Die Jahreskreisfeste

 

JULFEST

 

Das erste und letzte Fest des Jahres heißt Julfest. Jul ist eine alte Bezeichnung und wir mit "Rad" übersetzt. Das Fest wird traditionell 11 Tage und 12 Nächte lang gefeiert. Es ist ein Sonnenfest, das zur Wintersonnenwende, die die jedes Jahr um den 21. Dezember stattfindet, gefeiert wird. Das Julfest wird heute Weihnachten genannt, und viele moderne Bräuche stammen noch aus alter Zeit.

 

 

Fastnot

 

Es wird immer nach dem zweiten Vollmond nach der Sommersonnenwende gefeiert. Der Name Fasnot stammt von dem Wort Fasel ab, was "fruchtbar" bedeutet. Heute ist das Fest unter dem Namen Fastnacht bekannt.

 

 

Ostara

 

Die Frühjahrstagundnachtgleiche heißt Ostara und wird um den 21. März herum gefeiert. Ostara ist der Name einer alten Frühlingsgöttin, und an diesem Tag ist die Nacht genauso lang wie der Tag. Der Hase ist ein altes Symbol der Fruchtbarkeit, und das Ei steht für den ewigen Kreislauf des Lebens.

 

 

HOHE MAIEN

 

Am zweiten Vollmond nach dem Osterfest feiern wir Hohe Maien. Bei diesem Fest ehren wir die Vereinigung vom Sonnen- und Himmelsgott Odin mit der Erdgöttin Frigg bzw. Vom Gott Freyr mit Gerda (der Erde). Das Fest ist heute unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt.

 

 

SOMMERSONNENWENDE

 

Um den 21.Juni herum findet alljährlich die Sommersonnenwende statt. Die Sonne hat ihren Höhepunkt erreicht und stirbt langsam. Von heute an werden die Tage wieder kürzer und die nächte dafür länger. Heute ist das Fest unter dem Namen Mittsommer oder Johannistag bekannt.

 

 

LEINERNTE

 

Das nächste Fest ist die Leinernte und findet am zweiten Vollmond nach der Sommersonnenwende statt. Wir sehen nun, wie die Bauern anfangen, den gold-gelben Weizen zu ernten. Es ist ein fröhliches Fest, zu dem es wieder viele Feuer geben wird. Es wird getanzt und gesungen.

 

 

ERNTEDANKFEST

 

Die Herbsttagundnachtgleiche findet um den 21.September herum statt. Heute sind der Tag und die Nacht wieder gleich lang. Wir danken unseren Göttern für die reichliche Ernte und ihrem Schutz und opfern ihnen Korn, Obst und Symbolgebäck.

 

 

WINTERNACHT

 

Am zweiten Vollmond nach der Herbsttagundnachtgleiche feiern wir die Winternacht. Die Natur stirbt, alles verblüht und wirft nun sein Laub ab. Die Christen feiern dieses Fest als "Allerheiligen".

 

Der Jahreskreis schließt sich nun, denn das nächste Fest ist wieder das JULFEST. Der Kreislauf beginnt von neuem.

 

 

Beschreibung der alten natürlichen Feiertage:

 

Wenigen Menschen hierzulande sind noch die alten Feiertage die sich nach dem natürlichen Lauf der Gestirne orientieren und einen starken Bezug zur Natur und zur jeweiligen Jahreszeit herstellen, bekannt.

 

In unseren Kreisen werden diese Feiertage bereits seit vielen Jahren im Wald draußen gefeiert:

 

-das Jahr beginnend mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember - Jul

 

-die Winterhalbzeit im Februar, das Lichtmessfest - Imbolc/Brigid

 

-die Frühlingstagundnachtgleiche am 21. März - Ostara

 

-die Frühlingshalbzeit in den Hohen Maien - Beltane/Walpurgis

 

-die Sommersonnwende am 21. Juni (oben auf den Bergen) - Litha

 

-die Sommerhalbzeit, Ende Juli, Anfang August, das sogenannte Schnitterfest (Getreideernte) - Lamas/Lugnasadh

 

-die Herbsttagundnachtgleiche am 23. September - Mabon

 

und die Herbsthalbzeit Anfang November, das Druidenneujahr - Halloween/Samhain (Jul, Imbolc, Ostara, Beltane, Litha, Lamas, Mabon, Samhain)

 

Diese Textpassage spiegelt sich in den Büchern des Literaturverzeichnisses wieder.