Vor 700.000 bis 350.000 Jahren jagte der Homo erectus in und um den Harz bei Bilzingsleben (Thüringen), Hildesheim und Schöningen (Niedersachsen). Der Neandertaler erschien vor rund 250.000 Jahren in der Region und jagte Auerochsen, Wisente, Braun- und Höhlenbären, Mammuts, Nashörner, Pferde, Rentiere und Waldelefanten. Nachgewiesen wurden die Werkzeuge der Neandertaler in der Einhornhöhle im Südharz (100.000 Jahre vor heute) und in den Rübeländer Höhlen. Funde von Birkenpech bei Aschersleben am Nordharzrand wiesen die Verwendung dieses vorgeschichtlichen Klebstoffs durch Neandertaler vor 50.000 Jahren nach. Die Paläolithische Revolution brachte vor 40.000 Jahren den Homo sapiens aus Afrika nach Europa und auch in die Harzregion; er verdrängte den Neandertaler und wurde später auch hier sesshaft.

 

Viele Funde im Harz, wie beispielsweise die Bronzekeule von Thale, die bei der Roßtrappe gefunden wurde, könnten auf eine frühe kultische Nutzung des Harzes hinweisen. Bei Ührde wurden steinzeitliche Siedlungsspuren entdeckt.

Archäologische Untersuchungen belegen auch einen frühen Bergbau im Harz, der sich sicher bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. datieren lässt, aber wohl deutlich älter ist und schon in der Bronzezeit begann.

 

Mittelalter

 

Der Harzgau selbst wird zuerst in einer Urkunde des Kaisers Ludwig des Frommen aus dem Jahre 814, in der hochdeutschen Form Hartingowe, genannt. Nach den Jahrbüchern von Fulda zum Jahre 852 wurde der Harzgau von den Haruden bewohnt und nach ihnen der Harudengau (Harudorum pagus) genannt. Harud, woraus Hard, Hart, Harz wurde, bedeutet Wald, Waldgebirge, und die Haruden sind die An- oder Bewohner des Harud.

 

Jüngeren Ursprungs sind die Siedlungen mit der Namensgebung –rode, die erst seit der Mitte des 9. Jahrhunderts im Harzgau nachweisbar sind. Woher die Gründer dieser Orte kamen, ist unbekannt.

 

Auszug aus: www.wikipedia.org/wiki/Harz_Mittelgebirge