Im Grunde haben wir es in der nordischen Götterwelt mit mehreren Riesenfamilien zu tun: den kriegerischen Asen, den friedvollen Wanen, den naturgewaltigen Thursen und den vernichtenden Jöten – in der Tat sind nur die Jöten als gemein, verlogen, gierig und brutal geschildert. Die Asen sind Götter der Weisheit, der Stärke, des Mutes und Kampfes, Wanen sind Götter der Fruchtbarkeit, Liebe und Kunst, die Thursen sind Stürme, Beben und Eruptionen. Die Jöten heißen, übersetzt man ihre Namen, etwa "Gier" "Hass" "Neid" und dergleichen. Alle diese Wesen können für Menschen schöne, hilfreiche Taten vollbringen aber ebenso zerstörerische, schädliche Dinge tun. Die Nordmänner beteten keinesfalls nur zu den Asen oder Wanen, auch viele Thursen wurden von ihnen verehrt, um Beistand oder ähnliches gebeten. Gehen wir tiefer in die Lehre so finden wir einen Überbegriff für alle "Riesenfamilien" - Magdar "Kräfte" Da haben wir die Asen als Kräfte des Geistes und der Emotion (Etwa Odin als Weisheit und Leidenschaft, Frigg als Wissen..) die Wanen als Kräfte der Fruchtbarkeit und des Lebens (Etwa Freya als Göttin der Lust und Fruchtbarkeit und Freyr als Gott der Potenz) die Thursen als Kräfte der Natur (Frost, Feuer, Sturm etc.) und die Jöten als Kräfte der Zerstörung.

 

Die Nordmänner waren Polytheisten und Pantheisten und ihr Pantheon war keinesfalls klein, obwohl einige Götter eindeutig wichtiger waren und mehr verehrt wurden als Andere. Die Masse der Gläubigen waren vermutlich Polytheisten, da dies leichter zu fassen und im Alltagsleben praktischer ist, die Eingeweihten, die Skalden, Priester, Schamanen und dergleichen waren jedoch Pantheisten mit tieferem Verständnis der spirituellen Lehre. Weiteres waren die Wikinger und Germanen von ihrer Religion und Götterwelt her nahezu gleich. Manche germanische Götter haben zwar aufgrund sprachlicher Unterschiede andere Namen, sind aber die Selben wie bei den Wikingern (etwa Wotan = Odin oder Tir = Tyr, Donar = Thor etc.) Wer jedenfalls meint, die Wikinger kannten nur eine Handvoll Götter irrt. Ich habe versucht, Überschneidungen zu vermeiden, da viele Götter ein breites Spektrum an Zuständigkeit haben sollen, diese sich aber oft mit anderen Göttern überschneiden. Daher habe ich die Götter auf ihre Hauptaspekte reduziert, welche nur sie vertreten.

 

Asen:

 

Baldr: Gott des Lichts, Wiederauferstehung, des Charisma

 

Beyla: Göttin der Bienen und des Honigs

 

Bragi: Gott der Poesie, Dichtung, Musik. Schutzherr der Skalden

 

Eir: Göttin der Heilkunst

 

Forseti: Gott der Gerechtigkeit, Rechtsprechung und des Gesetzes

 

Frigg: allwissende Göttin des Schicksals, Göttin der wahren Liebe, der Ehe und Familie

 

Fulla: Göttin der Fülle, der reichen Ernte und des Überflusses

 

Gersemi: Göttin der Mode und schönen Kleidung

 

Gna: Freyas Botin, schnell wie der Wind

 

Heimdall: Wächter der Welten

 

Hermod: Götterbote, Schutzherr der Boten & erster Einherjar

 

Hlin: Göttin der Sittsamkeit, Tugend & des Trostes

 

Hödr: Der blinde Gott der inneren Schau, der Menschen nicht nach dem Aussehen beurteilt

 

Idun: Göttin der ewigen Jugend, des ewigen Lebens und Frühlings

 

Lodur (Ve): Gott des Feuers

 

Hönir (Vili): Gott des Entschlusses, der Willenskraft und des Wetters

 

Lofn: Göttin der unglücklich Verliebten, welche Liebende entgegen aller Hindernisse vereint

 

Loki: Gott der Hinterlist, Schlauheit, und des "Bösen"

 

Magni: Gott der Kraft, der physischen Stärke

 

Meili: Gott der Reisen zu Lande

 

Modi: Gott des Mutes

 

Mimir: (eigentlich ein Riese) Ratgeber der Asen, Orakel, Gott des Wissens und der Seher

 

Odin: Gott der Magie, der Weisheit, des Sieges, der Herrscher. Oberster Gott, Herr der Einherjar

 

Sif: Göttin der Feldfrüchte und reichen Ernte

 

Sigynn: Göttin der Freundschaft und Treue

 

Siofn: Göttin der Versöhnung, Eheschließung und Zärtlichkeit

 

Skadi: Göttin der jagenden Frauen, des Schnees, Eises und Winters, Sinnbild weiblicher Stärke

 

Snotra: Göttin der Mäßigkeit und Klugheit

 

Syn: Schutzgöttin des Hauses, schützt vor Einbrechern und anderen Eindringlingen

 

Thor: Gott des Schutzes, der Bauern, des Blitzes, der Elektrizität

 

Thrudr: Tochter Thors, Göttin der inneren Kraft und Stärke

 

Tyr: Gott der Tapferkeit, der Ehre, der Rechtschaffenheit, Wahrheit und des Krieges

 

Ullr: Gott der Jagd und des Skilaufs

 

Vali: Gott der Rache und Vergeltung

 

Var: Wächterin über Schwüre und Gelübde, bestraft Eidbrecher und Ehebrecher

 

Vidar: Gott der Natur, die stille Kraft, der Stärkste Ase nach Thor

 

Wanen:

 

Freyr: Gott des Lebens, der Lichtalfen, männliche Potenz und Schönheit, Fruchtbarkeit

 

Freya: Göttin der Liebe und Erotik, weiblicher Fruchtbarkeit und Schönheit und der Priesterinnen

 

Gefjon: Göttin des Glücks

 

Gullveig: Göttin des Reichtums und der Geldmagie

 

Kwasir: der allwissende Gott

 

Nerthus: Göttin der Erde, der Natur, der Ernte, Fruchtbarkeit der Felder etc.

 

Njörd: Gott des Windes, Schutzherr der Seefahrer, Fischer etc.

 

Jöten & Thursen mit "Götterstatus":

 

Ægir: Gott des Meeres und des Grauens, Herr der Tiefe und Fische

 

Alfrodull: Auch Sunna: Lenkt den Sonnenwagen und damit das Gestirn der Sonne

 

Fimbultyr: Der Schöpfer, Ursprung allen Seins, vergleichbar mit dem Gott der Juden, schuf Surt

 

Bestla: Urriesin, Mutter von Odin, Hönir & Lodur

 

Bor: Vater von Odin, Hönir & Lodur. Ein Urriese, lebte vor der Schaffung der Welt

 

Buri: Ein Urriese, Vater von Bor und Bestla, Großvater von Odin, Riese aus Nifelheim

 

Dagr: Gott des Tages, des Lichts & der Helligkeit

 

Elli: Riesin des Alters. Sie ist das Alter / Altern an und für sich, die "Göttin" des Verfalls

 

Fjörgin: Auch Jörd, Mutter der Natur, Mutter von Thor, Göttin der Erde (ähnlich Gaia)

 

Germania: Göttin des Ruhmes, der ruhmreichen Schlacht, der Kampflust und Streitbarkeit

 

Hel: Göttin des Todes, der Unterwelt, Göttin der Wiedergeburt, die gerechte Richterin der Toten

 

Hnoss: Göttin der Edelsteine und des Schmuckes, Schutzherrin der Kunsthandwerker

 

Holda: Göttin des Himmels, lässt es schneien (Frau Holle)

 

Irmin: Gott des Blutrausches, der Kampfeswut, des Kampfgetümmels

 

Laga: Göttin des Regens, der Flüsse und Quellen

 

Mani: Gott des Mondes, lenkt den Mondwagen

 

Menglod: Göttin der Eleganz

 

Mundilfari: Vater von Mani & Sunna. Gott der Weltachse

 

Nanna: Göttin der Pflanzen, insbesondere der Blumen und Heilpflanzen, Frau von Baldr

 

Nehalennia: Göttin des Handels, Schutzherrin der Kaufleute

 

Nornen: Schicksalsgöttinnen und eine Art Schutzengel, jeder Mensch hat eine eigene Norne, führt ihn zu seinem Schicksal

 

Nott: Göttin der Nacht und Dunkelheit aber auch des Taus

 

Ostara: Göttin der Morgenröte und des Frühlings

 

Ran: Göttin der Ertrunkenen und der Korallen

 

Rind: Göttin des Tauens, der Wärme, des Auftauens

 

Saga: Göttin der Inspiration, ähnlich den Musen

 

Saxnot: Gott der Kampfkunst, der Fechtkunst, der Schwerter. Stammesgott der Sachsen

 

Skuld: Norne der Zukunft, des Todes und Endes

 

Skiöld: Sohn Odins und einer Riesin. Gilt als erster König der Dänen, Stammvater einer Dynastie

 

Surt: Erstgeschaffenes Wesen, Herr Muspelheims, Stammvater der Jöten nur Fimbultyr verpflichtet

 

Urd: Norne der Vergangenheit und des Anfangs

 

Ursel: Göttin der Bären

 

Walpurgis: Göttin der Hexen und Hexenkunst

 

Widolf: Urvater der Magienornen und damit Meister aller Magie

 

Wieland: Gott der Schmiedekunst und Schutzherr der Schmiede

 

Verdandi: Norne der Gegenwart und des Augenblickes, der Schicksalsveränderung

 

Sonstige, kleinere oder lokale Götter:

 

Baumna: Stammesgöttin der Goten

 

Ben: Ein kleiner Meeresgott der Sachsen, vermutlich für einen Teil der Nordsee zuständig

 

Biel: Gott des Waldes im Harz

 

Blakylle: Stammesgöttin der Kimbern

 

Foseta: Schutzgöttin von Helgoland

 

Fro: Gott des Hagels

 

Er: Schutzpatron der Bajuvaren / Bayern

 

Hama: Schutzgott von Hamburg

 

Hertha: Göttin der Geschenke

 

Hilda: Eine Stammesgöttin, vermutlich der Sueben

 

Hylo: Schutzgott der Hirten

 

Ingvo: Friedensgott zwischen Stämmen

 

Jecka: Schutzgöttin des Thüringer Waldes

 

Krodo: Gott des Humors

 

Lahra: Göttin der Viehzucht

 

Loll: Schutzgott der Franken

 

Meda: Eine Schutzgöttin der Friesen

 

Siwa: Göttin des Genusses

 

Stuffo: Gott der Trunkenheit, Schutzgott der Betrunkenen

 

Tuisto: Zweigeschlechtiger Gott der Erde

 

Vagofft: Stammesgott der Teutonen

 

Weda: Stammesgott der Friesen

 

Sonstige Riesen:

 

Angrboda: Mutter vom Fenriswolf der Midgardschlange und Hel (mit Loki), Unheilsbringerin

 

Allgolden: Eine Meeresriesin, Sinnbild der Ozeane

 

Alvaldi: Großvater der Skadi, ein gewaltiger Jötunn

 

Aurboda: Gattin des Gymir und Mutter von Gerdr und Beli, eine sehr reiche Riesin

 

Aurgelmir / Ymir: Auch Ymir genannt, der Urriese (nach Surt) und Urvater der Thursen

 

Baugi: Ein Riese für den Odin 1 Jahr als Knecht arbeitet um den Skaldenmet zu bekommen

 

Beli: Wird an Ragnarök mit Freyr kämpfen

 

Bergelmir: Urriese, Enkel des Ymir, Stammvater der Thursen, da alle Anderen ertranken

 

Bölthorn: Vater von Bestla, Großvater von Odin

 

Drifa: Riesin der Gletscher

 

Eggdir: Wächter der Riesen in Jötunheim (ähnlich Heimdall bei Asen), hat eine Harfe

 

Eimyrja: Eine Feuerriesin

 

Eisa: Ebenfalls eine Feuerriesin

 

Farbauti: Vater von Loki

 

Fenrir: Ein Riese in Wolfsgestalt, wird bei Ragnarök Odin fressen und von Vidar getötet, ein Kind Lokis

 

Glod: Eine Feuerriesin

 

Laufey: Mutter von Loki

 

Fornjotr: Stammvater der Frostriesen (Hrimthursen)

 

Fönn: Riesin des Eises

 

Garm: Höllenhund, Stammvater aller Hunde. Bewacht das Reich Hels

 

Geirrod: Ein Riesenkönig, erschlagen von Thor

 

Gerda: Frau von Freyr, Mutter von Fjölnir, Schwester von Beli

 

Gilling: Riese der in die Ermordung von Kwasir verwickelt ist und selbst ermordet wird

 

Grendel: Meeresriese, erschlagen von Beowulf

 

Grid: Mutter des Vidar, schenkte Thor seinen Kraftgürtel und dessen Handschuhe

 

Gunnlöd: Mutter von Bragi, Tochter von Surt

 

Gyge: Partnerin des Fenriswolfes, Mutter der Wölfe

 

Gymir: Ein Meeresriese, Vater von Beli

 

Hardgrep: Riesin welche ihre Größe ändern kann

 

Hati: Ein Wolfsriese, Sohn Fenrirs, wird bei Ragnarök den Mond fressen

 

Hler: Ein Meeresriese, gilt als "Herr" der Gezeiten

 

Hräswelg: Ein Riese in Adlergestalt der Stürme erzeugt und Leichen frisst

 

Hrimthurs: Der Riese, welcher als Architekt und Baumeister Asgard errichtet

 

Hrungnir: Der mächtigste Frostriese. Erschlagen von Thor nachdem er betrunken die Asen angriff

 

Hugi: Der schnellste Riese, schneller als Alles Andere. (Nicht Hugin!)

 

Hrymir: Der Riese welcher bei Ragnarök das Totenschiff Naglfar steuern wird

 

Hyndla: Eine Riesin

 

Hymir: Ein Riese mit welchem Thor nach der Midgardschlange fischte

 

Hyrrockin: Eine Riesin die stärker als Thor sein soll

 

Jökull: Der Riese der Gletscher

 

Jörmungandr: Die Midgardschlange, umschlingt die ganze Welt, tötet Thor bei Ragnarök

 

Kari: Riese der eisigen Winde

 

Logi: Ein Feuerriese

 

Mjöll: Eine Riesin des Schnees

 

Modgudr: Eine Riesin, welche die Brücke zum Jenseits bewacht

 

Mökkurkalfi: ein sehr großer Riese der bis zum Himmel reichte und selbst Thor Furcht einflößte

 

Nidhöggr: Stammvater aller Drachen, trinkt Blut Toter, nagt an den Wurzeln Yggdrasils

 

Nörr: Ein Sohn Lokis

 

Rübezahl: Ein Bergriese aus Schleswig

 

Skalli: Wolfsriese, Sohn von Fenrir, wird bei Ragnarök die Sonne fressen

 

Skrymir: Ein gewaltiger Riese, der nicht einmal mit dem Mjölnir zu töten war

 

Snaer: Ein Schneeriese oft den Schnee selbst darstellend

 

Stakkard: Ein Riese mit 3 Armen

 

Suttungr: Der Riese welcher den Skaldenmet besitzt

 

Thjazi: Ein gewaltiger Sturmriese, Vater der Skadi

 

Thökk: Eisriesin mit Herz aus Eis. Sie weint als einziges Wesen nicht um Baldr als dieser stirbt

 

Thrivaldi: Ein Riese mit 3 Köpfen, von Thor erschlagen

 

Thrudgelmir: Sohn von Ymir, 6 köpfiger Meeresriese, ertrank in Ymirs Blut

 

Thrymr: Sturmriese, König der Thursen, Herr von Thrymheim, stahl den Mjölnir

 

Unnserdr: Eine Meeresriesin

 

Utgardloki: König der Jöten, Herr von Utgard, ein großer Magier der Thor sehr demütigte

 

Vafthrudnir: Ein sehr weiser Riese, der sein Wissen erlangte indem er mit Toten sprach, lehrte Odin

 

Vagnhöfdi: Ein Meeresriese der mit den Walen schwimmt

 

Vardrun: Eine Meeresriesin welche die Meere bewacht

 

Wate: Ein Gezeitenriese

 

Ymir: Der Urriese, Stammvater aller Riesen außer den Feuerriesen. Aus ihm besteht die Welt

 

Angeja, Atla, Eistla, Eyrgjafa, Gjalp, Greip, Iarnsaxe, Imd, Ulfrun: Göttinnen der Wellen, Mütter Heimdalls Töchter von Ægir

 

Die Ahnenverehrung war stets ein wichtiger Punkt. Man ging davon aus, dass die Ahnen aus der jeweiligen Totenwelt auf ihre Nachfahren blicken, sie beobachten und je nach deren Verhalten entweder unterstützen und beschützen oder aber heimsuchen und bestrafen. Die Ahnen wurden geehrt indem man an sie dachte, ihre Geschichten erzählte oder sie bei Feierlichkeiten zur Teilnahme einlud (etwa in dem man ihnen einen Platz bei Tisch frei hielt)

 

Alfen sind generell Geister und der Begriff wird oft Übergreiffend für alle geistigen Wesen verwendet, umfasst dann also auch Trolle, Totengeister und dergleichen. Tatsächlich unterteilen sich Alfen zwar in verschiedene Kategorien aber sind doch deutlich von etwa Toten zu unterscheiden: Lichtalfen sind den Wanen sehr nahe, Freyr wird oft als ihr König beschrieben. Lichtalfen gleichen am ehesten den christlichen Engeln - sie sind Wesen reinen Lichtes die vor allem für Heilungen, musische Künste und Schönheit verantwortlich sind und sich daran erfreuen. Sie helfen auch Menschen direkt indem sie etwa bei Aufgaben helfen (wie etwa die Heinzelmännchen) oder den Haushalt schützen. Gedeutet sind sie das Gegenteil der Schwarzalfen also das was sich über Grenzen hinwegsetzt, das was Beschränkungen auflöst. Deswegen werden sie manchmal als auch über den Göttern stehend beschrieben. Schwarzalfen kennt man auch schlichtweg als Zwerge. Sie sind Meister der handwerklichen Künste und schützen und helfen allen fleißigen Handwerkern. Sie sind auch die Beschützer von Bergleuten und Hüter großer Reichtümer und Schätze. Deutet man ihre Namen, sind Schwarzalfen begrenzende Wesen, die "Kräfte" der Beschränkung. So heißen vier der Zwerge übersetzt etwa: Norden, Westen, Süden, Osten. Aber auch Namen wie Schlaf oder wörtlich Grenze sind genannt. Dunkelalfen waren die Geister des Schattenreiches - nicht unbedingt bösartig aber unheimlich und selten hilfreich. Es galt eher sie zu beschwichtigen als sie um Hilfe zu bitten. Die Geister der Toten die nicht zur Ruhe kommen, die Geister von Tieren oder Pflanzen aber auch seltsame Schattenwesen.

 

Land Vaettir sind die Naturgeister, die Geister des Landes. Zu ihnen gehören Trolle (Erd- und Felsgeister) die Waldnymphen, Meerjungfrauen und zahlreiche andere Sagenfiguren. Die Land Vaettir waren in der alltäglichen Verehrung weit wichtiger als die Götter des Pantheons, denn die lokalen Geister hatten einen viel direkteren Einfluss auf das Leben. Wurde neues Gebiet besiedelt, suchte man zuerst den größten Felsen und den größten Baum der Umgebung und hielt dort Opferrituale um die Geister günstig zu stimmen. Trolle konnten etwa durch Beben, Steinschlag oder ähnliches sehr gefährlich werden oder aber dabei helfen, den Boden fruchtbar zu machen. Waldfrauen konnten das Wild zum Jäger treiben oder von ihm fort, ähnlich mit Fischen und Meerjungfrauen die den Fischer kentern lassen oder retten konnten.

 

Die Disir waren kurz zusammengefasst die weiblichen Kräfte welche teilweise auch woanders eingeordnet sind oder für die es keine wirkliche Kategorie gibt. Zu den Disir zählen die weiblichen Ahnen, die Walküren, die Nornen, Fylgia und weibliche Naturgeister. Eine Dis kann also vieles sein. In der Verehrung der Disir wird vor allem der Respekt vor der Weiblichkeit ausgedrückt. In der nordischen Mythologie war das Fachgebiet des Weiblichen das Schicksal und die Zukunftsschau. Daher werden Disir auch oft als große oder kleine Schicksalsgötter bezeichnet. Die Nornen weben das Schicksal eines Menschen, die Valküren führen es aus oder helfen dem Menschen es zu erfüllen während Ahnendisir eher versuchen das Schicksal zum Guten zu wenden.

 

Ein Fylgja ist ein geistiges Wesen das zu einem Menschen gehört. Es ist eine Art geistiger Führer oder Schutzengel, kann aber auch sehr schädlich werden wenn man Dinge tut, die dem eigenen Fylgja nicht gefallen. Es gleicht am ehesten der Vorstellung eines spirituellen Führers, ist aber ein Geistwesen. Jeder Mensch hat seine eigene Fylgja und kann diese um Beistand und Kraft bitten. Fylgja sind nicht so mächtig wie die Götter des Pantheons aber wesentlich leichter zu erreichen.

 

"Kosmische Kräfte" bzw., große Kräfte ist die Überbezeichnung für Wesen mit "göttlicher" Macht und unterteilt sich in die Asen, Wanen, Jöten und Thursen.

 

Auszug aus:www.asatru-forum.de/index.php/Thread/10085-Mythologie-Übersicht/