Thor

 

Thor gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist der älteste Sohn von Odin - gezeugt mit der sonst nicht bekannten Riesin Jörd.

 

Thor ist der Gott der Seefahrer - zuständig für das Wetter und besonders für Blitz und Donner. Seine Gemahlin ist die schöne goldhaarige Sif. Mit Sif hat Thor eine Tochter - Thrud.

 

Thor ist ein mächtiger Gott - nach Odin der mächtigste unter den nordischen Göttern. Er wird als rau und stark beschrieben. Doch ist er ausgesprochen gutmütig. Unmengen an Essen kann Thor verschlingen kann. Bei Trinkgelagen ist er zumeist der Trinkfesteste von allen Göttern.

 

Der Palast des Gottes Thor - Bilskirnir - ist mit 540 Sälen der größte, der je in Asgard erbaut worden ist.

 

Furchtbar fährt Thor auf seinem Wagen mit Ziegenböcken daher. Seine Kraft verdoppelt sich noch, sobald er seinen Kraftgürtel Megingjarder umschnallt, mit seinen Eisenhandschuhen den Hammer Mjölnir fasst.

 

Mjölnir ist ein magischer Kampfhammer, der nach jedem Wurf von allein zu Thor zurückkehrt. Mit Mjölnir rast Thor gegen die Feinde der Götter und beschützt Midgard, die Welt der Menschen gegen. Der besondere Hass von Thor aber gilt den Riesen, dessen unerbittlicher Feind Thor ist.

 

Umso erstaunlicher scheint in diesem Licht seine Leidenschaft zu der schönen Riesin Jarnsaxa. Mit ihr zeugt er seine beiden Söhne Magni und Modi, die Ragnarök überleben werden.

 

Zuweilen passieren Thor Missgeschicke, die er dann mit seiner enormen Kraft wieder zurechtrückt. Als Thor seinen Hammer von den Riesen zurückholen muss, steht ihm Loki zur Seite.

 

Und Thor, der stärkste der Asen, hat einen einzigen Gegner, der ihm an Kraft gleichkommt: Die Midgard-Schlange, ein Kind von Loki. Mit der Midgard-Schlange misst Thor sich nicht erst in Ragnarök, sondern trifft schon zuvor zweimal auf sie.

 

Odin

 

Odin gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Odin ist ein kreativer und weiser Gott und wird als Anführer und oberster Feldherr der Götter gesehen.

 

Frigg / Frija ist Odins Gemahlin. Mit ihr hat er die Söhne Balder, Hödur, Hermod und Bragi. Auch die Walküren sind die Töchter des Odin mit seiner Frau Frigg. Sein älteste Sohn aber - Thor - hatte Odin mit der sonst unbekannten Göttin Jörd (Erde) gezeugt.

 

Odin wohnt wie alle Asen in Asgard. Dort hat Odin drei Paläste. Walaskialf, Gladsheim und Walhalla.

 

Von Walaskialf aus kann Odin die ganze Welt überschauen. Gladsheim ist der Palast, in dem die Versammlungen des Götterrats abgehalten werden. In Walhalla versammeln sich die gefallenen Helden der Erde. Mit ihnen zusammen will Odin in Ragnarök kämpfen.

 

Odin - der WeiseOdin ist auch der oberste "Schamane" und Forscher der nordischen Götter. Anders als in vielen anderen Mythologien ist der Göttervater selbst ein besonders weiser Gott.

 

In der nordischen Mythologie herrscht ein reger Verkehr zwischen der Götterwelt und der Menschenwelt. Besonders Odin selbst greift oft persönlich in die Geschicke der Menschen ein.

 

Ständig ist Odin auf der Wanderung, Wissen und Weisheit zu sammeln. Man könnte sogar die Mythen um den Gott Odin als einen schamanistischen "Einweihungsweg" beschreiben.

 

Odin wird oft mit einem breitrandigen Schlapphut, der die leere Augenhöhle bedeckt und mit einem weiten, blauen Mantel dargestellt. Dazu trägt er meist seinen riesigen Speer "Ghugnir".

 

Um aus Mimirs Quelle, der Quelle der Weisheit, trinken zu können opfert Odin eines seiner Augen. Er legt sein linkes Auge in die Quelle, bevor er einen Schluck trinken darf - Mimirs Pfand. Seitdem ist Odin der weiseste unter den Göttern. Doch wendet er sich in besonders schwierigen Situationen auch weiterhin an den weisen Mimir.

 

Auch hing Odin neun Nächte am Baum Yggdrasil, der Weltenesche, sich selbst geweiht, bis er die Runen ersonnen hatte. Runen sind nicht einfach Schriftzeichen, sondern in erster Linie magische Symbole, welche sowohl optisch als auch akustisch wirken. Die heilige Schrift der Germanen und Kelten. Nach den ersten drei Buchstaben auch Futhark genannt.

 

Loki

 

Loki ist der Sohn von zwei Riesen, dennoch lässt sich Loki den Asen zugerechnen.

 

Warum? Odin und Loki waren schon in früher Zeit durch Blutsbruderschaft einander verpflichtet.

 

Womöglich ist Loki der Bruder von Odin.

 

Eindeutig ist die Herkunft und Zugehörigkeit der Götter auch bei den nordischen Gottheiten selten.

 

Und insbesondere Loki gilt als ein höchst zwiespältiger Gott - als ein Gott des Feuers.

 

Listenreich und überaus wandlungsfähig holt Loki in brenzligen Situationen immer wieder die Kastanien für die Asen Götter aus dem Feuer.

 

Dennoch ist Loki nicht gut angesehen bei den Asen. Allzu oft spielt er den Göttern üble Streiche.

 

Loki wird der Asen Feind. Als Loki den Liebling der Götter, durch Hödur, Balder tötet, beginnt das Verhältnis der Asen Loki gegenüber in Hass umzuschlagen.

 

Mit der Riesin Angrboda (die Angstmacherin) zeugt Loki drei erbitterte Feinde der Asen: die Unterweltsgöttin Hel, die Midgardschlange Jörmungandr und den Fenriswolf.

 

Lokis Zankreden schließlich sind der Auslöser für die endgültige Feindschaft zwischen den Asen und Loki.

 

Die Götter und Göttinnen sitzen bei einem Festmahl in einer Friedenshalle. Hier herrscht Frieden zwischen den Göttern.

 

Loki verletzt und verspottet viele der anwesenden Götter. Die Asen - Götter versuchen Loki zu beruhigen. Doch schließlich reißt dem Sohn von Odin, Thor der Geduldsfaden. Er droht Loki, mit seinem Hammer zu erschlagen. Jetzt lässt sich nichts mehr in Frieden regeln und Loki verschwindet fluchtartig aus der Runde der Asen - Götter.

 

Die Zankreden des Loki. In den Zankreden setzt Loki seine Fähigkeit, punktgenau zu treffen, eindrucksvoll unter Beweis. Er verleumdet die anwesenden Götter nicht, sondern hält jedem gerade das unter die Nase, was er am allerwenigsten hören will - gerade weil es ihn persönlich - den wunden Punkt - trifft.

 

Bragi, den Dichter-Gott bezeichnet Loki als "Bankzierde". Er wäre nur tapfer, wenn er sitzt. Im Kampf sei er feige und schwach. Idun, die Gemahlin von Bragi sei eine Hure. Durch die überlieferte Aktenlage schwer zu belegen. Auch der Jungfrau Gefjons Liebe sei käuflich. Man brauche ihr nur ein Geschenk zu machen und sie öffne ihre Schenkel. Odin beschuldigt Loki, falsche Entscheidungen im Krieg zu treffen. Frigg, der Gemahlin von Odin sei ebenfalls unehrenhaft. Sie hätte mit Vili und Vé gleichzeitig verkehrt. Freya sei die Oberbuhle. Sie hätte mit allen Göttern das Bett geteilt, sogar mit ihrem Bruder Freyr. Njörd, der Vater von Freya und Freyr, sei nur ein Geisel des Wanenkrieges. Tyr beschimpft er als minderwertig, weil dieser nur noch einen Arm hätte. (Den anderen hatte Tyr an den Wolf Fenris verloren). Freyr ist ein Dummkopf. Aus Leidenschaft zu seiner schönen Riesin habe er sein kostbares Schwert verschenkt. Heimdall sei nur ein jämmerlicher Wächter Asgards. Tag und Nacht müsse er dastehen und wachen. Skadi, die Gemahlin von Njörd, erinnert Loki an den Tod ihres Vaters, den Riesen Thiazi. Thiazi wurde von den Asen Göttern getötet, nachdem er die Göttin der Unsterblichkeit - Idun geraubt hatte. Auch eine Schande. Die schöne goldhaarige Sif sei ebenfalls ihrem Gemahl - Thor - untreu gewesen. Thor sei hitzköpfig und greife viel zu schnell zu seinem Hammer Mjöllnir. Was Thor sogleich unter Beweis stellt. Dann allerdings Loki doch einschüchtert, sodass Loki das Weite sucht.

 

Rache der Asen an Gott Loki. Die Zankreden machen Loki und Asen zu Feinden. Loki flieht und muss sich nun dauernd versteckt halten. Eines Tages aber spüren die Asen Götter Loki auf, schleppen ihn in eine Höhle und halten in fortan - bis Ragnarök - gefangen.

 

Ihre Rache an Loki ist grausam: Die Asen schmieden den Gott Loki an einen Felsen, über dem ein gifttropfende Schlange sitzt.

 

Die Frau von Loki - Sigyn - bleibt auch in seiner Gefangenschaft an dem Felsen bei ihm. Mit einer Schale fängt sie das Gift der Schlange auf. Doch einmal am Tag muss sie die Schale ausleeren. Es heißt, dass jedes Mal wenn Sygin die Schale leeren muss, Loki sich vor Quellen windet. So erschütternd, dass die Erde erbebt.

 

In Ragnarök schließlich trifft Loki auf seinen Erzfeind Heimdall. Die beiden Gegner töten sich gegenseitig.

 

Frey

 

Frey gehört zum Götter - Geschlecht der Wanen. Er ist der Gott der Liebe und der Fruchtbarkeit. Trotzdem ist er durchaus kämpferisch.

 

In der Schlacht reitet er auf seinem goldenen Eber Gulinborsti (der Goldborstige).

 

Sein Schiff heißt Skilbladnir und gilt als das "Schiff der Schiffe, denn es kann fliegen. Und Frey hat ein Schwert, mit dem es eine besondere Bewandtnis hat. Es ist ein Zauberschwert, das ihn unbesiegbar macht.

 

Freyr, Freyr - der Fruchtbarkeitsgott. Als Fruchtbarkeitsgott wird Freyr auch mit erigiertem Phallus dargestellt. Deshalb setzten die Römer Freyr mit dem griechischen Gott Priapos (dem Sohn von Dionysos) gleich, was allerdings ein eher unzutreffender Vergleich ist.

 

Freyr ist - ganz anders als Priapos, der eher als Außenseiter galt - einer der Hauptgötter der nordischen Mythologie. Als gebürtiger Wanen-Gott ist sein Naturell sanfter als das der kriegerischen Asen. Doch da Freyr schon als junger Gott zu den Asen zieht, gewinnt er den kämpferischen Aspekt hinzu.

 

Erst dadurch wird Freyr zum Inbegriff eines männlichen Gottes - leidenschaftlich, Fruchtbarkeit, Ernte und Reichtum schenkend - und dazu überaus kriegerisch.

 

Die Gemahlin des Frey ist zunächst seine Zwillingsschwester Freya. Doch als Frey mit seinem Vater Njörd und Freya nach dem Wanenkrieg zu den Asen nach Asgard geschickt wird, muss er sich eine neue Frau suchen. Anders als bei den Wanen ist eine Ehe zwischen Geschwistern bei den Asen nicht erlaubt.

 

Freyr, Gerda und das Zauberschwert des Freyrs. Bei den Asen angekommen, verliebt sich Freyr in die schöne Riesin Gerda. Liebessehnsucht befällt ihn, der Gott ist übermannt. Frey ist kein Aufwand zu klein, um die ersehnte Gerda zur Frau zu gewinnen.

 

Freyr schickt seinen Diener, um "mit allen Mitteln die Gunst der Maid für ihn zu gewinnen". So wird Freyr der Gott der Minne, der entflammten, alles verzehrenden Glut der Liebe.

 

Doch seine Liebessehnsucht kommt ihn teuer zu stehen. Sein Diener hatte kein leichtes Spiel mit Gerda. Sie weist die Werbung des Freys zurück.

 

Erst als der Diener der schönen Riesin mit einem Fluch ewiger Hässlichkeit droht, willigt Gerda ein. Aus Dank für die Minnedienste seines Dieners überlässt Frey diesem sein Zauberschwert.

 

So ist Frey schließlich in Ragnarök fast wehrlos. Mit einem Hirschgeweih muss er, das Mannsbild der Götter, seinem Erzfeind Sutr chancenlos bekämpfen. Loki, in seinen Zankreden hatte wohl Recht über Freyr.

 

Doch - als Erzschelm - verhehlt er die andere Seite von Freyr´s tragischer Wehrlosigkeit: Frey wusste um seine Wehrlosigkeit und kämpfte dennoch auf der Seite der Asen in Ragnarök. Als einziger Gott aus dem Geschlecht der Wanen.

 

Freya

 

Freya gehört zum Götter - Geschlecht der Wanen. Sie ist die Tochter des Meergott Njörd und der Riesin Skadi. Freya ist die Göttin der Liebe, des Frühlings, der Fruchtbarkeit und des Zaubers.

 

Als Gemahl der Freya wird der sonst eher unbekannte Gott Odr genannt. Mit ihm hat sie zwei Töchter: Hnoss und Gersimi.

 

Die Liebe, die Freya verkörpert, ist anders als die ihres Bruders eher die freie Liebe und das Handeln aus Liebe.

 

So wird Freya auch als Walfeyja - die Anführerin der Walküren bezeichnet.

 

Walküren sind schöne kämpferische Frauen wie Freya, Liebende und Geliebte, die aus Liebe in das Schlachtfeld ziehen und das Geliebte verteidigen.

 

Zauberkräfte der Göttin Freya. Freya besitzt den, von vier Zwergen geschmiedeten Brisingame, den strahlenden Halsschmuck, der Schönheit und Ausstrahlung ihrer liebreizenden Erscheinung symbolisiert. Der Brisingame soll auch die Regenbogenbrücke - also die Verbindung zwischen den Göttern und Menschen symbolisieren.

 

Um in Besitz dieses kostbaren Halsschmucks zu gelangen, muss Freya mit jedem der vier Zwerge eine Nacht verbringen.

 

Das nun bringt Odir so sehr in Rage, dass er Freya bestraft (sie muss unter den Menschen einen Krieg anzetteln) und Loki beauftragt, Freya den Halsschmuck zu stehlen.

 

Heimdall aber jagt den Brisingame dem Loki wieder ab und gibt ihn der Liebesgöttin zurück. Über das Aussehen des Brisingame ist wenig Sicheres bekannt geworden, denn Freya zeigte ihren Schmuck den Menschen nie. Immerhin ist bekannt geworden, dass der Brisingame aus durchbohrten Gelenken geschlungen gewesen sein soll.

 

Bekannt ist auch ein weiteres besonderes Kleidungsstück von Freya: Das Falkengewand. Sobald Freya ihr Falkengewand um ihre Schultern legt, erhebt sie sich wie der blitzschnelle Falke in die Lüfte. Das Gewand befähigt die Liebesgöttin, ungesehen in allen Welten umherzufliegen und zu das Geschehen zu beobachten.

 

Auch auf dem Boden hat Freya ein besonderes Fahrzeug: einen von Waldkatzen gezogenen Wagen. Außerdem gehören die Katzen zu den ständigen Begleitern der Liebesgöttin.

 

Die Zauberkundigkeit der Freya wird immer wieder erwähnt. Sie lehrte auch die Asen den Zauber. Doch ihre Hauptaufgabe in den Reihen der Asen liegt eigentlich darin, die Walküren auf den Schlachtfeldern anzuführen. Dafür darf Freya die Hälfte der gefallenen Helden beanspruchen, während Odin die andere Hälfte zusteht.

 

Freya und Odr. Als die schönste und begehrteste aller Göttinnen sich einen Mann wählen soll, sträubt sie sich. Odr (der auch als Gestalt des Odins gilt) muss dreimal um Freya werben, ehe sie in die Ehe einwilligt.

 

Sie bekommt zwei Töchter von Odr. Doch eines Tages zieht es Odr in die weite Welt, Weisheit zu sammeln. Freya mag ohne ihren Odr nicht leben, sie sucht ihn überall. Und weint goldene Tränen, die zu Bernstein werden.

 

Balder

 

Balder gehört zum Götter - Geschlecht der Asen. Sein Vater ist der weise Göttervater Odin, seine Mutter die Göttin des friedlichen Hauses - Frigg.

 

Balder hat drei Brüder, einer von ihnen: Der blinde Högur ist sein Zwillingsbruder.

 

Balder ist der Gott der Reinheit, Tugendhaftigkeit, Schönheit und des Lichts. Balder entspricht ungefähr dem griechischen Sonnengott Apollon.

 

Doch ist Balder weitaus beliebter bei den Göttern und Menschen als Apollon. Zeit seines - endlichen - Lebens weiß Balder sich in großer Gefahr.

 

Balder gilt auch als Sonnengott. Seine Gemahlin ist die Mondgöttin Nanna.

 

Mythos um den Gott Balder. Balder spielt zwar nicht die Hauptrolle, wohl aber eine Schlüsselrolle im Geschehen der nordischen Mythologie. Nach seinem gewaltsamen Tod ist die Welt nicht mehr im Gleichgewicht Ragnarök kündigt sich an.

 

Denn Balder ist der schönste und lichteste aller Götter. Von allen Göttern wird Balder geliebt. Nur der vielgestaltige, ränkesüchtige Loki, der als Ase anerkannt wird, obwohl er ein Riese ist - liebt den lieblichen Gott Balder, wie sich zeigen wird, nicht.

 

So hat Balder schon als Kind Alpträume, die sich um seinen eigenen gewaltsamen Tod drehen. Als schließlich auch seine Mutter Frigg von einem Alptraum über den gewaltsamen Tod ihres geliebten Balder heimgesucht wird, versammeln sich die Asen, um Mittel und Wege zu finden, ihren Liebling zu schützen.

 

Alle Götter, Kreaturen und Pflanzen, auch die Elemente und Steine werden darauf eingeschworen, Balder niemals ein Leid anzutun. Odin, Frigg und Balder selbst kümmern sich darum persönlich. Die Mistel, eine eher kleine Pflanze auf der Eiche, wird von Frigg ob ihrer Unscheinbarkeit vergessen.

 

Das sollte sich rächen, denn eben die Mistel wird dem lichten Balder zum Verhängnis. Ähnliche Motive finden sich in anderen Mythen auch - berühmt: die verwundbare Ferse des Achill oder die Stelle, auf dem das Lindenblatt gelegen hatte, als Siegfried im Drachenblut badete.

 

Balder und Loki. Loki findet heraus, dass Frigg die Mistel vergessen hat. Während eines Kampfspiels, in dem die Götter - etwas übermütig wohl schon - auf Balder schießen, um wieder und wieder zu beweisen, dass nichts und niemand auf der Welt ihm ein Leids antut.

 

Sobald Loki der Mutter des Balder, Frigg, das Geheimnis der vergessenen Mistel entlockt hat, macht er sich in Windeseile auf zu der Eiche, auf der die Mistel wächst. Er bricht einen Zweig der Mistel und kehrt damit zum Kampfspiel zurück.

 

Der Rest lässt sich wohl denken: Loki schießt nicht selbst auf Balder, sondern überredet den blinden Zwillingsbruder von Balder, Hödur, auf Balder zu schießen. Er, Loki, werde für Hödur zielen.

 

Balder bricht tot zusammen, einen Riesentumult und noch größeres Entsetzen erfasst die versammelten Götter. Loki macht sich aus dem Staub.

 

Traditionionstreu wird Balder bestattet - indem auf seinem Schiff ein Scheiterhaufen errichtet wird. Als die Götter Balder auf den Scheiterhaufen legen, bricht die Gemahlin von Balder tot zusammen. So geht das brennende Schiff in See mit den Leichnamen von Balder und Nanna, beide nebeneinander liegend.

 

Bragi, der Gott der Dichtkunst

 

Bragi. Bragi gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist ein Sohn von Odin und Frigg. Bragi ist der Gott der Dichtkunst.

 

Bei den Germanen, hatte die Dichtkunst eine sehr hochgeschätzte Bedeutung: Dichtkunst war heilig. Alles Wissen sowie alle historischen Ereignisse, ja ganze Familienchroniken wurden so weiter vermittelt. Was der Nachwelt erhalten bleiben sollte, musste in Gedichtform gebracht werden.

 

Magie ist ein anderer Aspekt der Dichtkunst. In der germanischen, magischen Tradition sind Zaubersprüche, welche direkt auf das Unterbewusstsein einwirken und nur durch gezielte Anwendung der Dichtkunst funktionieren, ein wichtiger Angelpunkt. Dies alles müssen wir wissen, wenn wir den Bereich des Gottes Bragi verstehen wollen. Seine Gemahlin ist Idun.

 

Foseti/ Forseti

 

Foseti gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist der Sohn des Lichtgottes Balder und der Mondgöttin Nanna. Foseti in der nordischen Mythologie der Gott der Gerechtigkeit, des Ausgleichs und der Thingversammlung. Er ist es, der sich mit dem Gewissen meldet, er gibt den "Gerechtigkeitssinn". Vor jedem Thing wird Foseti angerufen um zu gerechten Entscheidungen zu kommen. Dieser natürliche Sinn für Gerechtigkeit durch Foseti wohnt ursprünglich jedem denkenden Wesen inne. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben leider immer mehr Menschen verlernt Foseti zu hören.

 

Frigg / Frija

 

Frigg gehört zum Götter - Geschlecht der Asen. Sie ist die Gemahlin des Göttervaters Odin und Mutter des Lichtgottes Balder, des blinden Gottes Högur, von Hermor und Bragi, Gott der Dichtkunst und auch die Mutter der Walküren.

 

Frigg ist die Göttin des Hausstandes, der Sippe und der Familie. Sie ist Hüterin und Bewahrerin der göttlichen Ordnung, greift jedoch nicht, wie ihr Gatte Odin, in das irdische Geschehen ein.

 

Gefion/Ostard

 

Gefion gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Sie ist die Göttin der "Wilden Natur". Sie kennt das Schicksal von allem Lebendigen und sie ist auch die Göttin des Frühlings.

 

Heimdall / Rig

 

Heimdall gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist der Wächtergott, er steht für Standhaftigkeit, Ehrhaftigkeit, Wachsamkeit und Kommunikation. Er gilt als ehernster der Asen und als fast so weise wie die Wanen.

 

Als Wächter der Bifröst, der Regenbogenbrücke nach Asgard, verfügt er über das Gjalarhorn, ein Signalhorn, dass sobald er es benutzt, in allen neun Welten zu hören ist. Bei Ausbruch des Ragnarök wird er es blasen.

 

Als Rig wandelte er durch Midgard / Manheim, der Menschenwelt, und zeugte drei Söhne. Diese nahmen sich Weiber und wurden so die drei germanischen Stände. Die Knechte, die freien Bauern und die Runenkundigen Edelinge.

 

Hel

 

Die Totengöttin. Hel ist wie der Fenriswolf und die Midgardschlange eine Tochter von Loki. Ihr Reich - Hel - liegt unter den Wurzeln des Weltenbaums Yggdraasil.

 

Hermod

 

Hermod gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist der Sohn des Göttervaters Odin und seiner Gemahlin Frigg. Nach der hinterhältigen Tötung Balders durch Loki ist es Hermod, den sein Vater Odin nach Hel schickt, um seinen Bruder Balder zurück zu bitten.

 

Jörd / Hlödin / Hludana / Fjörgyn

 

Jörd ist am ehesten dem Geschlecht der Riesen zuzurechnen. Sie ist die Tochter der Riesin Nott (Nacht) und des Annar. Jörd gilt als die Erdgöttin in der nordischen Mythologie. Mythen sind von ihr nicht mehr bekannt. Doch sie war durch Odin die Mutter des Donnergottes Thor.

 

Hödr / Hödur

 

Hödr / Hödur. Hödur gehört zum Götter Geschlecht der Asen. Er ist der Sohn des Göttervaters Odin und seiner Gemahlin Frigg. Sein Zwillingsbruder ist der lichte Gott Balder, den er ohne durch eine List des ränkeschmiedenden Loki mit einem Mistelzweig tötet. Ursprünglich ist Hödur ein Gott des "Sehens ohne Augen", des Ertastens mit dem Energiekörper. Landläufig sah man ihn als den Gott der Blinden.

 

Auszug aus:www.wikipedia.org/wiki/Mythologie (u.a. Thor, Odin, Loki, Bragi, Frey, Freya, Balder, Foseti, Frigg, Frija, Gefion, Ostard, Heimdall, Rig, Hel, Hermod, Jörd, Hlödin, Hludana, Fjörgyn, Hödr, Hödur)