Rituale der alten Völker

 

Weihnachten, Jahrtausende altes germanisches Jahreszeitenfest genannt Julzeit und Julfest

 

In unseren Herzen tragen wir Menschen des Nordens die große Sehnsucht nach dem Licht der Sonne. Sie ist uns die Lebensspenderin. Der Lauf der Erde um die Sonne bringt den nördlichen Breiten den wunderbaren Wechsel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter und damit jedes Jahr wieder das große Erleben des “Stirb und Werde” in ewiger Wiederkehr. Dem Menschen des Südens sind dieses Fühlen und dieser Rhythmus des Jahresablaufs fremd. Er schmachtet das ganze Jahr hindurch unter der Sonnenglut, sie bedeutet ihm nicht das Leben, sondern den Tod. Unser Leben aber gewinnt mit dem Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neuen Antrieb.

 

Schon die Hauptfeste unserer germanischen Vorfahren waren Jahreszeitenfeste. Sie kannten die Sommer- und Wintersonnenwende und Feste der Tag- und Nachtgleiche. Mit der Wintersonnenwende wurde die Wiedergeburt der lebensspendenden Sonne gefeiert. In den Dämmerstunden lauschten die Kinder den alten Sagen und Märchen und konnten kaum abwarten, bis der Weihnachtsmann oder Ruprecht, der erste Bote des Festes, endlich am 6. Dezember erscheint oder wenigstens ein Zeichen seiner Anwesenheit hinterlässt. Vier Sonntage vor dem Fest wird der Julkranz oder Weihnachtskranz im Hause feierlich aufgehängt. Seine Lichter mögen die vier Jahreszeiten versinnbildlichen. Wenn am Weihnachtsabend die Kerzen verlöschen, ist das Jahr nach unserem Empfinden zu Ende. Es kommt die Zeit “zwischen den Jahren”. Unseren Vorfahren galt die Zeit zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar heilig. Es war Ruhezeit. Die Fehde hatte zu ruhen und kein Gericht durfte gehalten werden. So wie es durch die Jahrhunderte geworden ist, ist es trotz aller Überlagerungen und Durchsetzung mit fremden Geistesgut doch immer in seinem Grundgehalt ein deutsches Fest geblieben, mochte auch die (jüdisch-christliche) Kirche den altüberlieferten Bräuchen und Brauchtumsgestalten andere, ihren Lehren passende Namen und Ausdeutungen geben. Dem Missbrauch der weihnachtlichen Sinnbilder und des Weihnachtsbaumes zu Reklamezwecken sowie der Häufung der Weihnachtsfeiern und der damit verbundenen Verfälschung des artgemäßen Festgehaltes muss jedoch Einhalt geboten werden.

 

Die gleiche Festzeit begegnet uns bei den anderen indogermanischen Völkern, bei Indern, Iranern, Griechen und Römern mit ähnlichem Gehalt schon in vorchristlicher Zeit. Aus all dem erkennen wir, dass das Weihnachtsfest begründet ist im Lauf der Gestirne, wie ja auch das Osterfest nicht durch den Tag der Auferstehung Jesu, sondern nach dem Wechsel der Monde und dem Frühlingsstand der Sonne bestimmt wird. Weihnachten ist seinem Ursprung nach ein echtes Jahreszeitenfest und sehr viel älter als die jüdisch-christlichen Kirchen und Lehren. Die indogermanischen Völker nordischer Rasse kannten die Feier der Wintersonnenwende und feierten sie sinnbildlich als das Ereignis der jährlichen Wiedergeburt ihrer Sonnengottheiten. Bei Germanen, wie Iranern war der Neujahrstag das Hauptfest und fiel mit der Wintersonnenwende zusammen. Die Wiederkehr des Sonnenlichtes wurde im Norden mit Höhenfeuern angekündigt. Man drehte Räder solange um die Achsenwelle, die mit leichtbrennbaren Stoffen umgeben war, bis aus ihr ein Funke sprühte und zur Flamme ward. Wir wissen aus Urkunden, dass in Rom der Papst Julius, der von 337 bis 352 residierte, den Entschluss fasste, das in Rom übliche Wintersonnenfest und das Fest der Geburt des Sonnengottes Mithras, die am 25. Dezember gefeiert wurden, durch ein christliches Fest zu ersetzen. Er erklärte den 25. Dezember als den Tag der Geburt Christi.

 

Gerade das, was unsere Phantasie seit Kindheitstagen zur Weihnachtszeit erfüllt, was uns lieb und wert ist am Weihnachtsfest, was wir nie missen möchten, ist nicht kirchlichen, sondern völkischen Ursprungs Was wissen wir über den Weihnachtsbaum? Fest steht, dass er nicht mit dem Christentum in die deutschen Lande einzog, sondern von der Kirche zu alle Zeiten als heidnischer Brauch verfolgt wurde. Die ältesten deutschen Urkunden, die den Weihnachtsbaum erwähnen, sind Ratsverordnungen, die das Ausputzen der Stuben mit Tannengrün und Bäumen verbieten.

 

 

Hochzeits-Ritual

 

Heidnisches Handfasting:

 

Die Anwesenden teilen sich in Innen- und Außenkreis. Die Personen im Innenkreis sind direkt energetisch am Ritual beteiligt, wer im Außenkreis steht, ist “nur” Zuschauer.

 

Benötigte Hilfsmittel: rote Schärpe, Feuerschale, 2 Kelche oder Hörner mit Hochzeitsmet, Apfelsaft, Räucherschale, Kerzen, Kerzenständer, Dolch, Wasser, Salz, Räucherung, Kekse

 

Benötigte Personen: Priesterin, Feuerwächterin, Maiden, Kreiswächter, Barde, Trommler

 

Ablauf:1. Ziehen des Kreises mit Anschlusswert. “Der Kreis ist geschlossen. Wir sind zwischen den Welten, jenseits der Grenzen der Zeit, wo Tag und Nacht, Geburt und Tod, Freude und Trauer eins sind.” 2. Segen und Reinigung des Kreises durch die Geister. 3. Der Kreiswächter öffnet eine Pforte, das Brautpaar zieht in den Kreis ein. Priesterin und Brautpaar bilden das Zentrum des Kreises. Der Kreiswächter schließt die Pforte. 4. Reinigung und Segnung des Brautpaares. 5. Anrufung von Gott und Göttin ohne spezielle Namensnennung. 6. Frage: willst du … zu deinem Gefährten? 7. Binden der Schärpe; Gehört und bezeugt. 8. Energie von Gott und Göttin auf das Brautpaar übertragen, Segen für die Verbindung. 9. Das Brautpaar schreitet drei Mal um das Feuer, während die Priesterin Kekse und Wein weiht. 10. Brautpaar erhält zuerst Kekse und Wein, verteilt dann die Kekse, der Wein (bzw. Saft) geht im Kreis herum. 11. Aussegnen des Kreises, Dank an Geister und Gottheiten. 12. Gäste gehen, Brautpaar bleibt noch allein (mit Wächter) im Kreis zurück… 13. Auflösen des Kreises

 

Samhain – Halloween Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November. Es ist ein Totenfest, an dem man den Ahnen gedenkt. Zu Samhain öffnet sich die Unterwelt und die Geister der Ahnen erwachen.

 

 

01.11.Winteranfang.

 

 

Die Germanen dachten damals, dass die Natur stirbt. Deshalb wird den Ahnen, Göttern und den Toten gedacht, indem sie Opfer brachten. Sie schmückten die Gräber mit Getreide, Nüssen und anderen Sachen. Es wurden keine menschlichen Opfer gebracht, hingegen aller Behauptungen. Die Krieger in Walhalla wurden gerufen, um in der bevorstehenden Götterdämmerung (Kampf der Götter mit den Riesen) auf Seiten der Götter zu kämpfen.

 

Bräuche, Sagen und Legenden, die dieses Fest begleiten:

 

Man stellt eine Kerze ins Fenster, damit die Geister der Toten sich nicht verirren und den Weg nach Hause finden.

 

Wasser und ein Stück Brot wird für die Ahnen an die Türschwelle gestellt.

 

Um Schutz vor umherirrenden Geistern zu bekommen, die verwirrt auf der Suche nach ihrem Zuhause sind, entstand der Brauch gruselig verkleidet umher zu ziehen. Auch bei den Germanen findet man zeitgleich die Verkleidung wieder: am 11.11. beginnt Fasching.

 

Wasserweihe–Germanische Sitten und Bräuche versuchte man während der sog. Missionierung durch Zwangsumsiedelungen, Gesetze, Verbote und strengste Strafandrohungen, bis meistens hin zur vollzogenen Todesstrafe, auszurotten.

 

Gebräuche waren tief verwurzelt mit der Seele des germanischen Menschen und konnten deshalb selbst durch Gewalt kaum und selten vernichtet werden. Die christlichen Missionare haben darum aus taktischen Gründen die germanischen Bräuche umgewertet und teilweise sogar übernommen.

 

Eines dieser Rituale ist die Taufe – die heidnische Wasserweihe.

 

Alternative Bezeichnungen: Lebensleite, Lebensweihe, Kindesweihe, Namensgebung

 

Dieses Fest entspricht der christlichen Taufe. Nur wird dabei das Kind nicht einer religiösen Organisation “vermacht”, sondern es erhält seinen (aussagekräftigen) Namen und wird in die Sippe aufgenommen. Hier liegt das germanische Verständnis zugrunde, dass ein Kind, das schon geboren ist, solange nicht zur Sippe gehört, bis es offiziell vom Vater in diese aufgenommen wurde. Traditionell hat man 9 Tage Zeit. Aus der Wikingerzeit wissen wir, dass die Mutter das Kind nach der Geburt dem Vater brachte, der es auf Gesundheit beurteilen musste und es annehmen oder ablehnen konnte. Kranke oder behinderte Kinder wurden damals durchaus ausgesetzt, was aber nicht zwingend war. Der Vater entschied darüber, aber das Aussetzen war nicht mehr erlaubt, wenn das Kind bereits Nahrung zu sich genommen hatte. Gundarsson beschreibt ein modernes Kindesweihesritual, das aber noch die mögliche Aussetzung des Kindes in den gesprochenen Worten führt. Auch heute noch ist es ein schöner Brauch, wenn das Sippenoberhaupt (zumindest aber der Vater), das Kind in einem kleinen Ritual in die Sippe aufnimmt. Die Weihung mit Wasser scheint üblich gewesen zu sein, so wie auch die Christen mit Wasser taufen, wobei die Christen den Täufling komplett unter die Wasseroberfläche tauchten, während die heidnische Wasserweihe ein Besprengen mit Wasser meint. Wasser (hier mit der Rune Laguz identifiziert) steht für Reinigung. Dazu schreibt Oertel: “Dass die Wasserweihe bei Neugeborenen ein heidnisches Ritual ist, wird zunächst am indoeuropäischen Vergleichsmaterial klar, zweitens an den komplizierten Rechtsfolgen des Ritus … und drittens haben wir eine sehr unverdächtige Quelle in einem Brief Papst Gregors d. Gr. an Bonifatius, in dem über das Faktum einer bei den germanischen Heiden praktizierten ’Taufe’ lamentiert wird.”Die Wasserweihe wird auch in Rigsmal (Rigsthula) 7 und 21 erwähnt. Zum Namen: Anhänger der Alten Sitte sollten überlegen, dem eigenen Kind einen Namen germanischer Herkunft zu geben. Früher war es wohl üblich, den Namen erst spät zu vergeben. Man beobachtete das Kind erst gründlich und versuchte, aus seinem Verhalten einen passenden Namen zu erschließen. Das ist heute aus meldepflichtigen Gründen nicht mehr möglich. Also sucht man vorab einen Namen. Schön ist es auch, Namen verstorbener Sippenmitglieder zu vergeben. Damit lebt ein beliebtes, wertvolles Sippenmitglied in dem Kind und in der Sippe weiter (s. auch Ausführungen zu Tod und ’Wiedergeburt’). Alternativ kann man das Kind mit einem Namensteil seiner Schutzgottheit benennen, bei Thor z.B. T(h)orste(i)n oder Thorwald. Man kann auch zwei oder mehrere Namen vergeben (z.B. einen “weltlichen”, will heißen modernen, und einen “religiösen”, so dass das Kind später selbst wählen kann, wann es wie genannt werden möchte. Aus dem bisher geschriebenen ergibt sich nun, dass man sich ein Ritual ausdenkt, das idealerweise in der Natur an einem See oder kleinen Bach stattfinden sollte. Man ruft die Götter an, bittet sie um Schutz der Familie / Sippe, opfert ihnen. Es ist unter Umständen auch angebracht, an dieser Stelle noch einmal den Nornen bzw. der Norne zu danken, die zur Geburtsstunde des Kindes anwesend war. Man kann eine spezielle Gottheit um den Schutz für das Kind bitten. Dann taucht der Vater das Kind ins Wasser und nimmt es mit einem formellen Spruch in die Sippe auf. In diesem wird auch der Name des Kindes genannt und vielleicht auch kurz erklärt. Es kann auch Sinn machen, die christliche Sitte des Taufpaten, hier Treumund genannt, aufzunehmen. Da ursprünglich die ganze Sippe hinter einem Neugeborenen stand, war das in historischer Zeit nicht wichtig. Vielleicht ist es gerade der sippenzerreißende Einfluss des Christentums, der die Institution Pate notwendig machte. Natürlich kann es heute vor dem Hintergrund einer meist fehlenden, heidnischen Sippe als Stütze sinnvoll sein, einen heidnischen Treumund für das Kind auszuwählen, der einspringen muss, wenn die Eltern nicht mehr für das Kind sorgen können.

 

Sommersonnenwende oder wie die Christen den Heiden das Feuer stahlen…

 

Die Sommersonnenwende ist der Beginn des Sommers und wird seit jeher von den Menschen als mystischer Tag betrachtet oft begleitet von religiösen Riten. Hoch oben im Norden, wo im Sommer die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (Weiße Nächte), sind Sonnenwendfeiern ungemein wichtig. Zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende (lat: Solstitium) auch Mittsommernacht genannt um den 21. Juni, steht die Sonne scheinbar direkt senkrecht über dem nördlichen Wendekreis der Erde. Zum Zeitpunkt der Sonnenwende steht die Sonne als Element des Feuers astrologisch im Zeichen des Krebses. Das Ritual der Sonnenwende beinhaltete in früheren Zeiten eine zwölftägige Festzeit, was die hohe Bedeutung dieses Festes nur unterstreicht. Große Sonnenwendfeiern finden jährlich in Stonehenge und an den deutschen Externsteinen statt.

 

Die Nacht der Sommersonnenwende ist die kürzeste im Jahr. Ab hier werden die Nächte wieder länger und die Tage dementsprechend kürzer, bis zum Fest der Wintersonnenwende.

 

Das Feuer stellt die Mitte des Platzes da, um das dreht sich alles. Dazu kommt als äußere Begrenzung der Schutzkreis, der je nach Geschmack und Empfinden verschieden dargestellt oder gedacht werden kann. Wichtig ist aber auch die sogenannte “Heilige Mitte”. Die Heilige Mitte ist ein Kreis mit Gegenständen und Symbolen und wird teils auch individuell ausgestaltet. Grundlage dafür ist ein rundes Tuch oder Laken (vorzugsweise eine Tischdecke) der Farbe Rot. Das Ganze kann auf einem Altar oder dem Boden ausgestaltet werden. In der Mitte dieses Tuchs wird eine Kerze aufgestellt, bei den Hexen ist es meistens eine weiße Altarkerze. Drumherum werden Kreise mit Bändern, Blumen, Kräutern und persönlichen Gegenständen gelegt. Sehr schön machen sich nach natürlich Rosen oder Rosenblätter. Aber auch eigens hergestellter Schmuck oder Gebäck kann verwendet werden. Formen der Spirale gehören zur heiligen Mitte dazu. Die Sonnenwende ist Anlass, um seine Wünsche zu äußern und seine Untaten zu vergessen. Die Sonnenwende soll auch für uns eine Wende sein in der wir die Missstände vergessen und der Zukunft optimistisch entgegensehen. Das wiederrum hat nichts mit Beichte oder Ablegung von Sünden zu tun. Jeder hat seine persönlichen Hoffnungen und Ziele und damit auch Dinge, die ihn bei der Verwirklichung dieser Ziele im Weg stehen. Doch am Sonnenwendtag werfen wir alles von uns. Zum Bitten und Empfangen gehört natürlich auch das Danken und dafür gibt es das Feueropfer, das in verschiedener Form dargebracht wird. Kränze aus Kräutern, persönliche Gegenstände und Schriftstücke, die wir ins Feuer werfen, sollen uns von den Lastern befreien und die “Wende” in unserem Leben einleiten. Zu alle dem gehört auch der Sprung übers Feuer. Wie schon in der Beschreibung des Beltane-Festes erwähnt, ist der Sprung über das Feuer eine symbolische Handlung. Paare springen gemeinsam über das Feuer und es gilt dabei besonders für die Bekräftigung der Verlobung. Der Sprung soll die Zukunft beider stärken und die Treue beweisen. Beim Sprung gilt aber für jeden, dass er sich hierbei etwas wünschen soll. Es gibt nur noch ein paar wenige alte Traditionen, die bis heute fortgesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel das Räderrollen. Ein altes Wagenrad wird in der Mitte mit einem langen Rundholz versehen und rundherum mit einem klebrigen Material eingepinselt. In den Zwischenräumen der Speichen wird Stroh angebracht und damit wird das Rad zu einer runden “Fackel”. Das Stroh wird angezündet und an der Achsstange von zwei Mann das Tal hinunter gejagt. Dies ist auch ein alter Fruchtbarkeitsbrauch und erinnert an den Sonnenlauf. Dazu muss ich sagen, dass dieser Brauch ein großes Wagnis darstellt, da der brennende Gegenstand auf freiem Feld schnell einen Flächenbrand auslösen kann und der Funkenflug nicht kontrollierbar ist. Ein bereits schon genannter Aspekt der Sonnenwende ist die Fruchtbarkeit, die durch bestimmte Rituale verstärkt werden kann. Viele Frauen, die schwanger werden möchten sollen in dieser Nacht möglichst wenig bekleidet durch einen Kornacker gehen und an das zukünftige Baby denken. Der Kinderwunsch wird hiermit unterstützt. Natürlich sollte man mit solchen Unternehmungen in unserer Zeit sehr vorsichtig sein, den Gefahren lauern überall. Also lieber einen einigermaßen gewohnten und sicheren Platz dafür aufsuchen und möglichst nicht alleine. Für das Festessen sollte man sich schon ein wenig Mühe geben. Ein selbstgebackener Kuchen und ein Flasche Wein sind ein Bestandteil des Festes. Gebäck jeglicher Art ist hierbei ohnehin nicht verkehrt. Alles andere sollte man nach den Vorlieben der Gäste ausrichten.

 

Wie man sich vorstellen kann, war auch dieses Fest der christlichen Kirche ein Dorn im Auge und musste selbstverständlich christianisiert werden. Hierzu bot es sich an, das Fest der Geburt von Johannes dem Täufer auf die Zeit der Sommersonnenwende zu legen. So wird schon seit frühchristlicher Zeit das Johannisfest am 24. Juni gefeiert und enthält natürlich viele heidnische Elemente. Das Johannisfeuer, Scheibenschlagen, das Feuerrad und der Tanz sind unweigerlich uralte völkische Bräuche. Die Johannisnacht hat aber auch eine ganz andere Bedeutung: Die Hexen sammeln in dieser Nacht das Johanniskraut, ein wichtiges Heilmittel, das an Seen und Quellen niedergelegt wird.

 

Handfasting – die Hexen-Hochzeit ist etwas ganz Besonderes – die Liebe ist etwas ganz Besonderes. Der schönste Grund, sich im Rahmen eines Rituals aneinander zu binden. Eure Wünsche und Träume für diesen schönsten Tag möchten wir für Euch erfüllen. Wir begleiten Euren Start in ein Leben zu Zweit voller Glück und Harmonie mit unserer Magie.

 

„Gut Ding will Weile haben“ – darum brauchen wir ein wenig Vorbereitungszeit – gemeinsam mit Euch.

 

Auch für uns ein wunderbares Erlebnis, zu sehen, wenn Eurer Liebe Flügel wachsen.

 

Kinderwunsch

 

Göttinnen und Götter waren zu allen Zeiten die Versinnbildlichung der Schöpfung und Fruchtbarkeit. Der Wunsch nach einem Kind ist tief in uns verwurzelt. Die gesamte Bandbreite der Natur hat im Grunde nur ein Programm: Fortpflanzung. Was liegt daher näher, Dich mit einem Natur-Ritual an die Schöpfung zu wenden. Wir können mit Dir in der überlieferten Weise und der Unterstützung unserer Magie Deinen Wunsch auf die richtige „Frequenz“ einstellen.

 

Gesundheit

 

Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Das Gesundheits-Ritual kann Deine Selbstheilungskräfte entscheidend verstärken. Es ersetzt jedoch in keinem Fall die kompetente Hilfe durch einen Arzt oder anderes Fachpersonal .Dein Wohlbefinden liegt uns am Herzen. Die positive Einstellung zu Dir und Deinem Umfeld ist der richtige Weg. Die Magie und das entsprechende Ritual wollen Dir dabei helfen. Sieh uns aber nicht als den berühmten „rettenden Strohhalm“. Wir wollen die Kräfte wecken, die Dir innewohnen und die Dein Leben wieder schön und erfüllt machen.

 

Liebe und Glück

 

Die Liebe ist eine Himmelsmacht! Wenn wir verliebt sind, wissen wir wie Wolken schmecken und hören Schmetterlinge lachen. Die Liebe vermag Alles. Doch was, wenn man unglücklich verliebt ist oder die Liebe dem Alltag zum Opfer fällt? Dann versuchen wir ihr gemeinsam wieder auf die Sprünge zu helfen. Freu Dich auf das wundervolle Gefühl zu leben und geliebt zu werden. Entfache mit uns das Feuer der Herzen. Genieße es, glücklich zu sein.

 

Erfolg und Wohlstand

 

Erfolg macht erotisch! Das ist nur ein wichtiger Aspekt dieses Themas. Es ist unser aller Geburtsrecht wohlhabend und erfolgreich zu sein. Das Universum hält in seine Überfülle für uns Alle genügend davon bereit. Du musst nur daran glauben, dass alle Deine Wünsche Realität werden. Mit einer negativen Grundeinstellung wirst Du die Erfolgsleiter nicht erklimmen. Wenn Du bereit bist, Deinen Erfolg und Reichtum so einzusetzen, dass Du niemandem schadest, dann wollen wir Dir gern auf diesem Pfad zu Seite stehen.

 

Schutz

 

Der Schutz von Leib und Leben, Familie, Hab und Gut, ist ein Grundbedürfnis. Es werden Versicherungen abgeschlossen, Alarmanlagen eingebaut usw. Wie wäre es denn, wenn Du Dich der kosmischen Mächte zu Deinem Schutz versichern könntest? Auch hierfür gibt es die entsprechenden Rituale, die wir gern für Dich zelebrieren. Der Schutz Deiner Kinder ist uns besonders wichtig. Sie sollen geliebt und behütet aufwachsen. Ein Amulett und die Magie könne viel dazu beitragen, das Leben entspannt zu genießen.

 

Geburtstag

 

Es ist uns ein Anliegen, Deinen Geburtstag oder den Deiner Lieben, zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen. Deine Wünsche und die Deiner Gratulanten können wir durch unser Ritual verstärken und kanalisieren. Sei gewiss, dass Dein Wunsch mit unserer Unterstützung den richtigen Adressaten findet. Dieser Jahrestag kann kaum feierlicher und intensiver erlebt werden, als in einem Ritual.

 

Taufe, Schulanfang, Schulabschluss und vieles mehr

 

Zu vielen Anlässen und Lebensabschnitten wünscht man Glück. Oft ist das schnell wieder vergessen, weil man meint, es sei nur so dahingesagt. Wenn Du einen dauerhaften Eindruck dieser Wünsche in Dein weiteres Leben mitnehmen möchtest, sollten sie eindringlich und in einem besonderen Rahmen vermittelt werden. Das Ritual ist auch hier das Mittel der Wahl. Verbunden mit Deinen Vorstellungen manifestieren wir die Glückwünsche und schenken Dir eine liebevolle und intensive Erinnerung an diesen Tag.

 

Die Hexenfeste

 

Die Festtage der christlichen Religion sind von alters her die eigentlichen großen Hexenfeste, ebenso resultieren viele kirchliche Rituale aus dem Germanischen und Keltischen.Sechs hohe Feiertage sieht der Hexenkalender vor:

 

Beltane

 

Am 30. April vereinigt sich die große Göttin Diana mit dem Gott Karnayna. Jedes Jahr aufs Neue wird symbolisch der Beginn von Liebe und Fruchtbarkeit gefeiert.

 

Sommersonnenwende (Litha)

 

Die Sonne steht am 21. Juni im Zenit. Als grünt und blüht, Mutter Natur zeigt ihr allerschönstes Gesicht. Grund genug, zu feiern und teilzuhaben am Reichtum der verschwenderischen Fülle.

 

Lammas

 

Das Fest des Überflusses in der Natur wird am 2. August begangen. Habondias, die keltische Göttin des Reichtums, lässt die Feldfrüchte reifen, der Sommer strebt seinem Höhepunkt zu. Die Pracht und Herrlichkeit wird in unserem Litha-Ritual gepriesen und gedankt für Wohlstand, Gesundheit und alle glücklichen Umstände.

 

Herbstäquinoktium

 

Das Erntedankfest im Wicca, die Herbst-Tagundnachgleiche, begehen wir um den 23. September herum. Bei diesem Ritual bringen wir unsere große Dankbarkeit zum Ausdruck. Auch für die vor uns liegende Zeit der Kälte und Dunkelheit bitten wir um Schutz und Hilfe.

 

Samhain

 

Unser Hexenjahr geht zu Ende. Wir feiern am 31. Oktober den Jahresbeginn. Außerdem wird an Samhain der Ahnen gedacht. Manchmal kann sogar eine Verbindung zum Jenseits hergestellt werden. Ein Resümee unserer Taten sollte auch nicht fehlen.

 

Wintersonnenwende (Jul)

 

Am 21. Dezember siegt die Dunkelheit über das Licht. Jedem Ende wohnt jedoch ein neuer Anfang inne. Nun werden die Tage wieder länger. Wir wissen schon jetzt, dass wir uns auf neues Leben und Licht freuen dürfen. Der ewige Kreislauf von Hell und Dunkel, Gut und Böse. Für uns bedeutet es, unsere Spiritualität zu aktivieren. Die Göttin Lucina ist dabei an unserer Seite.

 

Die Rauhnächte- die heiligen Weihenächte Die Zeit des Wandels und des Schicksals

 

Auch wenn wir die christlichen Feste jedes Jahr feiern, wird sich nichts verändern. Wir sollten bedenken, dass fast alle christlichen Feste letztendlich an die großen, kosmischen alten Feste der Verbindung zwischen Mutter Erde und der Natur eingebunden waren und heute auch noch sind. Die Rauhnächte bieten uns die Gelegenheit die Rückverbindung mit den Ahnen und Mutter Erde zu erfahren. Wir befinden uns heute an einem Spirituellen Wendepunkt, an dem wir alte Bräuche neu und finden auch die Zusammenhänge für das Zusammenspiel zwischen dem heutigen Christentum sowie den alten Bräuchen und Riten entdecken. Dies ist heute wichtiger denn je, denn wir haben uns von Mutter Erde entfernt und entfremdet. Obwohl Mutter Erde uns trägt und versorgt, mit allem was wir brauchen.

 

Die Rauhnächte sind die alten heiligen Nächte in denen Raum und Zeit nicht existiert.

 

Sie sind heilig, mächtig, magisch und gefährlich zugleich. Hier wird das Schicksal für das weitere Leben neu gewandelt und ausgehandelt. Viele Rituale und Bräuche aus der alten Zeit, des keltischen Ursprungs, waren durch die Druiden darauf ausgerichtet, Mut zu machen, zu schützen, aufzulösen, Hoffnung zu geben und Kraft zu tanken, Naturgewalten und Götter gnädig zustimmen. Man war früher sehr eng mit der Natur, Mutter Erde und Ihren Göttlichen Wesen verbunden, der Schleier zur „anderes Welt“ war sehr dünn.

 

Mit der Verbreitung des Christentums wurde den alten Bräuchen ein neues Outfit gegeben, so dass das Volk seine alten Riten nicht unbedingt aufgeben musste und sich besser mit dem Christlichen Glauben identifizieren konnte. Sich heute mit der Natur, den Ahnen zurück zu verbinden und mit dem alten Glauben in Verbindung der schönen Riten aus dem Christentum, ist auch Religion. Zeitqualitäten und Notwendigkeiten sind an keine feste Religion gebunden, sie sind Religion. Alt mit neu vermischt.

 

Es wurde zum Beispiel aus dem alten Dunkelheitsfest Samhain Nacht vom 31. Okt auf den 1 November, im Christentum Allerheiligen. Es war und ist ein Fest, der Ahnen zu gedenken. Im alten Brauchtum die besondere Nacht der Geister, in der die Toten mit den Lebenden kommunizieren und ihr altes Wissen weiter geben um die Lebenden und die Ahnen zu ehren. Gleichfalls ist es die Einleitung und Vorbereitungszeit auf den Winter.

 

Für Magier oder Hexen ist es gleichzeitig der Abschluss des Jahres. Also sozusagen Silvester, an dem das alte Jahr abgeschlossen wird und die Ahnen oder Götter angerufen werden. Ritualgegenstände werden neu aufgeladen usw.

 

Man kann die alten Riten mit dem Christlichen Allerheiligen sehr gut verbinden.

 

Es gibt sehr viele verschiedene Rituale welche an diesen Tag/ Nacht durchgeführt werden können. Diese Rituale können sein:

 

- stille Meditation und Gedenken an die Toten in Dankbarkeit

 

- Opfergaben, Blumen, Kerzen und Weihung sowie Segnung der letzen Ruhestätte

 

- Alle Räume mit Weihrauch ausräuchern, eine Kerze ins Fenster stellen, um den Ahnen den Weg zu weisen.

 

- Errichten eines kleinen Altares in den Farben rot und schwarz, als Opfergaben Granatäpfel, Kürbisse, Äpfel, Nüsse mit Bild des Ahnen. Opferkerze und Weihrauch

 

Man entzündet die Kerze und den Weihrauch zu Ehren des Ahnen, bittet um den Kontakt. Man blickt dabei direkt in die Kerzenflamme und ruft den Ahnen direkt über den Weihrauch an.

 

Man bittet den Ahnen um Geistige Führung, Klarheit und Weisheit. Hält Zwiesprache mit Ihm. Entlässt diesen wieder und schickt ihn zurück ins Licht.

 

Auch gut wenn dieser erst vor kurzen Verstorben ist. Danken Sie ihm für die Bereicherung in Ihrem Leben, entlassen Sie ihn, in Liebe und Harmonie und schicken Sie ihn gezielt ins Licht.

 

- Achten Sie an diesem Tag auf Kleinigkeiten, auf alles was Ihnen auffällt. Auf Eingebungen evtl. Gespräche die Sie im Geiste führen, denn auch die Ahnen versuchen Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Welche Botschaften haben Sie empfangen.

 

Schreiben Sie sich das auf.

 

Die Tore der Anderswelt sind nicht nur für die Ahnen geöffnet. Es sind viele Engel und Lichtwesen unterwegs. Also auch eine besondere Nacht für den Engel und Erzengelkontakt, bitten Sie für sich selbst und für die Ahnen um Segnung, Göttliche Führung und Geleit, sowie um Schutz, oder die Kirche zu besuchen.

 

Ich wollte Ihnen kein klares Ritual vorgeben, denn den Umgang mit den Ahnen und diesem mächtigen Gedenktag, möchte ich jedem selbst überlassen. Von daher auch nur die Vorschläge. Zum Abschluss gebe ich Ihnen noch einen Vorschlag für eine Räuchermischung für die Ahnen zum Räuchern.

 

1 Teil Weihrauch hell, 2 Teile rote Rosenblüten 1 Teil Lavendel und / oder ½ Teil Sandelholz.

 

Die Wintersonnwende, auch Mittwinter/ Julnacht 21/22. Dezember genannt, ist die dunkelste und längste Nacht des Jahres. In den frühen germanischen Zeiten nannte man diese Nacht auch „Mutternacht“, oder Alban Arthuan Fest (Licht des Arthurs), welches 3 Tage gefeiert wurde. Die 3 Nächte nannte man auch die heiligen Mutternächte, in denen bis zu den 24 Dezember das strahlende Kind des Lichtes aus dem Schoß der Mutter Erde, der großen Göttin wiedergeboren wird. Das neugeborene Licht im Mutterschoß muss wohl gehütet werden, damit es in diesen 3 Tagen stark genug wird, um am 24. Dezember wiedergeboren zu werden.

 

Je nach Brauchtum und Region variierte die Anzahl der Winter-Rauhnächte ab der Wintersonnwende am 21 Dezember oder dem 24. Dezember bis zum 2 Januar oder 6. Januar. Viele von den Bräuchen überlebten teilweise bis heute, da Sie in die Christenfeste mit eingebunden wurden. Sie gerieten nur in Vergessenheit und wir haben diesen eine andere Bedeutung beigemessen.

 

Die Rauhnächte sind die Nächte zwischen den Zeiten. Raum, Welt und Zeit existiert nicht. Die Tore zur anderen Welt stehen weit offen. Es ist die Zeit der Rückverbindung zu den Ahnen, die Verbindung zu den Lichtwesen, Engeln, Erzengeln und der Götter. Es ist die Zeit der Orakel, Weissagungen, Vertreibung, der Auflösung, und des Neubeginns, die Zeit sein Schicksal neu zu gestallten.

 

Bei den alten Druiden war dies die Zeit der mächtigen Rituale. Denn Rituale in dieser Zeit gewirkt, sind besonders stark und wirkungsvoll. Begehen Sie die Rauhnächte wachsam und vorsichtig, denn Sie beherbergen das ganze kommende Jahr in sich. Man ist selbst verantwortlich dafür, welche Weichen man in den Nächten des zukünftigen Schicksals stellt.

 

Im 8.Jahrhundert, unter Karl dem Großen (742-814 nach Christi) wurde diese Geburt zu unserem heutigen christlichen Weihnachtsfest, der Geburt Gottes Sohns. Wiederkehr des heiligen Lichtes, welches für Hoffnung, Wiederkehr, Sieg, Befreiung und Erlösung steht.

 

Die alten Feste und Rituale der Druiden wurden unter seiner Herrschaft verboten.

 

Eine Rauhnacht wird immer von Mitternacht bis Mitternacht des nächsten Tages gerechnet. Es gibt hier verschiedene Sichtweisen. Hier nun die Variante mit der ich gerne arbeite:

 

Von 21. Dez bis einschl. 23. Dez. Auflösung- Reinigung- Schutz für die weiteren Rauhnächte mit einer speziellen Kräutermischung.

 

Die folgenden Nächte und Uhrzeiten stehen für die folgenden Monate im nächsten Jahr:

 

24.12. / 25.12. von 0,00 - 2,00 Uhr , Januar : Glück, Aufbruch.

 

25 / 26.12.von 2 - 4,00 Uhr, Februar: Klarheit, Besinnung und Umbruch.

 

26 / 27.12 von 4 - 6 Uhr ,März: Auflösung von Streitigkeiten, Schutz und Verzeihung.

 

28.12. / 29.12. von 6 - 8,00 Uhr ,April: Transformation ,Wunscherfüllung.

 

29./30.12. von 8,00 - 10,00 Uhr ,Mai: Vertrauen, Freundschaft und Liebe.

 

30/ 31.12. von 10,00 - 12,00 Uhr, Juni: Versöhnung, Aussöhnung, Verzeihens.

 

31. 12/ 1.1. von 12,00 - 14,00 Uhr ,Juli: Freiheit, Neubeginn.

 

1.1. / 2.1. von 14,00 - 16,00 Uhr, August: Fülle, Göttlicher Reichtum und Ernte.

 

2.1 / 3.1. von 16,00 - 18,00 Uhr ,September: Erdung, Geborgenheit.

 

3.1. / 4.1. von 18,00 - 20,00 Uhr ,Oktober: Hoffnung.

 

4.1 / 5.1. von 20,00 - 22,00 Uhr, November: Liebe, Verzeihen und Aussöhnung.

 

5.1./ 6.1. von 22,00 - 0,00 Uhr ,Dezember: Schutz, Transformation für das ganze Jahr.

 

Die Engel und Erzengel sind uns in dieser Zeit sehr, sehr nahe. Ich habe Ihnen ein mächtiges Komplett-Ritual mit den Engeln für die Zeit der Rauen-Rauhnächte vom 21.12 bis 6.1. , mit naturreinen Kräutern, Harzen , Kerzen und den Ölen zusammengestellt.

 

Dies war ja eines der wichtigsten Feste überhaupt und vielleicht kann man seine Bedeutung ein bisschen aus dem Folgenden erkennen. Kennzeichnet Samhain im Keltischen Kalender den Beginn des Winters und den Tod des Jahreskreis-Königs, so bedeutet Beltane der Beginn des Sommers. Und so wie Samhain ein Fest des Todes und der Toten und Ahnen ist, so ist Beltane ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Vereinigung, der Zeugung und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter.

 

Jahrestag und Jahresnacht

 

Die Kelten nannten das Sommerhalbjahr auch "Jahrestag" und das Winterhalbjahr "Jahresnacht". Wie stark musste sich in diesen Menschen die Wirkung der Sonne ausgedrückt haben. Der Winter, der viel mehr wie heute gekennzeichnet war von Kälte, Hunger, Krankheiten und Tod. Eine gefährliche Jahreszeit, die mit viel Angst verbunden war. Dann der Sommer mit seiner lebenspendenden Sonne, der Wärme, seinen vielen Früchten . Da kann man sich vielleicht noch vorstellen, welches Glück und welche Freude die ersten Sonnenstrahlen und der Beginn des Frühjahrs und Sommers für diese Menschen brachten. Bedeuteten sie doch, dass das Leben weiterging. Dass man sozusagen überlebt hatte. Das war wie ein Wunder.

 

1. Mai

 

Mit dem 1. Mai beginnt bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war. Der 1. Mai liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende. Beltane wurde früher wohl am nächstgelegenen Vollmond, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert.

 

Namensbedeutung von BEL-TANE

 

Beltane war das Fest der "Strahlenden Sonne". BEL bedeutet strahlend, leuchtend, glänzend. TENE oder auch TEINE ist das "Feuer". Der keltische Sonnengott trägt den Namen "Belenus", "Bel", "Bal".

 

Heilige Hochzeit

 

Beltane war das Fest der großen Vermählung oder auch Heiligen Hochzeit, der Götterhochzeit Hieros Gamos, der Vermählung von Himmel und Erde. Und im kleineren Maßstab die Vermählung von König und Königin, König und Land. Denn die Königin war immer schon die Repräsentantin des Landes, der Erde und des Volkes. In den germanischen Bereichen ist diese Götterhochzeit überliefert in der Brautwerbung Odins um die Himmelsherrin Freya.

 

Dionysos-Kult

 

Auch im griechischen Dionysos-Kult sehen wir das deutlich. Im Zentrum stand der Zeugungsakt, der Voraussetzung für die Entstehung neuen Lebens war, Voraussetzung auch für die Auferstehung, für die Wiedergeburt. Dionysos verdankt sein Leben der großen Götterhochzeit, wie sein Name besagt: Dionysos heißt "Sohn Gottes" von DIOS = "Gott" und NYSOS = " Nachfolger, Frucht, Sohn, Erbe". Seine Mutter war SEMELE, eine phrygische Göttin, deren Name "Erde" bedeutet. Dionysos war demnach der Sohn Gottes und der Erde. Sein Name stand für die mystische Vereinigung, für das rauschhaft-erotische Treiben, das alle Frühlingsfeste in allen Kulturen ausmacht. Auch die Iren hatten einen solchen Mythos, wo Gott Dagda (= Großer Gott/Sonne) und Morrigain = Morgana (= Große Königin/Erdmutter) sich in der Heiligen Hochzeit vereinten. Ihre geschlechtliche Vereinigung fand unter der Erde statt in einem Dolmen Irlands, der heute noch als das "Bett der Gatten" bezeichnet wird. Der Sonnenstrahl, der in die Erde eindringt und dort neues Leben zeugt und die Erde befruchtet.

 

Jahreskönig

 

Vom Jahreskreislauf her ist es so, dass der Jahreskönig, der an Jul = Wintersonnwende (heute auf Weihnachten verschoben) geboren wird, bis zu Beltane zum Jüngling herangewachsen ist und seine Königswürde einfordert. Das wird in vielen alten Ritualen dargestellt, wo der junge Königsanwärter sich beweisen muss, indem er z.B. den mächtigsten Hirsch im Wald erlegt und damit seine Stärke beweist. Dieses Ritual wird wunderbar in dem Buch "Die Nebel von Avalon " von Marion Zimmer-Bradley beschrieben. Es gibt heute noch in vielen Gegenden sogenannte "Hirschwiesen", die auf dieses alte Ritual hinweisen.

 

Maibräuche:

 

Maibaum

 

Zu den wichtigsten Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben, gehört die Aufstellung des MAIBAUMS. Während heute nur noch im Dorfmittelpunkt oder an einem besonderen Platz dieser Maibaum aufgestellt wird unter ganz besonderen Feierlichkeiten, gab es in früheren Zeiten fast in jedem Garten einen Maibaum. Zur Zeit Maria Theresias hatte dieser Brauch so gigantische Formen angenommen, dass die Kaiserin 1741 das weitere Aufstellen verbot, da viele tausend Bäumchen um geschnitten wurden. Sie standen nicht nur vor jedem Haus, sie standen oft sogar in jedem Zimmer. Dieser MAIBAUM hatte eine ganz besondere Bedeutung. Vor dem Aufstellen wird der Maibaum festlich geschmückt. Er bekommt einen KRANZ aus frischem Grün, der von den Mädchen und jungen Frauen des Dorfes gewunden wird. Außer Weiden, Birken und Tannenreis werden auch viele Frühlingsblumen mit eingeflochten. Oft enthält der "Maien" noch Eier, Gebildbrote und Würste. Mancherorts erhält der Maibaum auch eine Krone aus Metall und bunten Bändern, die schräg über den Stamm gewickelt werden. Der Maibaum hatte die kultische Bedeutung eines "Riesen-Phallus", der in die lebendgebärende Erde gerammt wurde und auf diese Weise die Götterhochzeit versinnbildlichte. Der Maikranz, der an der Spitze angebracht wurde, konnte einerseits Symbol der Vulva, andererseits durch die darin eingeflochtenen jungen Reiser und Heilpflanzen Symbol für neues Leben und Gesundheit sein. Der enge Zusammenhang Maibaum - Erdmutter ist heute noch daraus ableitbar, dass der Maibaum jetzt vielerorts auch "Marienbaum" genannt wird. Der Phallus war Symbol für die schöpferische lebensweckende Kraft des Himmels, die ja vor allem gerade für das damalige bäuerliche Leben von ungeheurer Wichtigkeit war. Ohne diese Kraft gibt es kein Leben und keine überlebenswichtige Fruchtbarkeit. Und mit dem Tanz und dem Verweben und Verknüpfen der Bänder (Bändertanz um den Maibaum) drückte man sowohl ein erotisches Geschehen unter den Geschlechtern aus als auch die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde Anderswelt), die durch den Maibaum auch symbolisiert werden und nun fest in das Gefüge des Lebens selbst eingewoben werden.

 

Walpurgisnacht

 

Walpurgis war die Maikönigin, eine heidnische Göttin, die später christianisiert und dann heiliggesprochen wurde, da man ihre Riten nur so inkorporieren konnte. Interessanterweise stand das Kloster der Heiligen Walpurga in "Heiden-Heim". Es war ein Doppel-Kloster für Männer und Frauen - sinnigerweise!

 

Walpurga ist ein eindeutig germanischer Name - Waluburg, Walburg. Schon im 2. Jahrhundert nach Christi wird auf griechischen Tonscherben eine "Waluburg Semnoni Sibylla" erwähnt, übersetzt "Waluburg, die Seherin der Semnonen". Ihr germanischer Nama ist "Walburg die Sibylle". Das Wort WAL aus Wal-Burg kommt in verschiedenen althochdeutschen bis germanischen Wörtern vor mit ähnlichem Bedeutungshintergrund. Zum einen gibt es das Wort "walus", der Stab oder Zauberstab, ein wichtiges Attribut dieser Seherinnen. Wobei man wissen muss dass im Germanischen die Zauberer das gleiche waren, wie heute die Schamanen. Zum anderen erinnert es auch an Vala (= ahd. walawa, wala), die Bezeichnung für die germanischen Zauberinnen oder Seherinnen, auch Völva die Nordgermanische "Allwissende". Walaruna ist ein Eigenname und heißt "die Seherin, die die Geheimnisse kennt". Und ein weiterer wichtiger Hinweis sind die Walküren, die ja auch das "Wala" in ihrer ersten Silbe haben. Die Große Vala war die Göttin Hel, die Herrin des Totenreiches. Walküren, Walhall, Walvater (=Wotan) haben halle diesen ersten Worteil gemeinsam, der auf Wala, Vala oder Völva zurückgeht. Diese Walküren mit ihrem Walkürenritt erinnern sehr stark an die Hexen mit ihrem Hexenritt zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg. Alle diese Namen lassen sich möglicherweise von "vilasa" herleiten: den himmlisch-paradiesischen Freuden, die immer auch mit erotischer Ekstase gleichzusetzen waren.

 

In Böhmen und Niederösterreich wird "Walpurga" als weiße (Farbe!) Frau (Göttin) mit feurigen Schuhen (Erwärmung der Erde), einer goldenen Krone (Sonne), Mit Spiegeln (Seelenspiegel, Wiederauferstehung) und Spindel (Spinnen des Schicksals) dargestellt. Sie ist eindeutig eine Sonnengöttin. Ihr Fest wurde gefeiert in der letzen Nacht der dunklen Jahreshälfte, also vom 30. April auf den 1. Mai. In dieser Nacht öffnen sich die Türen zur Anderswelt, und die Schleier zwischen den Welten werden dünn. Der Volksglaube weiß noch folgendes: unterirdische Schätze stiegen hoch und glühten, Brunnen gaben Wein statt Wasser (vgl.: aus der heiligen Quelle des Dionysos quoll ebenfalls Wein heraus), Weidenzweige wurden Wünschelruten. Von der weißen Frau fiel der Tau auf die Erde und befruchtete sie. Daher sollte in der Walpurgisnacht reichlich Tau fallen. Noch heute werden die Mädchen mit Wasser begossen, denn Maitau macht schön und erhält gesund.

 

Auch die Brautschau und Brautwahl ist noch heute mit dieser Kultnacht verbunden. Nicht von ungefähr wurden früher die meisten Hochzeiten im Mai gefeiert. Begleitet wurde diese Walpurgisnacht von Musik und Tanz und großen Freudenfeuern.

 

Der anfangs fröhliche, später immer ekstatischer werdende Kulttanz entfachte eine gemeinsame Trance, in der es möglich war, aus der ganz "normalen Realität" auszusteigen und Kontakt mit der Anderswelt zu bekommen, Energien in sich zu entfachen, die für einen außenstehenden Beobachter furchteinflößend oder zumindest befremdend anmuten konnten. Das führte auch zu den Verteufelungen der Walpurgisnacht durch das Christentum als Hexensabbat.

 

Hexentanzplätze

 

Es gibt verschiedene alte Hexentanzplätze. Der berühmteste Hexentanzplatz im Harz ist der Brocken. Schon Goethe war hier 1777 und hat diesen Ort in seinen Faust mit aufgenommen. Im Faust beschreibt Goethe eine solche Walpurgisnacht. In den alten Geschichten wird immer davon berichtet, wie die Hexen auf ihren Besen reitend durch die Lüfte fliegen, sich auf diesen Bergen treffen und dann ausschweifende erotisch-orgiastische Feste feierten. Natürlich mit dem Teufel! Die Hintergründe waren natürlich ganz anderer Art. Der Hexenbesen waren mitgebrachte Reisigzweige und Weidenruten, mit denen ein kultischer Zaun, eine "Einhegung" vorgenommen wurde, wo der Platz geschützt und abgegrenzt war. In germanischer Kultzeit, war die Walpurgisnacht die Nacht, in der sich die heilige Priesterschaft traf, um ihre Nachfolger zu zeugen. Bestimmte Thruden sollten sich in dieser Nacht mit besonders ausgewählten Priestern vereinigt haben, um mit ihnen die Nachkommen im Irminonenstand zu zeugen. Die Priester trugen Masken und ein Hirschgeweih, an welchem man den Einweihungsgrad erkennen konnte. Auch das dürfte für ungebetene Zuschauer furchteinflößend und unheimlich gewesen sein. Man kann sich gut vorstellen, was daraus für Gerüchte und Verteufelungen entstanden sind, die dann im Mittelalter bis zur Hexenverfolgung geführt haben.

 

Ausschnitt aus Goethes "Faust" während der Walpurgisnacht auf dem Brocken:

 

MEPHISTOPHELES (mit der Alten)

 

Einst hatt' ich einen wüsten Traum; Da sah ich einen gespaltnen Baum, Der hatt' ein ungeheures Loch; So groß es war, gefiel mir's doch.

 

DIE ALTE

 

Ich biete meinen besten Gruß Dem Ritter mit dem Pferdefuß! Halt' Er einen rechten Pfropf bereit,Wenn Er das große Loch nicht scheut

 

Heidnische Opferfeste

 

In den Opfern leben und bezeugen wir die dankbare Verbundenheit zu unseren Verstorbenen und erweisen ihnen die Ehre, indem wir in froher Runde über ihre Taten erzählen, Erinnerungen wachhalten und auch ihnen Opfergaben darbringen. In den Opferfesten bringen wir uns selbst ein, lassen uns fallen in das ewige Werden und Vergehen und schöpfen Kraft für die Aufgaben, die vor uns liegen. Und wenn wir von dem, was unser Festmahl ist, im Feuer opfern, dann zeigen wir vor allen, den Göttern, den Ahnen und den Anwesenden, dass wir alle eine Gemeinschaft sind, und alle teilhaben sollen, an der Frucht der Arbeit wie an den Geschenken der Natur. Und in den Opfern zeigen wir den Göttern, dass wir bereit sind, zu tun, was an uns liegt, wenn wir um das bitten, was wir aus eigener Kraft nicht vermögen. Aus diesem Grund ist das Opferfest aus dem Heilsgeschehen nicht wegzudenken. Wer nicht opfert, so kann man es zuspitzen, will mehr nehmen als geben.

 

Wie geht ein Opferfest vonstatten? In einem Opferfest feiern wir ein Gastmahl mit den Ahnen und den „Hohen“, also den Göttern. Dadurch halten wir die Gemeinschaft zwischen den heute Lebenden, den Ahnen und den ältesten Ahnen aufrecht. Diese Feiern dauern in unserer Gemeinschaft oft über drei Tage. Die Opferfeier besteht aus mehreren Teilen:

 

Das Opfermahl

 

Wenn in der heutigen Zeit mit „heidnischem Opfer“ oft bluttriefende Orgien voller geschlachteter Tierkadaver assoziiert werden, dann sind die Klischees aus dem reichen Fundus der Filmindustrie und hat mit einem wirklichen Opfermahl nichts zu tun. Sicher: In früherer Zeit wurden Festmahle oft als Schlachtfeste ausgestaltet. Und in einer Zeit, in der sehr viel weniger Fleisch konsumiert wurde, war das Schlachten zur Feier des Tages ein bedeutender Akt. So haben die Altvorderen denn auch bei Opferfesten geschlachtet, weil dies die übliche Art der Fleischversorgung war. Wenn wir heute ein Opfermahl halten, so tun wir im Prinzip das gleiche wie die Altvorderen: Wir richten ein wertvolles Essen her, wie es in unserer Kultur üblich ist. So kommt das Fleisch vom Metzger und auch ein gut bereitetes vegetarisches Mahl kann den Festtagstisch zieren. Wichtig ist, dass das Opfermahl in der Gemeinschaft bereitet wird und es ist für jeden eine Ehre, hier mitzuwirken.

 

Das Opferritual

 

Das Opferritual wird nach Möglichkeit im Freien gehalten. Es sollte die Möglichkeit bestehen, ein Feuer, den Opferbrand, zu entzünden. Der Platz wird von der Opfergemeinschaft geschmückt und vorbereitet. Hier haben vor allem die Kinder viele Möglichkeiten, sich einzubringen. In der Mitte des Opferplatzes wird ein Feuer (je nach örtlichen Gegebenheiten, Umweltauflagen und Sicherheitsbedenken) vorbereitet. Die Gemeinschaft wird darin eine reiche Portion des Festessens opfern. Hierfür wird entweder ein hölzerner Teller verwendet, oder aber eine aus Teig gebackene Schale.

 

Zum Ritual versammelt sich die Gemeinschaft in einigen Metern Abstand zum Opferplatz. Dort wird in einer rituellen Handwaschung die Grenze gesetzt, zwischen der „Freizeit“ und der Ritualzeit. Einer nach dem anderen tritt in den Kreis um die Feuerstelle ein. Es werden religiöse Gesänge angestimmt, die Platzweihe vollzogen, die Götter angerufen. Dann wird, begleitet von einem Ritualgesang, das Feuer entzündet.

 

Die Opfergaben werden geweiht und dem Flammen übergeben. Jeder, der möchte, kann auch nun ein eigenes Opfer in dem Feuer darbringen. Im anschließenden gemeinsamen Ritualtrunk („Sumbel“) geht ein reich gefülltes Horn Met reihum. Jeder ist eingeladen, etwas davon zu trinken und etwas zu opfern. Dabei werden Dank, Sorgen, Hoffnungen vor die Gemeinschaft und vor die Götter und Ahnen gebracht. Mit Gesang und einem gemeinsamen Gebet wird das Ritual am Feuer beendet und übergeleitet zu dem bereitstehenden Festessen.

 

Das Zusammensein

 

Nach dem Ritual wird nun das Opfermahl, von dem die Götter die erste Portion bekommen haben, von der Opfergemeinschaft eingenommen. Dieses Zusammensein ist also Bestandteil der Feier, die wir als Heilbringend, ja Heilsnotwendig ansehen. Natürlich geht es dabei nicht mehr so andächtig zu wie beim Opferritual selbst. Und oft wird bis tief in die Nacht gegessen, gezecht und gelacht. Es werden Ideen geboren und Pläne geschmiedet, es wird erzählt und gesungen...ein echtes Fest, eben.

 

Diese Textpassage spiegelt sich in den Büchern des Literaturverzeichnisses wieder.