Idun / Iduna

 

Idun wird dem Götter Geschlecht der Asen zu gerechnet, obwohl sie die Tochter eines Zwerges sein soll. Sie ist die Gemahlin des Dichtergottes Bragi. Ihr Zuständigkeitsbereich ist Jugend und Unsterblichkeit. Mit ihren goldenen Äpfeln versorgt sie die Götter und verhilft ihnen zu ewiger Jugendlichkeit.

 

Als Loki die Göttin Idun samt ihrer goldenen Äpfel dem Frostriesen Thiazi ausliefert, altern die Götter sofort. Treffsicher haben die Götter sofort Loki in Verdacht und befehlen ihm, Idun zurückzubringen. Das tut Loki denn auch. Er verwandelt sich in Falken, verwandelt Idun in eine Nuss und fliegt mit ihr zurück nach Asgar. Thiazi bemerkt den Raub und verfolgt den flüchtenden Falken Loki in Gestalt eines Adlers.

 

So können die Götter von Asgard den Frostriesen töten, indem sie über den Mauern von Asgard seine Flügel verbrennen.

 

Als Ragnarök sich ankündigt, sinkt Idun von Asgard in die Unterwelt hinab. Ihr Gemahl Bragi folgt ihr.

 

Nanna

 

Nanna gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Sie ist die Frau des lichten Gottes Balder. Nanna Sie ist die Mondgöttin in allen Aspekten, welche dem Mond metaphysisch zugeordnet werden. Phantasie, Intuition und Gefühl, aber auch das Irrationale und der Rausch sind ihr Bereich. Das Blut und die Lebenssäfte werden ihr ebenso zugeordnet.

 

Njörd

 

Njörd gehört zum Götter Geschlecht der Wanen. Er ist der Gott des Meeres und der Seefahrt. Auch die Meerestiere sind ihm zugeordnet. So wird sein amphibischer Wagen von zwei Walen gezogen, welche sich zu Lande in Ochsen verwandeln. Er herrscht in Noatun, der Halle am Meer.

 

Da Njörds Gattin, die schöne Riesentochter Skadi, die Berge liebt, er jedoch die See, halten sich beide abwechselnd im Gebirge und am Meer auf. Nach dem Wanenkrieg wird er mit seinen Zwillingen zusammen zu den Asen nach Asgard geschickt.

 

Tyr / Tiwaz / Tiu / Saxnot

 

Tyr gehört zum Götter Geschlecht der Wanen. In Urzeiten wohl als Hauptgott angesehen, wurde er später zum Kriegsgott. So gibt es die Geschichte, dass der Alles vernichtende Fenriswolf gebunden werden sollte.

 

Die Asen ließen von den Zwergen ein sehr filigranes jedoch unzerreißbares Halsband fertigen. Nun musste der Fenris davon überzeugt werden, dass dieses Halsband für ihn harmlos sei, um es ihm überstreifen zu können.

 

Darauf legte Tyr, als "Faustpfand" seinen Arm in des Fenris Rachen. Wohl wissend, dass der Wolf seinen Arm verschlingen würde, sobald er sich der Fessel gewahr würde. So geschah es auch und Tyr opferte einen Arm um die Bestie zu binden. Tyr wird daher einarmig dargestellt. Sein Zeichen ist die Tyr- Rune und das Schwert, welches in der ursprünglichen germanischen Kultur, als Zeichen der Verantwortung galt.

 

War

 

Sie ist die Göttin der Eide. Ein Eid war bei den Germanen heilig. Wer einen Eid brach, wurde aus der Gemeinschaft der Menschen ausgeschlossen. War und die Tatsache, dass ein Eid absolut eingehalten werden muss, sind Eins. Möglicherweise ist das Wort Wahrheit vom Namen der Göttin War abgeleitet.

 

Weibliche Gottheiten

 

Die „große Königin“

 

Wichtig war bei den Kelten das Konzept einer großen Götterkönigin oder Muttergottheit. Dargestellt wurde diese wohl zumeist thronend und Gaben im Schoß haltend, in Britannien gehörnt oder mit einem mondbarkenartigen Kopfschmuck. Ein eher seltener Name der Götterkönigin war wohl die mit der Juno gleichgesetzte italisch-keltische Annea, besser gesichert ist Rigani, deren Vermählung mit dem Stammesgott Toutanus bei den Ostkelten jährlich am 11. Juni, zehn Tage vor Sommersonnenwende gefeiert wurde. Mehrere keltische Göttinnen tragen in der Spätantike den romanisierten Beinamen „Regina“ so zum Beispiel auch Rosmerta und Epona. In der irischen Sage werden mit dem Konzept einer großen Königin vor allem die Morrigan und Rigru Rosclethan in Verbindung gebracht, allerdings bezeichnet eine mittelalterliche Glosse auch Anu als „Mutter der irischen Götter“, zumeist wird auch die Figur der Danu als Königin der Tuatha de Danaan und somit der Götter interpretiert. In der walisischen Sage wird als Entsprechung zumeist die Gestalt der Rhiannon genannt deren Name ebenfalls „große Königin“ bedeutet. Der irischen Danu entspricht in Wales die Gestalt der Dôn. Auch gibt es die Göttin Bormia die vornehmlich in den bergigen Gebieten so benannt wurde. Dieser Name benennt die „Große Göttliche Mutter“, die in heilender Weise mit der Tiefe der Gebirge, mit den Höhlen und den kalten und heißen Quellen verbunden ist. Eine Göttin der Heilung oder der Aspekt der großen Göttin als Heilerin. Bormia ist auch die, die etwas kocht und brodelt. Sie ist die Brummende, die dadurch auch als Erdschwingung wirksam wird.

 

Göttinnen des Landes und des Stammes

 

Besonders wichtig und hervorzuheben ist die keltische Göttin des Landes und des Stammes. Häufig galten solche Göttinnen als Mütter des nach ihnen benannten Stammes oder Verkörperung eines speziellen Gebietes. Die Funktion der Landesgöttin konnte sich – wie auch die des Stammesgottes – sehr oft mit den anderen Gottheiten wie der Schlachtengöttin überschneiden. Häufig aber wurden die Landesgöttinnen auch mit bestimmten Flüssen oder Quellen identifiziert. Sowohl Brigantia als auch Sequana, Nemetona, Noreia, Sunuxal und Mattiaca waren Göttinnen, die den Namen von bestimmten Stämmen trugen. Dargestellt wurde die Landesgöttin auf unterschiedliche Art, zum einen entsprach sie vielerorts der thronenden Götterkönigin, zum anderen wurde sie auch anders dargestellt, wie zum Beispiel Sequana als Gottheit auf einem Entenboot.In der irischen Sage entspricht das Konzept der Landesgöttin zumeist dem der „souvereignty“ d. h. der verkörperten Herrschaft des Landes. Als Verkörperungen der Souvereignty werden so zum Beispiel Macha, die Morrigan aber auch Brigid gesehen. Vor allem aber wird die Souvereignty durch die Figur der Cailb verkörpert. Es sind aber auch direkte Verkörperungen des Landes Irland bekannt so zum Beispiel die drei Schwestern Eriu, Banba und Fohla sowie Cessair als erste Siedlerin Irlands oder Anu, die ebenfalls oft als Verkörperung der Insel Irland angesehen wird.

 

Die „keltische Venus“

 

In der Gallo-römischen Spätantike weit verbreitet war eine Göttin, die mit der römischen Venus gleichgesetzt wurde. Aus Gallien sind keine sicheren einheimischen Namen überliefert, die einzige bekannte Gleichsetzung der Venus mit einer wohl keltischen Gottheit findet sich im kroatischen Nin, in der Göttin Ansotica, die aber auch von vielen eher für illyrisch als keltisch gehalten wird. Vermutlich handelt es sich also um eine keltische Übernahme des ursprünglichen römischen Kultes. Durch Zaubertafeln ist bekannt, dass die keltische Venus eine Göttin der Frauen war und vor allem der Geburt, Liebe und besonders der Gesundheit und Heilung. Darstellungen der Venus sind recht häufig, zumeist zeigen sie eine junge, unbekleidete Frau mit besonders langem Haar, auch Darstellungen einer tanzenden oder badenden Venus sind bekannt was sie eventuell mit den keltischen Flussgottheiten in Verbindung bringen könnte. Der auffällige runde Bauch einiger keltischer Frauengöttinnen deutet darauf hin, dass die Göttin in Gestalt einer schwangeren Frau verehrt wurde. Ob die Darstellung auf Indigene Vorstellungen zurückgeht oder einen spätantiken Synkretismus darstellt ist umstritten. In der Inselkeltischen Literatur existieren zahlreiche weibliche Figuren die mit Liebe, Schönheit und Frühling in Zusammenhang stehen so zum Beispiel bei den Iren Fand, Caer oder Ethniu und bei den Walisern Branwen. Gleichsetzungen mit einer Venus-artigen Göttin und Beziehungen zu altkeltischen Gottheiten generell sind jedoch ungewiss und fallen am ehesten unter Neo-keltische Esoterik.

 

Göttinnen des Lichts und Handwerkes

 

Eine weit verbreitete Vorstellung der Kelten war eine Göttin des Lichts, als weibliches Gegenstück zum männlichen Lichtgott. Diese Göttin wurde als Göttin von Handwerk und Künsten aber auch des Feuers von den Römern mit Minerva identifiziert. Der Name der keltischen Göttin Sulis, der mit dem römischen Sol und der germanischen Sól verwandt ist, deutet jedoch eher auf eine Sonnengöttin hin. Wahrscheinlich war sie eine Göttin des Zentralfeuers, der Heilung, Wärme und Thermalquellen. Weitere Göttinnen ähnlicher Funktion sind: Belisama, Amalia und Indennica. Dargestellt wurde die Göttin zumeist als stehende ernst blickende Frau mit langen Gewändern und manchmal Attributen wie Stab oder Helm. Da „Sulis“ Auge bedeutet wird die, eventuell die Sonne stellvertretende, Darstellung eines großen Auges auf manchen keltischen Münzen manchmal mit ihr in Verbindung gebracht. Eine direkte Beschützerin des Handwerks war die Göttin der Schmiede und Metallschmelzer, Bergusia. In der frühen irischen Literatur besitzen die Gestalten der Brigid und Danu starke Licht- und Handwerksattribute und könnten auf ähnliche Vorstellungen bei den Kelten Irlands hinweisen. In den walisischen Sagen werden entsprechende Attribute bei den Gestalten der Ceridwen, Ffraid und Dôn ausgemacht, allerdings nur anhand der Etymologien ihrer Namen und nicht durch entsprechende überlieferte Mythen. Eine eventuelle irische Sonnengottheit wollen viele Autoren in der Gestalt der Grainne sehen was jedoch Spekulation bleiben muss.

 

Göttinnen der Jagd und der Wälder

 

Die Göttin der Wildnis ist ein eher weniger bekanntes keltisches Konzept. Trotzdem sind einige Darstellungen von jagenden Göttinnen oder Göttinnen mit Pfeil und Bogen, eine davon ähnlich der nordischen Freya auf einem Eber reitend, bekannt. Gleichgestellt haben die Römer diese Gottheiten zumeist mit Diana, dieser zugeordnet wurden unter anderem Abnoba, Mattiaca, Rotona und Sirona. Auch die Göttin Artio und die Verkörperung der Ardennen, Arduinna, entsprechen dem Konzept einer Jagd- oder Naturgottheit. Abnoba war die Göttin des Schwarzwaldes, Sironas Name bringt sie mit Rehen oder Hirschen in Verbindung und Rotonas Name zeichnet sie als „Radgottheit“ aus. Artio wurde als thronende Muttergottheit in Begleitung eines Bären dargestellt. Vor allem Sirona und Abnoba waren in gallo-römischer Zeit ausgewiesene Heil- und Quellgottheiten. Aus der inselkeltischen Literatur sind zwar zahlreiche kriegerische Frauengestalten wie zum Beispiel Scathach bekannt doch konnte bisher keine überzeugende Göttin der Jagd oder Wälder unter ihnen nachgewiesen werden. Anhand ihrer Attribute und Etymologien wollen allerdings einige neuzeitliche Autoren der Esoterik Beziehungen zwischen walisischen Sagengestalten wie Ceridwen und Penarddun mit der Göttin Diana ausmachen.

 

Göttinnen der Schlacht und des Kampfes

 

Eine sehr weit verbreitete Vorstellung der Kelten war die einer weiblichen Schlachtengottheit, gleichgesetzt wurde diese mit der römischen Victoria oder seltener auch mit Bellona. In Gestalt der britannischen Göttin Brigantia war die Schlachtengöttin mit der der Stammesgöttin identisch. Weitere überlieferte Namen sind Cassibodua, Andraste, Litavis und Andarta. Zumeist wurde die Schlachtengöttin in Gestalt einer bewaffneten kriegerischen Frau mit Schild, Speer und Helm verehrt, die Göttin Cassibodua jedoch ist wahrscheinlich noch zusätzlich mit den Darstellungen einer Krähe auf zahlreichen keltischen Münzen in Verbindung zu setzen. Die Darstellung der Gottheit als Aasvogel sowie die Bedeutung ihres Namens „Schlachtkrähe“ deuten auf eine weitere Funktion als Totengottheit und Überbringerin der Seelen der Gefallenen ins Reich der Toten hin. Eine ähnliche Vorstellung ist von den Keltiberern überliefert, die ihre Toten jedoch von Geiern zerfleischen ließen, denen man nachsagte, sie würden die Seele des Toten mit ins Jenseits nehmen. In der frühen irischen Literatur existieren zahlreiche weibliche Gestalten wie Macha, Morrigan,Nemainn, Badb, Scathach oder Brigid mit Bezug zu Kampf und Schlacht die als Kriegsgöttinnen gedeutet werden könnten. In der walisischen Literatur sind derartige Gestalten allerdings kaum auszumachen.

 

Göttinnen des Schicksals und der Fruchtbarkeit

 

Sehr bekannt ist der keltische Typus der Schicksalsgöttin, diese wird zumeist mit dem Kult der „Matronae“ oder „Matres“ in Verbindung gebracht, die je nach Region entweder als „Iunones“, „Cereres“ oder „Parcae“ mit römischen Göttinnen gleichgesetzt wurden. Matrona taucht auch als einzelgestaltige Göttin, nämlich als Flussgottheit der Marne auf. Im Allgemeinen werden diese Schicksalsgöttinnen als Göttinnen des Glücks, der Fruchtbarkeit und der Erde angesehen und mit den griechischen Moiren oder den Nornen der skandinavischen Sage in Verbindung gebracht. Viele nehmen an, dass in den deutschen „Drei Frauen“ oder „Drei Marien“ die Matronen weiterlebten, die wahrscheinlich germanisch-keltisch stämmigen Namen Anbede, Borbede und Wilbede scheinen ebenfalls auf eine Verbindung hin zu deuten. Eine bekanntere einzelgestaltige Schicksalsgottheit war dagegen Karnuntina,eine Lokal- und Stadtgöttin die der Fortuna gleichgesetzt wurde und zumeist als weibliches Gegenstück zu Cernunnus oder als Stammesgöttin der Karnuten betrachtet wird sowie „Göttinnen der Fülle“ wie Rosmerta oder Ussia, die als weibliche Gottheiten mit Attributen der Fruchtbarkeit, insbesondere des Füllehorns dargestellt wurden. Es lässt sich nicht nachweisen, ob es sich hierbei um eine eigenständige Form von Göttervorstellung oder nur um eine Variation der Idee von der Stammes-, Landes- oder Schicksalsgöttin handelte. Mit der altkeltischen Göttin Matrona werden manchmal die irische Sagengestalt Boann sowie die walisische Modron in Verbindung gebracht die in der Sage mütterliche Attribute besitzen, jedoch beide niemals in der Dreigestalt erscheinen. Figuren die in Dreigestalt auftauchen wie Brigid, Étaín und Macha könnten jedoch auf verwandte Vorstellungen auch bei den Gälen hinweisen. Eine weitere mögliche Dreigestalt könnte bei den walisischen Bendith y Mamau vorliegen.

 

Göttinnen der Unterwelt oder des Frühlings

 

Die keltische „Frühlings-“ oder „Totengöttin“ sowie Fluchgöttin wurde mit der römischen Proserpina gleichgesetzt. Zwei überlieferte Namen solcher Göttinnen sind die keltiberische Adaegina sowie die in Süddeutschland und dem Donaugebiet verehrte Aericura. Genuin keltische Darstellungen der Unterweltsgöttin sind nicht zu bestimmen, zumeist werden gallo-römische Darstellungen nach Art der römischen Proserpina mit ihr in Verbindung gebracht. In einigen Fällen ist die keltische Unterweltsgöttin auch in Begleitung eines Hundes, möglicherweise des Cerberus dargestellt. Die an Proserpina angelehnte Darstellung der Aericura mit einem Apfelkorb ließ zudem jedoch auch an eine Göttin des Frühlings denken, allerdings ist der Apfel in der keltischen Mythologie auch ein Symbol des Lebens nach dem Tode bzw. der Unsterblichkeit. Als mögliche walisische Entsprechung zu einem Persephone-Mythos wird in der neo-keltischen Esoterik häufig die Gestalt der Creiddylad erwähnt. Andere Sagenfiguren wie Morrigan, Ernmass oder die Black Annis weisen zwar eine Unterwelts- und Todessymbolik auf, ihnen scheint jedoch wiederum der gleichzeitige Fruchtbarkeitscharakter der altkeltischen Göttinnen zu fehlen.Die Funktion einer Frühlingsbringerin erfüllt die schottische Bride.

 

Die göttliche Reiterin

 

Zumeist als „Pferdegottheit“ bezeichnet wird die äußerst beliebte keltische Epona. Tatsächlich war ihre Funktion als Schutzgottheit der Reiterei und der Pferdezucht in der gallo-römischen Kultur sehr wichtig, doch ging ihre Bedeutung wohl weit über dies hinaus. Die Gleichsetzung mit der römischen Ops in Norditalien und ihre Ähnlichkeit mit der bei den Galatern so beliebten Kybele weisen eher auf eine Himmels und Schöpfungsgottheit nach der Art der griechischen Rheia hin als auf eine simple Schutzgottheit der Pferde. In ihrem kriegerischen Aspekt wurde Epona auch manchmal nach Art der römischen Bellona bzw. diese nach Art der keltischen Göttin dargestellt, nämlich als unbekleidete Frau mit langem Haar auf einem galoppierenden Pferd. Allerdings sind auch Darstellungen einer bekleideten Epona mit einem Fohlen und einem Korb voller Gaben bekannt.

 

Auch die Figur einer reitenden Gottheit die die Symbole von Sonne und Mond in Händen hält auf einigen gallischen Münzen wird bisweilen mit Epona in Verbindung gebracht. Auf einigen Münzen jedoch ist die Trägerin des Mond- oder Sonnensymbols dreigehörnt oder Reitet einen Centauren, was von Epona sonst nicht bekannt wäre. Irische Figuren wie Macha Mong Ruadh und Etain Echraide werden manchmal aufgrund ihrer Pferdeattribute mit Epona in Verbindung gerbracht, ebenso wie die walisische Rhiannon.

 

Weitere weibliche Gottheiten

 

Auf eine Erdgottheit oder Verkörperung der Erde könnte das Fragment des Göttinnen namens Dumno, was „Welt“ oder „Tiefe“ bedeutet hinweisen, gewöhnlich wird jedoch Dumno- als Stammesgöttin der britannischen Dumnonen angesehen. Die Göttin Litavis wird als „Die Weite“ gedeutet, in der gälischen Literatur deuten die Figuren der Domnu und Tailtiu sowie der Cailleach auf eine alte weibliche Erdgottheit hin. Der Typos einer Göttin der Heilung wird vertreten von Göttinnen wie Bormana oder der keltiberischen Maiduna/Meduna und findet vielleicht in der irischen Airmed eine Entsprechung. Die keltisch-germanische Göttin Nehalennia wird oft für eine Göttin der Seefahrt gehalten, wahrscheinlicher ist jedoch aufgrund ihrer Gleichsetzung mit Isis, in ihr eine Göttin der Natur oder eine Totengöttin sehen zu wollen wozu bei den Inselkelten bisher keine überzeugende Entsprechung gefunden werden konnte. Erwähnenswert sind weiterhin die Göttin Pritona oder Ritona, welche eine besondere Gottheit der Furten und eventuell auch eine Schicksalsgöttin dargestellt hat und die bereits mit der gälischen Gestalt der Bean Nighe

 

Hel

 

bezeichnet in der germanischen Mythologie sowohl die Unterwelt als auch ihre Herrscherin.

 

Die Gottheit aus dem Geschlecht der Riesen

 

Hel als Totengöttin ist die Tochter von Loki und der Riesin Angrboda, wird aber nicht dem Göttergeschlecht der Asen zugerechnet sondern den Riesen. Ihre Haut ist zur einen Hälfte von normaler Farbe, zur anderen blau-schwarz, was bedeutet, dass sie halb tot und halb lebendig ist. Zusammen mit ihren beiden Geschwistern, dem Fenriswolf und der Midgardschlange, wurde sie von den Asen nach Asgard gebracht, da die Götter sich vor den Kindern Lokis fürchteten. Während der Fenriswolf an die Kette Gleipnir gebunden und die Midgardschlange von Odin ins Meer geworfen wurde, verbannte man Hel aus Asgard, woraufhin sie nach Norden ging, wo sie ihr eigenes Reich gründete. Dort holt sie all diejenigen zu sich, die eines natürlichen Todes sterben, während die im Kampf gestorbenen nach Walhall an Odins Tafel gelangen. Vor diesem Schicksal sind auch die Götter nicht gefeit, wie am Tode Baldurs gezeigt wird. Der Name der "Wikipedia: Frau Holle" aus dem gleichnamigen Märchen leitet sich vermutlich von dem Namen der Totengöttin ab.

 

Unterwelt

 

Hel als Unterwelt bezeichnet die unterirdische Totenwelt, die unter den Wurzeln des Weltenbaumes, der Esche Yggdrasil, liegt und über den Todesfluss Gjöll erreicht wird. Wie beim Hades der griechischen Mythologie ist eine Rückkehr fast unmöglich. Die Hel an sich wurde zunächst nicht als Ort der Strafe aufgefasst. Erst später, auch unter Einfluss des Christentums, entstand die Vorstellung eines Orts der Bestrafung für Böse, insbesondere Lügner und Mörder. Das englische Wort "hell" (Hölle), wie auch die deutsche Hölle, leitet sich von Hel, Holle ab. Die Brücke zur Unterwelt wird durch die Riesin Modgrudr bewacht. Von hier aus führt nordwärts der Weg zur hochumwallten Burg der Hel. Über diese goldene Brücke schreiten und reiten die verlorenen Seelen. Niemand hat sie gerufen, doch auch niemand verwehrt ihnen den Zugang, selbst der Höllenhund Garm nicht, der unmittelbar vor dem Eingang in einer Felsenhöhle wacht. Er lässt die Eintretenden nie wieder hinaus. Neben dem Hund sitzt der Haushahn mit dunkelbraunem Gefieder, ganz anders als der Hahn der Götter, den ein goldener Kamm ziert. Wenn am jüngsten Tage die Hähne der Götter und Riesen die Recken zum letzten Kampfe wecken, dann kräht auch der Hahn des unterirdischen Reichs der Hel und weckt die Totenwelt.

 

In Hels Burg befinden sich große Säle. Kein Sonnenstrahl dringt in die Gemächer ein, selbst die Eingangspforte zeigt zum unwirtlichen Norden. Die Wände sind aus Schlangenleibern gebildet, und durch das Rauchrohr im Dach rinnt giftiger Regen. Wilde Ströme umgeben die Burg, die Vergewaltiger und Mörder durchwaten müssen. Der Drache Nidhögg nährt sich von den Leichen verstorbener Verbrecher, und ein Wolf verschlingt sie

 

Odin oder südgermanisch Wodan, altisländisch Óðinn, altenglisch Wōden, altsächsisch Uuoden, althochdeutsch Wuotan, gemeingermanisch Wôðanaz, ist der Hauptgott in der nordischen Mythologie und Religion, wie sie in den eddischen Dichtungen vorgestellt wird.

 

Etymologie

 

Der Name Wodan entstammt nach Ansicht mancher sprachwissenschaftlich geprägter Richtungen einem Wortgeschlecht, das eine westliche Dehnform zum indogermanischen wat „anblasen, anfachen“, im übertragenen Sinn „inspirieren“, darstellt, verwandt mit altindisch vátati; die protogermanische Urform des Götternamens lautete demnach Wōdanaz. Das mittelhochdeutsche und althochdeutsche wuot, neuhochdeutsch Wut, entstammt ebenfalls diesem indogermanischen Wortgeschlecht, entsprechend altnordisch ódr, mit der Bedeutung von „Stimme, Gesang, Leidenschaft, Dichtung“, verwandt mit gemeingermanisch wōda „besessen, erregt“. Diese Bedeutungen sind charakteristische Darstellungen der Wesenhaftigkeit und der Handlungsmaximen Odins/Wodans. Die inspirierte, seelische Erregung kann sich auf die poetische Dichtung ebenso beziehen wie auf die Magie und deren Möglichkeiten im Krieg, indem die Gegner magisch verblendet wurden, oder auf die jähzornartige Berserkerwut. Dementsprechend schreibt Adam von Bremen bezüglich seiner Beschreibung des Tempels von Uppsala in seiner aus dem 11. Jahrhundert stammenden Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum: „Wuodan id est furor“ („Wodan bezeichnet das Wüten“).

 

Der Wochentag Mittwoch nimmt in anderen germanischen Sprachen nach der Interpretation respektive Anlehnung des römischen Vorbilds auf Wodan Bezug. Der „Wodanstag“ oder auch "Wodenstag“, Woensdag im Niederländischen, wurde im Neuenglischen zum Wednesday, im Friesischen Wernsdey, im Dänischen und Schwedischen vergleichbar onsdag, dem Odinstag. Die Entlehnung hängt mit der Übernahme der römischen 7-Tage-Woche durch die kontinentalen Germanen des 2.–3. Jahrhunderts zusammen. Der „Mittwoch“ stammt aus einer Lehnübersetzung des lateinischen dies Mercurii, Tag des Mercurius, der als Äquivalent Wodans betrachtet wurde (siehe dazu Interpretatio Romana).

 

Lehnübersetzung des lateinischen dies Mercurii, Tag des Mercurius, der als Äquivalent Wodans betrachtet wurde (siehe dazu Interpretatio Romana).

 

Herkunft

 

Als früheste Nachweise der Gottheit wurden Felsbilder in Skandinavien gedeutet, die übermannsgroße Figuren in phallischer Pose und mit einem Speer bewaffnet zeigen. Diese Deutungen sind aber umstritten und beruhen auf den spätheidnisch-skandinavischen schriftlichen sowie bildhaften Darstellungen Odins als einer mit einem Speer attributierten Gottheit neben Thor mit seinem Hammer und Tyr als Schwertgott.

 

Tacitus benennt innerhalb seiner ethnographischen Abhandlung, der landläufig verkürzt betitelten „Germania“, im Kapitel 9 den ihm übermittelten Abriss zu den religiösen Verhältnissen „der“ Germanen. In der Eröffnung zitiert er wörtlich Caesar aus dessen „Gallischen Krieg“. Tacitus führt als höchste verehrte Gottheit in römischer Interpretation den Mercurius an. Aus der weiteren Benennung der zwei weiteren Hauptgottheiten Hercules und Mars für Donar/Thor und Tiwas/Tyr wird für Mercurius Wodan/Odin geschlossen. Tacitus' Einführung ist jedoch nicht problemlos deckungsgleich mit den vermutlich tatsächlichen Verhältnissen, beziehungsweise zeigt gleichfalls die Identifizierung des Hercules mit Donar/Thor, dass eine differenzierte Wertung zwingend ist.

 

In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde Wodan in der Germania inferior durch Weihesteine geehrt, die in der Regel von Germanen gestiftet wurden, die in römischen Militär- oder Staatsdiensten standen. Die Steine tragen Inschriften, die den Namen des Mercurius mit germanischen Begrifflichkeiten paaren, seien es Bezüge zu Örtlichkeiten, zu einzelnen Stämmen oder Namensformen mit anderen Bezügen. Beispielhafte Inschriften sind „Mercurius Cimbrianus“ – Wodan der Kimbern und „Mercurius Leudisius“ – als Wodan von Lüttich.

 

Die Deutungen der Felsbilder führten neben anderen Aspekten in der Forschung zu einer ungeklärten Streitfrage. Auf der einen Seite steht die in Anlehnung an G. Dumézil und anderen vertretene These, dass Wodan/Odin eine gesamtgermanische Götterfigur seit indogermanischer Zeit sei. Auf der anderen Seite steht die These der allmählichen Wanderung Wodans und dessen Kults, die sich vor der Zeitenwende im niederrheinisch-nordwestdeutschen Raum entwickelte und ausbreitete und den alten Hoch- und Himmelsgott Tiwaz aus dessen Stellung verdrängte. Dieser Prozess müsste dann im Kontext der Auseinandersetzungen mit Rom sowie der Veränderung innergermanischer Verhältnisse gesehen werden.

 

Schriftzeugnisse im kontinental-germanischen Bereich sind spärlich, hauptsächlicher Nachweis sind hier spätere, zum Teil nach der Christianisierung verfasste Quellen (Edda), welche die im Brauchtum tief verwurzelten Erinnerungen an die heidnische vorchristliche Zeit und deren religiöse Riten und Mythologien reflektieren. Zudem ist in den isländisch-eddischen Schriften des Hochmittelalters der Einfluss der Christianisierung und sowohl christlicher als auch griechisch-römischer Vorstellungen auch und gerade bei der Darstellung Odins zu erkennen. Otto Höfler stellte auf Grundlage der disparaten Quellensituation zu Odin/Wodan fest, dass man diesen nicht zu einem einheitlichen anthropomorphen, menschengestaltigen Charakterbild zusammenfassen kann, jedoch lässt sich über die Epoche des germanischen Paganismus hinweg ein einheitlicher Kulttypus feststellen. Dieser manifestiert sich, wie in der etymologischen Deutung kurz umrissen, folgend: die Beziehung zur Ekstaseder Bezug zu den Toten beziehungsweise Totenkult die Verwandlungsfähigkeit kriegerische, vegetative und dämonische Züge.

 

Über den Ursprung der Germanen und dem Ursprung der Odin-Verehrung Odin. Odin wird in der gegenwärtigen Zeit als Kriegsgott verehrt. Ein Kriegsgott war Odinvielleicht unter anderem. Odin war vieles - eine sehr schillernde Gestalt: Odin ist der Vater der Götter und der Vater der Menschen. Odin (Wodan) ist unter anderem der Gott des Sturmes (siehe Odem = Hauch, odeur, franz. Geruch, odeln = riechen etc. Worte, die mit Luft und Hauch und Windzusammen hängen). In seiner Verbindung mit Luft mag auch der Ursprung im Glauben liegen, dass er der Herr über die Seelen ist, denn früher hatte man sich die Seele als einen luftigen Hauch vorgestellt (z.B. "die Seele aushauchen". Vielleichtwurde solcher Art Odin auch zu einem Todesgott, (Gevatter Tod mit seinem schwarzen Umhang und Schlapphut ist eine Erscheinung Odins). Er ist der Gott der im Winde fahrenden Seelen und der Gespenster. Als solcher führt er die Wilde Jagd an. So wie der Tod zwischen den zwei Welten, die irdische Welt und die Jenseitige Welt, hin und her reist, so trifft das auch für Odin zu. Odin ist der Wanderer, jedoch ein Wanderer, dem alle Welten offen stehen. Es liegt nahe - niemand, außer ihm ist in allen Welten so zu Hause und mit ihnen vertraut wie Odin - das macht ihn weise, denn er ist "erfahren" ( "-fahren" kommt vom Reisen). Als der Wanderer zwischen den Welten wird er auch gerne im Nebel und in der Dämmerung dargestellt. Als solcher ist er der Lehrer der Astralwanderer, gegenwärtige Schamanen, die den Zugang nicht über Rituale, sondern über Veranlagung gefunden haben. Odin ist ein Gott des Verstandes und der Mannhaftigkeit, aber auch des Diebstahlsund der Schlauheit. Odin ist auch der Gott des Sieges (in der Schlacht) und damit des Reichtums (Beute). Er ist der Friedensgott ebenso wie der Kriegsgott und gilt als der große Schiedsrichter. Odin ist auch der Schamane, der in den 9 Nächten an der Weltenesche, die Initiation erfuhr und damit übernatürliches Wissen - die Runen. Als Schamane ist er ein Gott der Ekstase, der Beredsamkeit und Dichtkunst (Dichtermet, den er stahl). Außerdem ist er zauberkundig und weiß über die magische Macht der Runen, welche diesen innewohnt, zu gebieten.

 

"Odin ist der Gott der Tages- und Jahreszeiten. Als Tagesgott hat er nur ein Auge, die Sonne. Wie die Luft alles durchdringt, so ist Odin der allesdurchdringende Geist der Natur. Als Gott des Geistes sinnt er über das Schicksal der Welt nach. Die Edda nennt ihn den grübelnden Asen. Aus dem Blut des weisen Zwerges Kwasir gewann er den Dichtermet Odroerir. Er war erforderlich zur Ausübung der Seherschaft. Er ist identisch mit Amrita oder Soma. Nur wer ihn trank war fähig, die Edda zu schauen und sie in Hexametern auszudrücken. Ein weiterblauer Mantel (der Äther) umhüllt ihn, langes Haar und ein dichter Bartzeichnen ihn aus. Am Arm trägt er den Goldring Draupnir (Tropfer). Auf seinem Hengst Sleipnir (Wind) fährt er über die Wolken dahin. In Walhalla thront Odin auf dem goldenen Hochsitz Hlidskialf, von dem aus er die ganze Welt überschauen kann. Seine beiden Raben Huginund Munin sitzen auf seiner Schulter. Er sendet sie täglich aus in die Welt, damit sie ihm daraus berichten." (Aus:www.mythen-lexikon.de)Odin liebt die Frauen. Er kann beliebig viele Gestalten annehmen. Ja, er ist sogar als Oki der Vorläufer des Weihnachtsmannes. Er ist eine zeitlos, lebendig. Was sind schon Namen. Wer sich in ihn vertieft, ist von ihm fasziniert.

 

Warum ich Odin liebe. Bilder ziehn vorbei und ich kann sehn, wie Menschen beten und die Götter preisen und auf den Knien um Gnade flehn. Hoch oben ihre Götter thronen, fernab der Welt und sehr erhaben, um als Herrscher ihre Diener zu belohnen. Nur einer ist es, der aus der Reihe schlägt, der seine schöne Götterwelt verlässt, und uns sich zugesellt, was mich zutiefst bewegt. Als Wandrer zeigt er, dass er die Menschen liebt, mit ihnen spricht und Anteil nimmt und um zu helfen, sich in manches Haus begibt. Ich liebe Dich, denn nirgends sonst ich eine Gottheit sah, die scherzte, sang und zechte und mit Humor den Menschen war so nah. Ursprung der Indoarier

 

Ursprünglich gab es in den germanischen Ländern, speziell im Norden nur Naturgeister, Riesen und Drolle. Die Asen als Götter kamen erst viel später zum Glaubensgut dieser Völker hinzu. Es wird behauptet, dass die Bezeichnung "Asen" sich vom Wort "Asien" ableitet. Es gibt jedoch auch eine andere Erklärung für diesen Begriff: Die ältesten, schriftlichen Nachweise über die Verehrung des Himmelsgottes Tengri findet man in der alten chinesischen Literatur, die sich auch mit den benachbarten und verfeindeten Völkern beschäftigt. Daraus ist zu entnehmen, dass die Hsiung-nu (Turkmongolen) schon im 4. Jahrhundert v.Chr. Tengriverehrten. Die Hsiung-nu glaubten, dass das Blut ihrer Herrscher vom Gott Tengrigeadelt ist. Laut einer Legende der Hsiung-Nu gilt die heilige Wölfin Asena als Ahnin. In einer anderen Legende vereinigt sich Tengri persönlich in Gestalteines Wolfes mit der Tochter eines Tue'kue Herrschers. Die Herrscher der Türken führten ihre Abstammung auch nach über tausend Jahren später noch auf dieses Asena- Adelsgeschlecht zurück und wurden daher von ihren Untertanen als lebende Gottheiten verehrt. Aus Wikipedia, "Tengrismus" Mit der Suche nach dem Ursprung der Bezeichnung "Asen" für die germanischen Götter wandern wir bereits in den Osten Europas und nach Asien. Wenn man nachdem Ursprung der Indogermanen sucht, führt der Weg ebenfalls nach Asien. Die Germanen stammen nicht aus dem hohen Norden Europas, sondern aus den weiten Steppen Russlands. Das sollten wir auch beim Odin-Kult bedenken. Was bei den Germanen die Wedda, ist bei den Arias in Indien die Veda. Noch etwas zu Odin: Reiten war in den zerklüfteten Bergen Norwegens nichtangesagt. Selbst im flacheren Finnland bevorzugte man Rentiere zum Reiten, weildiese den dortigen klimatischen Gegebenheiten besser angepasst waren. Odin mit seinem Pferd Sleipnir stammte aus Asien. Ur-Indogermanen:Auszug aus diversen Artikeln von Wikipedia: Viele Wissenschaftler nehmen an, dass die Ur-Indogermanen etwa in den Zeitraum zwischen 4000 und 3000 v. Chr. einzuordnen sind. Sie besiedelten die Steppen nördlich des Schwarzen und Kaspischen Meeres. Es überwiegt vielfach die Sichtweise, dass die Ausbreitung der Indoeuropäer von dort in zwei Richtungen statt fand: Die eine Ausbreitung erfolgte in Richtung Europa, wo die vorindoeuropäische Bevölkerung in mehreren Wellen überschichtet wurde. Das dürfte um 2000v.Chr. gewesen sein. Der andere Vorstoß richtete sich nach Kleinasien, in den Iran und nach Nordindien, wo um 1500 v. Chr. Scharen indogermanische Arier (Aryas)einfielen, welche die autochthone Bevölkerung unterwarfen. Man nimmt an, dass die Indogermanen im 5. vorchristlichen Jahrtausend als kriegerisches Hirtenvolk lebten. Sie domestizierten das Pferd (Sredny-Stock-Kultur um 4000 v. Chr.), gegen 3000 v. Chr. erfanden sie auch das Fuhrwerk(Worte für Rad, Achse, Deichsel, Geschirr, Nabe stehen dafür), sie betrieben eine intensive Vieh- und Weidewirtschaft mit Schafen und Rindern. Gemäß dieser Hypothese sind sie nach Klimaverschlechterungen zwischen 4400 und 2200 v. Chr. in mehreren Wellen west-, süd- und ostwärts gezogen. (Wikipedia)Skythen und andere: Zur Zeitenwende beherrschten indogermanische Stämme aus der Gruppe der mit den Skythen verwandten Sarmaten die Steppe Osteuropas (Iazygen, Roxolanen, Alanen), im 3. Jahrhundert kamen die Goten dazu. Die nordischen Völker: Ostgoten: Die Ostgoten siedeln um Christi Geburt an der Ostsee mit Zentrum an der Weichselmündung. Im 2. Jahrhundert verlassen sie diese Siedlungsräume und wandern nach Südosten in den Raum des heutigen Weißrusslands. Ab200 teilt sich der Stamm der Goten auf, indem ein Teil in den Norden desSchwarzen Meeres zieht, der andere sich westlich des Schwarzen Meeres im heutigen Rumänien niederlässt. Das Gemeinwesen der Ostgoten wird 375 von den Hunnen überrannt und die Ostgoten zur Heerfolge gezwungen. (Wikipedia) Ostwikinger: Bei uns sind hauptsächlich die Westwikinger aus Norwegen und Dänemarkbekannt. Die Ostwikinger aus Schweden konzentrierten sich dagegen auf die Ostsee und Osteuropa. Sie betrieben über die großen osteuropäischen Ströme Handel, der sie bis nach Byzanz und Bagdad führte. Schon im 9. Jahrhundert hören wir auch von einem schwedischen Reiche im inneren Winkel des Finnischen Meerbusens, "gardariki" mit der Hauptstadt Holmgard (Nowgorod). Es dehnte sich weit ins Innere Osteuropas aus undsollte die Keimzelle des russischen Reiches werden. Der Kern des durch die Ostwikinger gegründeten russischen Reiches lag in Nordrußland. Frühzeitig schon zogen die Waräger ihre Schiffe auf Rollen über die Wasserscheiden und fuhren die südrussischen Ströme Don und Wolga hinunter nach dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen See. Die Waräger gründeten um 862 ein riesiges Reich mit der Hauptstadt Kiew: die Kiewer Rus. Mit der Entstehung der Kiewer Rus, beginnt die russische nationale Geschichte. Das Wort „Rus“ leitet sich vermutlich von einem Warägerstamm ab, der aus Schweden kommend die großen Flüsse Dneprund Wolga entlang ruderte. (Wikipedia)

 

Die wilde Jagd. In stürmischen Nächten jagt ein wildes Heer von Geistern und Toten durch die Lüfte. Manchen Auffassungen zufolge ist der Anführer dieser wilden Horde Odin als Todesgott. Met: Odin war auch ein Ekstatiker (Skaldenmet). Die Entrückung war ein wesentliches Element östlicher Schamanen. Die wilde Jagd: Diese Überlieferung gab es im europäischen Raum sicherlich schon vor dem nordischen Odin Kult. Aufgrund seines vielschichtigen Erscheinens wurde jedoch Odin bald als der Anführer der wilden Jagd gesehen. Odin (Wodan) ist der Gott des Sturmes (siehe Od = Hauch, Geruch), aber auch der Gott des Sieges(in der Schlacht), der Ekstase, der Beredsamkeit und des Verstandes, der Dichtkunst und der Mannhaftigkeit, der Gott der gefallenen Helden, der Toten und der im Winde fahrenden Seelen und der Gespenster. Außerdem ist er zauberkundig, hellsehend, weiß die Zukunft und hat den Menschen die Runen gebracht. Blitze: (Aus Tengirsmus von Wikipedia):Blitz und Donner wurden als ein Zeichen der Unzufriedenheit Tengris, des Himmelsgottes, gedeutet. Manchmal wurden Blitze aber auch als Hinweis auf einen besonders spirituell starken Punkt in der Natur angesehen. An diesem Punktvollzogen Schamanen ein Ritual, den Yohor-Tanz, um die dort entladene Energiewieder zurück ins himmlische Reich zu schicken. Man glaubte, dass vom Blitz oder von Meteoren getroffene Gegenstände mit himmlischer Energie beladen wurden. Man glaubte auch, dass Blitze, die man auch als Haar des Himmels bezeichnete, auch Getränke wie zum Beispiel Kumys mit göttlicher Energie anreicherten, die man dann in dem Glauben getrunken hat, die göttliche Energie würde damit auf den Menschen übergehen.

 

Die wilde Jagd: Grelle Blitze durchzucken die Nacht. Sleipnirs Hufe donnern über die Wolken. Odins Stimme jauchzt vor Freude, verwoben mit dem Dröhnen des Sturms. Enthoben eilt er durch die Lüfte. Ekstase, welche die Grenzen verwischt, die Grenzen zwischen Tod und Leben. Welch Glück, ohne Grenzen zu sein! Die wilde Jagd: Welch Schrecken unter den Menschen. Sie verkriechen sich hinter dicken Mauern. Hüte dich vor der Nacht“ rufen sie, schließe die Türen, bleib in der Hütte!“ Wie fürchten sie die Nacht der wilden Jagd, die an den Wänden ihrer Illusionen rüttelt! Aus „Der Tod und sein Lehrling“, SSE Verlag, Wien, 2008, ISBN 978-3-901975-37-0

 

Ein Reiter am HimmelEndlose Weite von Schnee und Eis, glitzernd im Sonnenlicht, und hellblauer Himmel, beides vereint am Horizont. Bedeutungslos werden Raum und Zeit. Staunend erhebt sich der Blick zum Himmel, durch die Lüfte jagt ein Reiter, weit wallend seinen Umhang, dunkel sein Ross, glitzernd vom Schweiß aus tausend Diamanten. Ein Rudel silberner Wölfe im Gefolge, alle im stillen Jubel, aufgehend in der Weite, die Unendlichkeit ist nah. Erstaunt blickt der Reiter zur Erde; er sieht die Menschen im einsamen Land, den Blick zu ihm erhoben. Jäh wendet er sein Pferd. Zu ihnen hinab geht sein Flug. Chaos im Rudel der Wölfe, zu schnell war der Reiter.

 

Ein Lachen, unhörbar für die Ohren, überwältigend stark für die Herzen. Die Erde erbebt vor Freude, aus dem Eis wächst ein Teppich aus Blumen, aus Liebe entstanden für Odin, den Vater der Menschen und Götter.(Beschreibung eines Traumes meiner Frau)Über den Traum: Meine Frau glaubt nicht an Götter, leider. Wir haben schon so manche Diskussion über dieses Thema geführt - keine emotionellen, hitzigen Diskussionen, nein, dafür lieben und achten wir einander zu sehr. Meine Frau ist Wissenschaftlerin und so sind unsere Debatten sachliche Argumente, welche die Ansichten des anderen zu widerlegen versuchen. Als Spezialistin für das Gehirnbringt meine Frau Argumente ins Spiel, die zeigen, was der Zauberkasten in unserem Kopf vermag. Da ich deshalb mit "Erfahrungen" schlecht punkten kann, denn diese können über Gehirnfunktionen wegerklärt werden, verlege ich mich dann auf die Astrophysik und Quantenphysik, argumentiere mit den Wissenslöchern in den Naturwissenschaften, über schwarze Materie und Energie, andere Dimensionen undmanches mehr. So habe ich einmal wieder mit ihr eine Diskussion geführt und mich in Gedankenseufzend an die Götter gewendet - und da hatte meine Frau jenen Traum von Odin. Vor ihm hat sie seitdem eine gewisse Ehrfurcht - auch wenn er in ihren Augen keine Gottheit, sondern eine lebendige Bewusstseinskraft ist (seltsamer Weise hat siebuddhistische Auffassungen, obwohl sie sich nie mit Buddhismus befasst hatte).

 

Gruß an Odin Auf einsamen, Nebel umhangenen Wegen reitet Odin, an der Grenze zwischen Diesseits und Jenseits, wo Dunstschleier die Sträucher gespenstisch beleben. Still reitet er auf Sleipnir über dieses geheimnisvolle Land, überfliegt von Sleipnirs Geisterflug getragen den Grenzfluss, und lenkt seinen Weg in das Land der Verstorbenen. Er eilt durch das Land der Schatten, mit Felsen aus Nebel. Hinauf trägt ihn sein Pferd zu den Welten der Götter, und die Nebelfelsen zu seinen Seiten werden bunt, werden zum farbensprühenden Regenbogen. Ich liebe ihn, den Einäugigen in seinem weiten Umhang, ihn, dessen Schlapphut das Antlitz beschattet. Er ist es, der alle Wege kennt und der jenen, die er liebt, das Geheimnis des Seelenfluges lehrt, damit sie zu Lebzeiten schon jene Welten betreten mögen. Sein Schutz geleitet sie sicher zurück und er lehrt sie, damit sie jenen, die es verstehen, ihr Wissen weiter geben. Wenn Du auf deinen Wegen einem seiner Raben begegnest, sende dem von mir geliebten Einäugigen meinen Gruß! Überarbeitete Version aus „Der Tod und sein Lehrling“, SSE Verlag, Wien, 2008, ISBN 978-3-901975-37-0

 

Geschwister von Hugin und Munin. Vom Wind getragen gleitet ihr über die Wipfel der Bäume. Geschwister von Hugin und Munin, froh ist Euer Rufen. Ein Stück des Weges wird mein Geist euch folgen; dann wird er weiter zieh'n durch Nebelwolken und Regenbögen, getragen und umspielt vom Hauch des Windes, Odin suchend, dessen Lachen ich hör, ein Lachen vom Wind getragen, gleitend über die Wipfel der Bäume. Über Raben und Wölfe: Jäger aus den Einöden Sibiriens und Alaskas behaupten, dass Raben (Krähen) und Wölfe bei der Jagd im Winter zusammen arbeiten. Die Raben suchen aus der Luft nach verstecktem Wild. Dann kreisen sie darüber undrufen laut (verschreien es). Die Wölfe kennen das Signal und umzingeln das Versteck und gelangen meist erfolgreich an die Beute. Dann kommt das große Mahl. Natürlich sind alle hungrig und keiner will dem anderen etwas geben. Die Raben sind schlau und warten sicher nicht, bis nur die Knochen über bleiben. Sobald die Haut aufgerissen ist, die Innereien frei gelegt sind und am Boden allerlei Stücke herumliegen, zupfen die Raben die Wölfe am Schwanz und belästigen sie. Wenn sich ein Wolf knurrend umdreht, ist schon der nächste Rabe an der Beute und holt sich schnell ein Stück heraus. Das Prinzip des gemeinsamen Jagens und Teilens funktioniert somit gut.

 

Odin, Wanderer im Nebel. Als Wanderer mit Filzhut und Stock, im grauen Zwielicht zwischen Tag und Nacht, dort wo die Nebel die Grenze zum Jenseits verbergen, fern der Menschen, in unwirklicher Einsamkeit, wo selbst die Blätter schweigen, führt er die Verstorbenen in sein Reich, führt sie behutsam und sicher durch den Nebel, lenkt in Stille das Boot über den Grenzfluss, dorthin wo in der Nacht die Sonne scheint.(Aus "Lilith", Anhang, Worterklärungen und Sichtweisen des Maha Yoga, von A.Ballabene)

 

Odin und Lokis Zauberwerk. Du wanderst durch Städte einer veränderten Welt, geliebter Odin, Vater der Götter und Menschen. Ich fühl Dich nah und frage mich, ob Dir der Lärm und Trubel hier gefällt? Welch Zauber, nichts ist wie einst geblieben! Die Menschen sind voll Zweifel und voll Ängste, Weisheit, Stärke, die Du lehrtest, haben sie vergessen. So leben sie ohne Ziel, verwirrt und sind getrieben. Es ist Lokis Werk, er hat die Welt geprägt, doch dient er, Odin, im Geheimen Dir, er duldet keine Trägheit, verändert stets und prüft.

 

Sein Zeichen ist die Unrast, welches die Welt nun trägt. Die Menschen haben ihren Weg verloren; noch merken sie es nicht, doch wenn die Not am größten ist, wirst, Odin, Du in ihren Herzen neu geboren! Geliebter Odin, der Du lehrst die Schwächen zu besiegen, der Du das heilige Wasser hast getrunken, der Du Vergangenheit und Zukunft kennst, ich seh’ Dich lächeln und zufrieden.

 

Odins BlickStrahlend, forschend aus endlosem Raum fühl ich auf mich gerichtet einen machtvollen Blick. Er durchleuchtet meiner Seele Tiefe, weckt mich aus meinem Alltagstraum. Ich lausche, lass meine Gedanken schweigen, um auszuloten meinerseits die Kraft. Ich balle meinen Willen und blick zurück, auf dass der Ursprung jener Kraft sich mir möcht zeigen. Ich höre fröhlich Lachen über die Verwegenheit, den Mut des kleinen menschlich Wesens, das sich entgegenstellt, als wär' es seinesgleichen, das ohne Furcht zu widerstehen ist bereit. Auch ohne, dass er seinen Namen mir genannt, hab ich erspürt die Quelle von dem tiefen Blick. Odin ist's, er konnt sich nicht vor mir verbergen, sein Wesen ist mir allzu sehr vertraut und wohl bekannt.

 

Über mein Pferd Igor, über das Seelenpferd und Odin. Das Seelenpferd, WindpferdAus "Tengrismus", Wikipedia: Die Ursprünge des Windpferdes liegen auf dem Gebiet der heutigen Mongolei als Bestandteil des Tengrismus sowie in Tibet im Bön-Glauben. Chiimori, die mongolische Bezeichnung für Windpferd, steht für die innere Kraft eines Menschen, seine Seele. Wenn der Schamane in die Welt der Götter oder die Unterwelt reisen wollte, so reiste er auf einem Vogel oder einem fliegendem Pferd. Bevor der Schamane in Trance ging vollzog er die spätere innere Reise in einemTanz, in welchem er symbolisch das Pferd, ein Stab mit Pferdekopf - Steckenpferd -mit sich führte. Über mein Pferd Igor. Vor vielen Jahren, als ich noch in einer Yogagemeinschaft lebte, hätte ich nie gedacht, dass ich je in meinem Leben einmal reiten werde. Bei einem Schamanenritual, in dem wir unser Krafttier finden und ihm begegnen sollten, gelangte ich nach einer Tunnelreise auf eine Wiese mit einer kleinen Hütte und davor einem prächtigen Pferd. So wurde das Pferd zu meinem Krafttier. Dennoch, an reiten hätte ich nie gedacht. Später liebte ich das Reiten - das Wanderreiten. Bei diesen bisweilen viele Tagedauernden Wanderungen ritt ich einen Sommerrappen namens Igor. Ich habe ihn geliebt und er mich auch. Manchmal war unsere Verbindung so eng, dass es sogar zu telepathischen Übertragungen kam. Igor und ich

 

Mit Rührung denke ich an meinen letzten Ritt auf Igor. Igor war etliche Monate schonfußkrank. Um ihm dennoch ein wenig Bewegung zu verschaffen, ließ man im Reitstall kleine Kinder auf ihn reiten und ihn im Schritt gehen. Igor humpelte stark. Als ich ihn wieder besuchte, war er sehr aufgeregt, warf den Kopf hoch und schien auf einmal viele Jahre jünger zu sein. Ich sattelte ihn in der Absicht im Schritt mit ihm auszugehen, in der Hoffnung ihn nicht zu sehr zu belasten. Wie staunte ich und alle Reiter um uns: Igor war auf einmal gesund und zeigte nicht die geringsten Anzeichen von Fußschmerzen. Und so war es auf dem gesamten Ritt. Eine Woche später wurde Igor von einem hengstischen Jungpferd auf den Vorderfußgetreten und ihm der Knochen gebrochen. Igor musste der Gnadenschuss gegeben werden. Ich habe bei meinem Abschied an seinem Kopfende viel geweint und die Tränen kommen mir jetzt noch, wenn ich zurück denke. Igors Tod war kein Zufall, sondern eng mit meinem Schicksal verbunden, aber wie und wieso will ich für mich behalten. Nach Igor, jedenfalls, konnte ich mich nie wiedermit einem Pferd befreunden und ich gab das Reiten auf. Zu dem nachfolgenden, gezeichneten Bild. Es wurde bemängelt, dass im Bild das Pferd schön und ich dagegen blass aussehe. Igor wurde von mir als astrales Wesen gesehen - er leuchtet, wogegen ich ein Wesen aus dem Staub der Erde bin. Igor mein astraler Begleiter. Die Krähenfeder Den Feldweg geh ich, in Gedanken an vergangne Zeiten, träumend von Igor, meinem nachtschwarzen Pferd, das ich über der Schwelle im Jenseits nur kann reiten.

 

Dort werd ich mit ihm weiter zieh'n durch Raum und Zeit, durch Nebelwelten und Regenbogensphären, bis auch jene Illusion wir abzulegen sind bereit. Dann sind wir beide frei geworden von dem Traum, der Freude, Leid und Leben schafft und Leben nimmt, sind jenseits dann von Zeit und Raum. Nun bin ich ohne Pferd und geh zu Fuß, gehüllt in meinen braunen Reitermantel. Ich denk an Odin, send' ihm einen Gruß! Da seh’ ich eine Rabenfeder auf dem Wegesrand. Ich bück mich, freu mich über Odins Zeichen, stecke auf den Hut die Feder, winke mit der Hand. Ich fühle mich in tiefer Liebe Odin Dir verbunden, du bist mir immer nah und zeigst es mir durch eine schwarze Feder, die ich gefunden.

 

Odins Opfer. Aus "Tengrismus", Wikipedia:„..Das Wort "tudomany" (Ungarisch heute: Wissenschaft) war ursprünglich das okkulte Wissen oder der Zauber. Der ungarische Schamane, der "Taltos" heißt, erlangte sein "tudomany" nach einem einige Tage anhaltenden Scheintod, währenddessen er initiiert wurde. Das Wort "Taltos" für den ungarischen Schamanenstammt etymologisch aus dem türkischen "tal-, talt-", was die Bedeutung von "in Ohnmacht fallen", "die Besinnung verlieren", "eintauchen" hat. Die Einweihung geschah durch eine Prüfung, in welcher der angehende Schamane in seinem Trancezustand den "bis zum Himmel reichenden Baum" (ung. "Tetejetlen nagy fa", germanisch Yggdrasil) erklettern musste. Dieser Weltenbaum gehörte zum Weltbilddieser Völker.“Odins Opfer. Um zu erkennen und zu versteh'n das Leben, um aller Welten Weisheitstiefen auszuloten, bist abgestiegen Du zu Mimir, an des Weltenbaumes Wurzel und hast Dein Aug im Austausch hingegeben. Mit einem Auge nun durchwanderst Du die Welt, die Deinen Blick nicht mehr vermag zu bannen, mit ihrem Zauber Dich nimmermehr kann umgarnen, sie hat für Dich die Kraft verloren, die uns gefangen hält. Das andre Auge hast verloren nur zum Schein, in des Brunnen Tiefe ruht es wohl, doch bleibt es nach wie vor mit Dir verbunden, verwurzelt mit der verborgnen Seite von dem Sein. Neun Tage bist an der Esche Du gehangen, die Zeit, sie blieb für Dich wohl stehn, die Illusionen fielen ab durch Schmerzen, der Weltenzauber hält Dich nimmermehr gefangen. Du hast gelitten, warst durch den eignen Speer verletzt, hast durchgestanden tausend Qualen, mit grenzenlosem Mut Dich hingegeben, hast die Erde mit Deinem Blut benetzt. Deinen Körper hast Du geopfert, Deinen Geist befreit, gezeigt, dass innerer Fortschritt heißt sich zu verschenken. Ich merk es, Du erwartest Gleiches nun von mir! Ich fürchte mich und frage mich: bin ich dazu bereit?

 

Die wilde Jagd und neues Leben. Es heult der Wind, es peitschen Eis und Regen, es türmen drohend schwarz die Wolken sich, eine wilde Schar mit einem Reiter an der Spitze, Blitze schleudernd, sieht dahin man fegen. Das ist ein neuer Aufbruch durch der Elemente Kraft, die hinwegfegt Totes und Verwelktes, und Altvertrautes, das erstarrt ist, nieder reißt. Durch dieses Toben Odin neues Leben schafft. Doch wehe wenn die wilde Jagd tobt in der Seele innen! Was ruht, sich nicht bewegt, dem Eis des Winters gleicht, doch was uns aufwühlt, lässt nach neuen Wegen suchen. Schmerzvoll zerbricht das Alte, neu musst du beginnen. Vergeblich suchen wir nach Licht und fühlen uns verloren. Doch wenn das Tal der Dunkelheit durchschritten, dann öffnet sich die Sonne warm in unsren Herzen, beglückt und wohl erstaunt auch fühlen wir uns neu geboren.

 

Odin, Wanderer, zeig mir den Weg. Als Kind ging wohlbehütet ich durchs Leben, dachte später Gärten zu gestalten an des Vaters Seite. Ich reiste durch die Länder, um hierfür zu lernen, doch ward mir eine andre Zukunft vorgegeben. Zurück gekehrt zerfiel die Hoffnung auf ein Heim, wer andrer nahm den Platz an meiner Stelle. Auch war ich ohne Freunde durch die Jahre in der Ferne, ich fand verloren mich und bitterlich allein. Ich ahnte nicht, dass ich jetzt ungebunden war und frei. Gleich einem Vogel dessen Welt ein Käfig war und dem des Himmels helle Weite unbekannt, fand ich verloren mich und wusste nicht was wahre Freiheit sei. Frei zu sein von Bindung, Haus und Habe, wenn gleich auch ohne Schutz und wohlgemeintem Rat, sind wir genötigt uns auf Selbstvertrauen zu stützen, auch sind unsre Hände leer, um zu empfangen Odins Gabe. So war es Brauch und vorgeseh’n durch alle Zeiten: um Odin gleich zu wandern, sei frei von jeder Last, mit Einsamkeit und Stille als Begleiter, lernst du dich öffnen und dich weiten.

 

Noch war ich nicht so weit und suchte im System, hoffte in Büchern Weisheit und Rat zu finden und ahnte nicht, dass dem, der auserwählt, der Weg ist schwer und nicht bequem. Und in meiner Seele rief Odins Stimme mich zu besinnen:„Sei frei, geh nicht auf ausgefahrnen Wegen, verschlungen ist der Pfad, kennt weder fern noch nah, lass die Weisheitslehren, wende den Blick nach innen.“Doch ich begriff den Sinn von Odins Rufen kaum. Ich glaubte, was die Weisheitslehren mir versprachen, glaubte, dass man den Fortschritt könnte zäh erringen. Geduldig lehrte Odin mich zugleich das Sehen durch den Traum. In klaren Träumen zeigte er mir ungeahnte Weiten, wie groß und wunderbar der Schöpfung Welten, wie groß die Not durch Irrungen der Seelen, dass zu überwinden wären weite Räume, ferne Zeiten. Auch lehrte er mich zu versenken tief im Stillen, zu Lauschen nach dem feinen Raunen allen Lebens, zu achten auf den Fluss der inneren Kräfte, von Wünschen unbeirrt zu stärken meinen Willen. Und weiter lehrte Odin mich ekstatisches Entzücken, und einem Maler gleich das Schöne zu erschauen, zu horchen auf die Harmonie der Wechselspiele und sprengte meine Fesseln durch Entrücken. Nach langen Zeiten hab ich erkannt und will es nun bekunden: Einst rief ich laut: „zeig mir den Weg, oh Wandrer Odin“. Er zeigte mir, dass keinen vorgezeigten Weg der Sucher kennt. Es gibt ein Lernen und ein Wachsen nur, hab ich gefunden.

 

Sleipnir und das Windpferd Mongolen: Hiimori, Chiimori Türken: Rüzgar Tayi Tibeter: Lung-Ta Griechen: Pegasus Germanen als das Reittier von Odin: Sleipnir. Die schamanischen Überlieferungen eines Windpferdes dürften ihren Ursprung im Gebiet der heutigen Mongolei (Tengrismus) sowie in Tibet (Bön) haben. Das Windpferd steht für die innere Kraft eines Menschen, für seine Seele. Eine mongolisch-türkische Legende erzählt von einem magischen Pferd, das als Fohlen mit acht Beinen und der Fähigkeit zum Fliegen geboren wurde. Das Windpferd war das geistige Kind einer Schamanin namens Chichek und sollte ihr helfen, der Herrschaft eines bösen Khans zu entfliehen. Dieses gelingt erst nachseinem Tod, als es in Chicheks Trance wieder als reales Pferd erscheint, und siedavonträgt. In mongolischen Darstellungen wird das Windpferd meistens mit Flügeln gezeigt. Das Windpferd in Tibet: Im Tibetischen Buddhismus wurde das gleiche Symbol aus dem schamanistischen Glauben des Bön übernommen. Hier tritt es in Gesellschaft der vier Tiere der Himmelsrichtungen (Garuda resp. Kyung, Drache, Tiger und Schneelöwe) auf, die ihrerseits aus der chinesischen Mythologie stammen.

 

In diesem Zusammenhang wird das Windpferd meistens ohne Flügel dargestellt, dafür trägt es die Drei Juwelen des Chakravartin, auch "Wunscherfüllendes Juwel" genannt. Es soll bei seiner Erscheinung Friede, Wohlstand und Harmonie verbreiten. Die rituelle Anrufung des Windpferdes erfolgt morgens und bei zunehmendem Monddurch ein Rauchopfer. Auf den tibetischen Gebetsfahnen sind in den Ecken meistens die vier Tiere der Himmelsrichtungen und in der Mitte das Windpferd dargestellt. Von diesem haben die Fahnen auch den Namen Lung-Ta übernommen. Sie flattern im Wind, undtransportieren so die Gebete zum Himmel wie das im Wind fliegenden Pferd.

 

Sleipnirs FlugSleipnir, schneller als ein Adler, bestes aller Pferde, mit Deinem Reiter Odin durchquerest Du die Lüfte, durchbrichst die Grenzen zwischen Götterwelt und Erde. Ekstase ist's, was hoch Dich in den Lüften hält, wild ist Dein Flug und nicht zu bremsen, weißer Schaum aus Deinem Maul zu Boden fällt. Aus Deinem Schaum entsprießen Pilze leuchtend rot. Ein Geheimnis bergen sie, einst heilig, nun vergessen, sie brachten Götterflug, doch oft auch nur den Tod. Odins Knotenträger wisse, es braucht Schulung und viel Mut. Tief in Versenkung musst hinab du gleiten, dann wird die Seele frei, derweil dein Körper ruht. Auch ohne Pilz kannst du den Seelenflug erlangen, was dich frei macht ist Sehnsucht und Erhebung, dann bist nimmermehr im Körper du gefangen. Und wenn die Seele frei, dann flieg! Erhebe dich, erkunde fremde Seelenwelten, als Odins Kind hast Du errungen einen Sieg!Aus „Eine Kette aus roten Perlen“, A. Ballabene, ebook. Der Fliegenpilz war im russischen und sibirischen Schamanismus bei spezieller Zubereitung und Verwendung neben Wacholder eines der wichtigsten Ingredienzen.

 

An Mimirs Brunnen. "Hebt die Becher, stimmt ein im Gesang, lasst Walhall dröhnen im Hörnerklang."So riefen die Götter beim Zechen heiter und feierten Stunden und Tage weiter. Einen hatte man im Rausch vergessen, der vorne an der Tafel hat gesessen. Odin war's, er liebt die Stille und nicht den Lärm und der Speisen Fülle. Odin war's, der keinem fehlte, der statt dem Gejohle die Stille wählte. Er durchquerte die Höhlen der Berge und verlassne Stollen der Zwerge, stieg immer tiefer die Erde hinab, Schweigen herum gleich dem Todesgrab. Tiefer stieg er, bis dort wo der Esche Wurzel beginnt und die Quelle der Weisheit entspringt. Er setzte sich zu Mimir am Brunnenrand, reichte ihm zum Gruß die Freundeshand. Im Gespräch erklärte er sein Begehren, ein Horn aus der Quelle des Wassers zu leeren. Mimir nickte, er würd' es gern ihm geben, doch ein Gesetz herrscht über allem Leben:

 

"Kein hohes Gut wird je errungen, ohne dass man sich selbst bezwungen. Willst Du zur Tiefe allen Wissens finden, beweis', dass Du den Körper kannst überwinden, dass Du stärker bist als Furcht und Schmerz, dass von Mut ist Dir erfüllt das Herz." Ohne Zögern Odin sich das Aug entriss und in des Brunnens dunkle Tiefen schmiss. Von der Welten Weisheit Odin ist ab nun erfüllt. Fern dem Weltenglanz in seinen Mantel fest gehüllt, magst Du Glücklicher ihn finden nur auf schmalen Wegen grüß ihn, neige das Haupt und bitte ihn um Segen. Über das BrunnenorakelJeder von uns hat schon einmal das Gehäuse einer großen Meeresschnecke ans Ohr gehalten, um das "Meeresrauschen" zu hören. Auch tiefe Brunnen rauschen, wenn sich die Töne von Wind und anderem vielfach an den tiefen Wänden brechen. Brunnen haben aber noch etwas Besonderes an sich: sie sind das Tor zur Unterwelt, zur Welt der "Saligen" und der unter der Erde lebenden Elfenvölker. Das Rauschen im Brunnen waren die vielen Stimmen der Saligen oder der Elfen, so glaubte man früher. Märchen enthalten oft altenVolksglauben, etwa die Geschichte von der Frau Holle. Deshalb wurden Brunnen von medialen Menschen früher aufgesucht, um aus dem Rauschen die Botschaften aus der Welt der Verstorbenen zu hören, denn diese verfügten über so manches Wissen jenseits der irdischen Zeit. Speziell heilig waren Quellbrunnen, denn in ihnen hatten sich mehrere Kulte vereinigt(an den Quellen wurde die Erdmutter verehrt).Wie denkt man in der heutigen Zeit? Nicht viel anders. Die Parapsychologie kennt das "weiße Rauschen", akustisch und visuell. Durch das weiße Rauschen wird die äußere Wahrnehmungsfähigkeit desorientiert und es kommt zu Botschaften aus dem Unterbewusstsein oder zu medialen Eingaben. Eine Kristallkugel (ein spezieller Bergkristall mit vielen nadelförmigen Einschlüssen, welche die Kugel wolkig aussehen lassen), das Flimmern eines senderlosen Fernsehschirmes, vielfach rückgekoppelt (siehe die Forschungen um Jenseitskontakte), Rauchorakel und vieles mehr bedient sich des weißen optischen Rauschens. Dieses Wissen finden wir in den Erzählungen von dem Mimir-Brunnen wieder – altes Wissen, das in unserer gegenwärtigen Zeit zunehmend verloren geht. Wer mehr wissen will, möge im Internet unter "Brunnenorakel" nachsehen.

 

Odins Wege. Auf breiter Straße wirst Du Odin selten finden. Du musst Stein und Dickicht überwinden. Hart und beschwerlich ist Dein Weg, über manchen Abgrund führt der Steg. Wem das Ziel ist keine Mühen wert, wer nur aus Büchern liest am warmen Herd, dem wird die Weisheit nicht gegeben, denn sie zu erlangen heißt ERLEBEN!

 

Odins Auge" Odin, Vater, sag' Deinem Sohn, was gab Mimirs Brunnen Dir als Lohn? Dass Du nur ein Auge hast, ist bloßer Schein, dahinter muss noch ein Geheimnis sein!"Odin lächelt, "Du bist unverschämt, nie hab das Geheimnis ich erwähnt! Doch ich liebe Unverfrorenheit und Mut, Du bist mir darin ähnlich, das ist gut."Er setzte sich und rückte zu mir nah, so dass ich aus der Näh die Augenhöhle sah. Ich blickte in die dunkle Höhlung rein, sah nächtliche Schwärze und Sternenschein. Nun Odin leise zu mir spricht:"Du sahst richtig, es ist Sternenlicht. Es ist das Licht der Ewigkeit, fern von Raum und fern der Zeit!"

 

"Das Aug, das man zu seh'n vermag, es ist das Aug der Sonne und vom Tag. Das Aug, das ich als Opfer hab gebracht, es ist das Aug der Anderswelt und Nacht!" Nun, ich will nicht behaupten, dass ich der Sohn Odins wäre. Ich habe das Gedicht nur gehört und viel darüber nachgedacht. Ich dachte mir dazu: Odin ist nicht nur ein Gott des Himmels hoch oben am Gipfel der Weltenesche, sondern er ist auch der Gott der Unterwelt, der Anführer der Wilden-Jagd, Heimholer der in der Schlachtgefallenen Krieger, ja, und genau genommen ist er auch Gevatter Tod. Die Totengehörten immer schon der Nachtseite an, jener Zeit, in der wir schlafen und in der sie uns in den Träumen erscheinen können. Als Gott über die zwei Reiche, jenseitsunserer hiesigen Welt, hat Odin ein Tag-Auge und ein Nacht-Auge. Ein allumfassender Himmelsgott ist er, ähnlich wie Osiris oder Shiva. Mit Shiva hat Odin ohnedies sehr viel gemeinsam. Auch Shiva ist als Shiva-Bairava ein Totengott, aber auch ein Himmelsgott und zudem ein Gott des Windes und der Berge. Eine "wahre" Erzählung: An einem geselligen Abend, wir hatten schon etliche Glas Wein getrunken, hörte ich folgende Geschichte. - Ein Freund erzählte sie mir. Aucher hatte nicht gesehen was damals geschah, sondern die Geschichte wiederum von einem Freund gehört. Es war Folgendes, was sich zugetragen hatte: In einem Landgasthaus saß eine fröhliche Runde - die "Stammrunde". Da ging die Tür auf und ein Fremder kam herein. Nun, das kommt ja öfter vor. Aber dieser Fremde war anders. Er hatte nur ein Auge. Dieses Auge leuchtete in hellblauem Glanz. Es war als blicke man in den hellen Himmel. Über dem anderen Auge war eine schwarze Lederklappe. Alle starrten zu dem Fremden hin, der den Raum mit der Ausstrahlung seiner Persönlichkeit zu füllen schien. Das Geplauder verstummte und alle beobachteten den neuen Gast. Dieser setzte sich an einen Tisch und bestellte sich ein Bier; ein großes, ein Krügerl, wie wir hier in Österreich es nennen. Allmählich kam in die Runde wieder Leben und man tat als wäre nichts geschehen. Aber in allen bohrte der beeindruckende Anblick des Fremden weiter. Letztlich sprach es einer im Flüsterton aus. Die anderen stimmten im Flüsterton zu. Einer unter ihnen jedoch war schon zu betrunken, um noch ein inneres Gespür zu haben. So rief er seinen Kumpanen zu: "was seid ihr doch feige." Und da er ein Raufbold und stolz auf seine Stärke war und seinen Mut auch gerne beweisen wollte, stand er auf und ging zum Fremden hin."He Glasauge", rief er. "Was das eine Aug zu viel hat, hat das andere offenbar zu wenig. Nimm Deine Augenklappe ab und zeig uns Dein Glasauge!" Doch der Fremde blieb ungerührt und trank sein Bier weiter. Den Raufbold ärgerte es, dass er ignoriert wurde und so trat er frech näher heran und riss dem Fremden die Augenklappe herunter.

 

Die Stammrunde konnte es nicht genau sehen, denn der Raufbold verdeckte mit seinem Rücken das Gesicht des Fremden. Jedenfalls schien der Raufbold zu dem leeren Augen hinzustarren, wurde steif und fiel tot um. Es war, als hätte er in das Auge des Todes geblickt. Bevor die anderen sehen konnten, welche Bewandtnis es mit dem Auge hatte, war die Augenklappe wieder oben, hatte der Gast sein Biergeleert, einen Geldschein auf den Tisch gelegt und stand auf. Er blickte noch einmalüber die Runde, sah jeden einzelnen mit seinem stechenden Blick an, öffnete die Tür als wäre nichts geschehen und war draußen. Niemand hat ihn je wieder gesehen.

 

Vidar (auch Widar anord. Víðarr - „der weithin Herrschende”) ist in der nordischen Mythologie ein Sohn des Gottes Odin und der Riesin Grid und trägt in der Dichtung den Beinamen Der schweigsame Ase. Er ist den Asen stets eine gute Stütze und der einzige, der von Lokis hetzenden Reden in der Halle Ägirs verschont blieb. Nach Thor ist Vidar der stärkste Ase. In der Endzeitschlacht Ragnarök rächt er seinen Vater Odin, indem er dem Fenriswolf mit einem besonderen Lederschuh in den Rachen tritt und ihm den Oberkiefer entzweireißt.

 

Alsbald kehrt sich Widar gegen den Wolf und setzt ihm den Fuß in den Unterkiefer. An diesem Fuß hat er den Schuh, zu dem man alle Zeiten hindurch sammelt, die Lederstreifen nämlich, welche die Menschen von ihren Schuhen schneiden, wo die Zehen und Fersen sitzen. Darum soll diese Streifen ein jeder wegwerfen, der darauf bedacht ist, den Asen zu Hilfe zu kommen. Mit der Hand greift Widar dem Wolf nach dem Oberkiefer und reißt ihm den Rachen entzwei und das wird des Wolfes Tod. Aus Gylfaginning 51. (Snorra-Edda)Er ist einer der wenigen Überlebenden der Ragnarök.

 

Sein Wohnsitz heißt Landvidi (»Weites Land«) oder auch nur Vidi (»Weite«) und ist von hohem Gras und Gesträuch überwachsen.

 

Auszug aus:www.wikipedia.org/wiki/Mythologie (u.a. Idun, Nana, Njörd, Tyr,  Tiwaz, Tiu, Saxnot, War, Odin und die wilde Jagd, Sleipnir, Weibliche Gottheiten, Die große Königin, Göttinnen des Landes und des Stammes, Die keltische Venus, Göttinnen des Lichts und Handwerkes, Göttinnen der Jagd und der Wälder, Göttinnen der Schlacht und des Kampfes, Göttinnen des Schicksals und der Fruchtbarkeit, Göttinnen der Unterwelt oder des Frühlings, Die göttliche Reiterin, Hel, Die Gottheit aus dem Geschlecht der Riesen, Unterwelt, Etymologie und Herkunft)