln darin anbraten, die Wasserlinsen dazugeben und mit etwas Wasser aufgießen. Alles zusammen etwa eine halbe Stunde kochen lassen. Die Masse pürieren, eine halbeStunde köcheln lassen, nach Belieben mit Gewürzen abschmecken.

 

Wildgemüsefondue

 

Für 4 Personen: 200g Zwiebeln, 50 ml Olivenöl, 600 g Malvenblätter, ¼ l Wasser, 5 Knoblauchzehen, 1 El echter Sternkümmel, 1 El Koriander, 25 g Butter. Zutaten für das Fondue: kurz über Dampf gegarte Blütenstände von Bärenklau oder Teufelskralle, rohe oder kurzgedämpfte, geschälte Bärenklau-, Kletten- oder Distelsprossen, blanchierte und in Knoblauch angebratene Weidenröschen, Huflattichkrapfen, geröstete Brotwürfel, in Würfel geschnittener roher Lachs, Garnelen etc. In einer Pfanne mit dickem Boden die gehackten Zwiebeln im Olivenöl goldbraun braten. Die fein geschnittenen Malvenblätter dazugeben und gut umrühren, mit Wasser aufgießen und zu einem Püree einköcheln lassen. Den gepressten Knoblauch mit Kümmel und Koriander in der Butter anbraten und dann zum Malvenpüree geben. Das Malvenpüree in die Mitte des Tischs stellen. Die Fondue-Zutaten in kleine Schälchen geben. Man spießt sie mit der Gabel auf und taucht sie in das Malvenfondue.

 

Saucen

 

Gänseblümchensauce

 

Feingewiegte Gänseblümchen in eine helle Mehlschwitze mit etwas kleingeschnittenen Zwiebeln geben und mit Milch aufgießen. Mit Schnittlauch und Zitronensaft würzen.

 

Frankfurter Grüne Wildkräutersauce

 

200 g Wildkräuter (Wiesenknopf, Geißfuß, Beinwell, Bärenklau, Gundelrebe, Beifuß, Sauerampfer, Weinberg-Schnittlauch oder andere Kräuter) 3 Eigelb, 1 El Senf, 2 Esslöffel Zitronensaft, Salz, Pfeffer, ½ l Sonnenblumenöl,200 g Schlagrahm. Die Kräuter sehr fein hacken oder mit dem Wiegemesser zerkleinern, das Öl unter ständigem Rühren tropfenweise zugeben, die Kräuter und den steif geschlagenen Rahm unterheben. Mit Salz und Zitronensaftabschmecken. Diese Sauce begleitet in der Schale gekochte oder im Backofen gegarte Kartoffeln undschmeckt auch ausgezeichnet zu den gedämpften Blütenknospen des Bärenklaus. Sie wird ganz einfach zur Remoulade, indem man gehackte hart gekochte Eier, Gürkchen und Kapern dazugibt.

 

Sauerampfersauce mit Muskat

 

Einige Handvoll frische Sauerampferblätter hacken und mit ein wenig Schnittlauch oder gehackter Zwiebel und Butter in einem zugedeckten Topf weich dünsten. Fleischbrühe auffüllen, mit wenig Muskat und Salz würzen. Die Soße etwas andicken und zu gebratenem Kalb- oder Lammfleisch servieren.

 

Sauerampfersauce mit saurer Sahne

 

Ein Teller voll fein gewiegtem Sauerampfer in etwas in Butter angebräuntem Mehl dünsten. Heißes Wasser zugießen, salzen, nochmals aufkochen lassen und saure Sahne unterrühren.

 

Sauerampfersauce mit Ei

 

Sauerampfer mit Butter einige Minuten dünsten, durchpassieren und in eine helle Mehlschwitze geben. 2 in Milchverquirlte Eigelb kräftig unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen.

 

Sauerampfersauce mit Schlagsahne

 

Feingehackte Sauerampferblätter in Butter weich dünsten. Eine weiße Mehlschwitze bereiten, mit Kalbsfond auffüllen und gut durch kochen. Das Sauerampferpüree zufügen, mit etwas Salz und Zucker würzen und Schlagsahnedarunter ziehen.

 

Spitzwegerichsauce

 

Feingewiegte Spitzwegerichblätter mit Butter, Mehl und etwas Salz leicht andünsten, langsam Wasser zugießen und die Soße gut durch kochen. Mit Kerbel oder Dill würzen.

 

Wegerichsauce

 

Pro Person 4 bis 5 Wegerichblätter in Salzwasser weich kochen, abseihen und fein hacken. Mit einer kleingeschnittenen Zwiebel in Fett andünsten, mit einem Teil des Kochwassers und Fleischbrühe aufgießen und mit Salz, Majoran, Petersilie und Schnittlauch würzen.

 

Wiesenschaumkrautsauce

 

Seines duftigen Geschmacks wegen eignet sich das Wiesenschaumkraut gut für Soßen. Feingewiegte Stängel mit den jungen Blütenständen in braune oder weiße Mehlschwitze rühren, mit Wasser oder Fleischbrühe auffüllen, salzen und pfeffern. Gibt man die Soße zu Fischgerichten, nimmt man das schwach angesäuerte Fischwasser zum Aufgießen.

 

Kornelkirschen Chutney

 

1 kg Kornelkirschen, ½ l Rotwein, Gelierzucker, 1 El Ingwerpulver, ½ Tl Muskatblütenpulver, 2 El in Streifen geschnittene Orangenschale, 2 El in Streifen geschnittene Zitronenschale. Kornelkirschen und Rotwein aufkochen. Die Früchte etwas zerdrücken und durch ein Sieb streichen. Den Saft abwiegen und gleichviel Gelierzucker beigeben. Mit Ingwer, Muskatblüten, Orangen- und Zitronenschalen mischen. Bis zum Breitlauf kochen und in Gläserfüllen. Hermetisch verschließen. Passt gut zu Siedfleisch, kaltem Braten oder Wild.

 

Vom Herd und aus dem Ofen

 

Dock Pudding: traditionelles englisches Frühlingsgericht

 

Für 4 Portionen: 300 g Wiesenknöterichblätter, 100 g Brennnesselspitzen, 100 g Löwenzahnblätter, 2 gekochte Eier, 4 rohe Eier, 100 g Butter, 1 Tl Salz, Pfeffer. Weiße Sauce: 40 g Butter, 2 gehäufte El Mehl, 400 ml Wasser, Salz, 20 g Meerrettich. Das Gemüse waschen und kurz in Salzwasser kochen. Abtropfen lassen und in Stückeschneiden. Die gekochten Eier hacken, die rohen verquirlen und beides mit der Butter unter das gekochte Gemüsemischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse nochmals erhitzen, anschließend in eine Backform geben und im Wasserbad im Backofen bei 175 Grad eine halbe Stunde garen. Aus Butter, Mehl und Wasser eine Béchamelsauce zubereiten. Mit Salz und dem geriebenen Meerrettich würzen. Die Sauce über den Pudding geben und servieren.

 

Brennnesseltorte

 

225 g Brennnesselblätter, 25 g Schalotten oder Frühlingszwiebeln, 25 g Butter, 3 Eier, 1/2 Liter Sahne oder Milch,1 salziger Mürbeteigboden (0 20 cm) in der Springform, 25 g Parmesan- oder geriebener Greyerzer Käse, Salz, Pfeffer und Muskat. Junge Brennnesseltriebe (die obersten vier Blätter) sammeln. waschen und genau wie Spinat in wenig Wasser etwa 10 Minuten dünsten. Die Brennhaare lösen sich beim Dünsten ab. Abgießen und abtropfen lassen. Zwiebelwürfel etwa 1 Minute in Butter glasig werden lassen. Die abgetropften Brennnesseln dazugeben und bei schwacher Hitze alle Flüssigkeit verdampfen lassen. Würzen. Die Eier flockig schlagen und über das abgekühlte Gemüse geben. Mit der Masse den Mürbteig gleichmäßig belegen. Den Käse darüber streuen und etwas Muskat darüber reiben. Mit Butterflöckchen belegen und 25 bis 30 Minuten bei 190 ° überbacken.

 

Gelbdolden-Pastete mit Wegerichsahne

 

Die jungen Blätter und Blattstiele der Gelbdolden (Smyrnium) etwa 10 Minuten weich kochen. Klein hacken und in wenig Béchamelsauce in Blätterteigpastetchen füllen. Für die Wegerichsahne junge Wegerichrosetten ausstechen, die Blätter ohne Blattstiele abschneiden und waschen. In Salzwasser 10 bis 15 Minuten weich kochen. Abgiessen und die Blätter abtrocknen. Kleinhacken und in Béchamelsauce löffelweise über die Pasteten geben.

 

Weißdornhappen

 

Junge Weissdorntriebe und Blättchen sammeln und gut waschen. Die Blättchen abtrocknen und auf Toastbrot legen. Weichkäse darüber streichen und im Ofen überbacken.

 

Hopfensprossenbeignets

 

Junge Hopfensprossen, 110 g glattes Mehl, etwas Salz, 3 El Pflanzenöl, 150 ml warmes Wasser, 1 Eiweiß. Teig: Gesiebtes Mehl, etwas Salz, und das Pflanzenöl einrühren. Langsam unter ständigem Rühren das Wasserzugeben. Wenn der Teig cremig ist, etwa 2 Stunden kühl stehen lassen. Dann den sehr steifen Eischnee unterziehen. Junge Hopfensprossen waschen und sehr gründlich abtrocknen. In Beignet-Teig eintauchen und in heißem Öl goldbraun heraus backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, salzen und sofort heiß auf den Tisch bringen.

 

Beinwell-Auflauf

 

450 g Blätter des Beinwell, 175 g Reis, 225 g Käse, Butter, Milch, Salz, schwarzer Pfeffer. Junge Beinwellblätter sammeln, solange sie klein und grün sind (ältere, dunklere Blätter schmecken bitter). Die Blätter gut waschen und in wenig Salzwasser etwa 10 Minuten wie Spinat weich dünsten. Den Reis in Salzwasserweich kochen. In eine gebutterte Gratinform Lagen von Beinwell, Reis und Käse abwechselnd geben. Mit Reis abschließen. Mit Butterflöckchen bestreuen und mit der Milch übergießen. Mit schwarzem Pfeffer würzen und bei190 Grad im Ofen überbacken.

 

Brennessel-Soufflé (oder Soufflé mit Gänseblümchen, Huflattich, Löwenzahn, Giersch, Guter Heinrich und Alpenmilchlattich)

 

50 g Speckwürfel in 1 El Öl glasig braten. Eine fein gehackte Zwiebel, 1 El fein gehackte Peterli und 1 El fein gehackte Wildkräuter beigeben und kurz mit dämpfen(Lungenkraut, Bärlauch, Kerbel, Liebstöckel, Feldthymian, Minze).3 gestr. El Mehl und 1 ½ dl Milch beigeben, den Kloss kurze Zeit kochen und abkühlen lassen. 4-6 Handvolljunge Brennnesselblätter fein hacken und unter den Mehlkloss mischen. 3-4 Eigelb beigeben, wenig Salz, Pfeffer, Muskat beigeben und gut vermischen. Drei bis vier Eierschnee sehr steif schlagen, locker unter die Eismasse mischen, in bebutterte, mit Paniermehl bestreute Auflaufform füllen und im vorgeheizten Ofen bei Mittelhitze 30-40Min. backen.

 

Pfannkuchen »Weißer Gänsefuß«

 

Pfannkuchenteig (ergibt ca. 8 Stück): 2,75 ml Milch (+ Wasser), 2 Eier, 1/4 Teelöffel Salz, 110 g gesiebtes Gänsefußmehl, 50 g Butter; Füllung: Gänsefußblätter, Wasser, Salz, Pfeffer, ½ l Béchamelsauce. Wasser, Milch, Eier und Salz kalt verrühren. Butter und Mehl zufügen, 1 Minute umrühren und zugedeckt 2 Stunden kalt werden lassen. Dann die Pfannkuchen normal zubereiten. Füllung: Ein großes Bündel sorgfältig verlesener und gewaschener Gänsefußblätter (Chenopodium album) in reichlich Wasser (und Salz, Pfeffer) zart kochen. Abgießen. Alle holzigen Teile entfernen. In 1/2 Liter Béchamelsauce geben und ziehen lassen. In die Mitte jedes Pfannkuchens 2 Teelöffel der Füllung geben und den Pfannkuchen einrollen. Alle Pfannkuchen in eine gebutterte Auflaufform legen und mit Parmesan und Butterflöckchen bei 190 Grad 5 Minuten überbacken.

 

In Butter gedünstete Taubnessel

 

Ein großes Bündel Taubnesseln sammeln. Die Blätter abstreifen und gut waschen. Mit einem Stück Butter und etwas Salz etwa 15 Minuten dünsten. Abtropfen lassen und mit etwas Butter zu den Pfannkuchen »Weißer Gänsefuß« servieren.

 

Auszug aus: „Rezepte mit Wildkräutern“, Naturama Aargau, Umweltbildung

 

 

Die Rezepte wurden aus folgenden Quellen zusammengestellt:

 

-Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor- Eine Entdeckungsreise zum geheimen Wesen der Pflanzen, Storl, W.-D., Aarau, AT-Verlag, 1996

-Wildsalate, Wildgemüse- Gesundes aus dem Garten der Natur, Quinche, R., Bossard E. Thun Ott Verlag, 1980

-Die Jahreszeiten-Küche: Salate und Kräuter- Aktion Gesünder Essen, Erklärung von Bern: Unionsverlag,1990

-Wildpflanzen für die Küche- Botanik, Sammeltipps und Rezepte, Couplan F., Aarau, AT-Verlag, 1997

-Sommer-Herbst-Winter- in der Küche, Marty, O.- Ein Poet am Herd, Bern: Hallwag, 1997

-Klassische Kräuterküche, Norman, J., Aarau, AT-Verlag, 1997

-Rucola, Bärlauch, Löwenzahn. Die besten Rezepte, Messerli K., Aarau, AT-Verlag, 1998

-Hecken. Lebensadern der Landschaft, Streeter D., Richardson R., Dreyer, W. München, dtv, 1988

-Kräuterkochbuch. Gesammelte Kräuterrezepte zum Anlass des Heilkräuterkund, Hofmann H., Tienzner W., Seminars, Bruneck, 1995.

-Feld- Wald- und Wiesenkochbuch. Erkennen, Sammeln, Zubereiten und Einkochen von Wildgemüsen und Wildfrüchten. München, Helm, E. M., Heyne, 1982

-Wildgemüse: Mehr, als eine gesunde Alternative, Niklas J., Stuttgart, Thieme Verlag, 1999

-A. Vogel's Heil- und Küchenkräuter, Schindler I. , Teufen Verlag A. Vogel, 1998

-Kinderwerkstatt Zauberkräuter. Mit Kindern die Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen entdecken, Frommherz A.; Günter-Biedermann E., Aarau, AT Verlag, 1997.

-A. Vogel's Heil- und Küchenkräuter. Mit 52 Pflanzenporträts und über 250 treffsicheren Rezepten für Gesundheit, Schönheit, und Genuss, Schindler I. Teufen, Verlag A. Vogel, 1998.

-Natürlich gesund mit Heilpflanzen, Vonarburg, B., Aarau: AT Verlag, 1988

-Nutze die heilkräftigen Pflanzen, Schneider E., Hamburg, Saatkorn-Verlag, 1991

-Das grosse Buch der Kräuter. Ein praktischer Führer für den Anbau und die Pflege und Verwendung von Kräutern, Bremness L., Aarau: AT Verlag, 1988.