„Mit Ruten schlagen, mit Feuer brennen, mit Eisen töten“, - das waren Leitmotive von Gladiatorenschulen.

 

In einer solchen Fechter - oder Gladiatorenschule in der Stadt Capua kommt es 73 v. Chr. zum Aufstand. Etwa 200 unerschrockene Gladiatoren stürmen die Rüstkammer, im Gefecht und im Handgemenge gelingt es 78 von ihnen auszubrechen. Kriegsgefangene, Gallier, Germanen und Thraker -alle ad gladium- zum Schwert der Gladiatoren verurteilt.

Sie schlagen sich zum Vesuv durch und Spartacus, wohl Thraker, wird ihr Anführer. Es folgen von da aus Raubzüge für Waffen und Lebensmittel und ein sehr großer Zulauf von Sklaven beginnt.

 

Rom unterschätzt anfänglich den Aufstand und beordert nur etwa eine ½ Legion zu den Füßen des Vesuvs. Sie versperren den einzigen Weg zum Berg und wollen sie aushungern, doch am nächsten Tag sterben fast alle Legionäre. Die Sklaven hatten sich mit aus Weinreben geflochtenen Strickleitern herunter gehangelt, die Legionäre umrundet und getötet. Es folgten weitere empfindliche Niederlagen für die Römer. Neue Sklaven folgten, fast 200.000 (Spanier, Britannier, Araber, Syrer, Ägypter, Griechen, Illyrer, Perser, Armenier, Juden, Sarden, Äthiopier). Einzig die Gallier und Germanen, als Sonderformation, standen unter ihrem eigenen Kommando.

 

Spartacus will anfangs in die Alpen ins freie Germanien, doch Raubzug und Rache nehmen Überhand und verhindern dies schließlich. Gallier und Germanen wollen nach Rom und es kommt zur Entzweiung der Truppen. Sie werden am Monte Gargano, dem Sporn des italienischen Stiefels, von römischen Elitetruppen gestellt. Die Nachfahren von Kimbern und Teutonen treten in gewohnter Keilformation an, doch alle werden vernichtend geschlagen. Spartacus beerdigt die Toten und veranlasst ein groteskes Schauspiel. 300 römische vornehme Gefangene müssen als Gladiatoren vorkämpfen. Ein Jahr später sterben die letzten Kimbern und Teutonen bei Taestum bei erneuter Absetzung von Spartacus Truppen “aus Eigensinn und unbändigem Stolze“.

In Lukanien, dem heutigen Unteritalien ereilt auch Spartacus das Schicksal. Demonstrativ tötet er sein Pferd vor der Schlacht, wird mehrfach verwundet und versucht zu Crassus vorzudringen. Er kämpft auf Knien weiter, derart verstümmelt, dass man seine Leiche nie identifizieren konnte.

 

6000 Kreuze auf der Via Apua zwischen Capua und Rom sollen alle daran erinnern, das man sich nie gegen Rom erheben sollte.

 

Diese Textpassage spiegelt sich in den Büchern des Literaturverzeichnisses wider.