Salzbergtal

Bad Bevensen

Jastorf

Ilsenburg

Hypokaustum

 

Kalte Füße waren scheinbar schon vor Jahrhunderten bei den Mönchen unbeliebt. Bei der Freilegung des Kellers im über 1000 Jahre alten Kloster Ilsenburg, das zu den bedeutendsten Klosteranlagen Norddeutschlands gehört, entdeckten Projektmitarbeiter deutliche Hinweise auf eine schon damals genutzte Fußbodenheizung unter dem Refektorium. Bereits im Dezember 2012 konnte mit der Freilegung des Gewölbekellers im Südflügel des Klosters unterhalb des Reflektoriums, über dem die Mönche vor 800 Jahren vermutlich speisten, begonnen werden. Dieser Gebäudeteil wurde im Jahr 1160 errichtet. Unter dem Refektorium vermuteten Experten schon seit Jahren die Überreste einer aus der römischen Antike stammende Hypokaustenheizung, auch Warmluftheizung genannt. Über ein Feuer im Kellerraum wurden vor allem die Fußböden und Wände erwärmt, aber auch massive Sitzbänke und andere Bauteile. Vor über hundert Jahren wurde das Kellergewölbe mit Schutt verfüllt und zugemauert. Die engagierten, zumeist aus Ilsenburg stammenden, Projektmitarbeiter entdeckten bei ihren Grabungen unter Aufsicht der Denkmalschutzbehörde zwei Luftschächte und Rußspuren am Deckengewölbe, sowie Reste eines typische Gipsfußbodens, unter dem sie wiederum Scherben, mittelalterliche Dachziegel und Tierknochen fanden. Bodendenkmalpfleger Olaf Kürbis schätzt das Alter der Anlage auf über 800 Jahre. Vermutlich aus Fulda stammende Mönche brachten diese Technik in den Harz.

 

 

Auszug aus: General Anzeiger Wernigerode 10/13

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