Auf der Suche nach dem eigenen Kraftplatz

 

Große und bekannte Kraftplätze mit klangvollen Namen ziehen immer mehr Besucher an. Meist handelt es sich um Steinkreise, Quellen, Höhlen oder Berge, zu denen die Menschen pilgern, weil sie sich dort Heilung oder einfach nur eine Energieaufladung versprechen.

 

Leider artet das Aufsuchen solcher Plätze vielerorts bereits zu einem respektlosen Kraftplatz-Tourismus aus. Das ist sehr schade, zumal Viele nur aus Neugierde kommen und die feinen Schwingungen gar nicht wahrnehmen, die von solchen Stätten ausgehen.

 

Ein eigener Kraftplatz in der Wohnung oder nicht gar so weit davon entfernt bringt eigentlich viel mehr. Wie lässt sich jedoch eine solche Stätte finden? Um sich für geomantische Energien zu sensibilisieren gibt es diverse Möglichkeiten. Ein baldiger Erfolg tritt wahrscheinlich in einer Kathedrale, in einer Kirche oder in einer Kapelle ein, denn diese Gebäude befinden sich in der Regel immer an einer Stelle mit auffallend hohem Energiepotential. Die Erbauer suchten damals gezielt solche Plätze aus und stellten die Altäre auf sogenannte sakrale Kreuzungen, die sich mit Pendel oder Wasserrute nachweisen lassen. Genau an diesen Stellen befanden oder befinden sich sogar noch heute im Fundament heidnische Opfersteine. Im Prinzip bedienten sich alle Kulturen solcher Orte der Kraft.

 

Sakrale Stätten sind wunderbar dazu geeignet, um ein Gespür für feine Schwingungen zu erhalten. Idealerweise lässt man sich dort an einem der gebotenen Plätze nieder, möglichst in der Nähe des Altars, um die Atmosphäre auf sich einwirken zu lassen. Dazu bedarf es Stille und etwas Zeit. Während eines Gottesdienstes ist es zu laut, was das eigene Bewusstsein stört. Ein Orgelspiel im Hintergrund kann dagegen überaus förderlich sein, denn es geht erst einmal darum, zur Ruhe zu kommen und die Gedanken in ihre Schranken zu verweisen. Das gelingt am besten, wenn man sich auf die Atmung konzentriert, also immer schön langsam einatmen und ausatmen, einatmen….

 

Es ist ein Gefühl des Friedens, das sich nach einer gewissen Zeit einstellt. Der Verstand tritt immer mehr in den Hintergrund. Dafür öffnet sich die Wahrnehmung für Vorgänge, die sich innerhalb des Körpers abspielen. Es kann förderlich sein, wenn die Augen geschlossen sind. Vielleicht hilft der Blick auf brennende Kerzen.Wenn sich ein wunderbares Wohlgefühl einstellt, ist der Ort für derlei „Übungen“ bestens geeignet. Ein Kraftplatz muss nicht automatisch für jeden stimmig sein. Ist ein Ort nicht sympathisch, bringt alle Bemühung nichts. Dann sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Wahrscheinlich sind selbst an einem passenden Ort mehrere „Sitzungen“ nötig, bis tatsächlich eine eigenartige Empfindung in den Vordergrund tritt. Sie äußert sich mit leichtem Kribbeln, das den kompletten Körper befällt.

 

Haben Sie auf diese Weise erst einmal Ihre Wahrnehmung für Energieströme geweckt, können Sie in der freien Natur leichter darauf zurückgreifen. Falls Ihnen der Versuch in einer Kirche nicht behagt, verzichten Sie darauf. Sie sollten sich nicht zu etwas zwingen, was Sie Überwindung kostet.

 

Ein Kraftplatz kann sich prinzipiell auch in der Wohnung befinden. Katzen haben übrigens ein Gespür dafür. Unter freiem Himmel stellt sich gewöhnlich besser das Gefühl ein, mit dem gesamten Universum verwoben zu sein. Übrigens existieren auch in städtischen Parks und Anlagen Plätze, die sich gut eignen. Da es sich bei der Suche nach einem Kraftplatz um eine persönliche Angelegenheit handelt, sollten Sie sich alleine auf den Weg machen. Natürlich wurden und werden sakrale Stätten auch gemeinschaftlich aufgesucht, damit sich gemeinsame Gedanken mit den Erd- bzw. kosmischen Energien vereinen. Der persönliche Kraftplatz fördert dagegen das Bewusstsein eines einzelnen Menschen, Teil des Ganzen zu sein, und dient bevorzugt der Kontaktaufnahme mit dem höheren Selbst.

 

Wahrscheinlich brauchen Sie in der Natur gleichfalls mehrere Anläufe, bis Sie auf einen für Sie passenden Platz stoßen. Unternehmen Sie deshalb zunächst zwanglose Spaziergänge und nehmen Sie dabei Ihre Umgebung gezielt mit ihren Sinnen in sich auf. Richten Sie dazu Ihre Augen auch auf die kleinen Dinge, wie etwa den Käfer, der gerade über den Weg krabbelt. Haben Sie schon einmal ganz bewusst den Duft des Waldes in sich eingesogen? Er riecht einfach phantastisch. Lauschen Sie dem Gesang der Vögel, dem Summen der Bienen und dem Rascheln des Laubes im Wind. Der Tastsinn lässt sich mit dem Berühren von Blättern, Rinden und Moos verfeinern. Mit der bewussten Verbindung mit der Natur verschmilzt ein Mensch mit seiner Umgebung und befindet sich zudem zu 100% im Hier und Jetzt. Gleichzeitig sind alle Kanäle ganz weit offen, um auch feine Signale wahrnehmen zu können.

 

Auszug aus: terravera.de/v/1434/auf-der-suche-nach-dem-eigenen-kraftplatz