Die Götter und ihre Runen

 

Odin Rune/n: ansuz, gebo, eihwaz, mannaz, dagaz, othala Ase (Oðinn, Allvater, Hangagott, Hauptgott, Farmagott) Der oberste Gott, wird mit Magie, Zauberei, Runen, großer Weisheit, Schlachten und Kriegen in Verbindung gebracht. Er ist der Oberste der Krieger, Anführer der Einherjer , Allvater, Himmels- und Sturmgott, Schöpfergott (Odin, Vili, Ve), Gott der Sonne und des Lichts (die Sonne ist eigentlich weiblich, verkörpert in der weiblichen Göttin Sol, ebenso wie der Winter wird die Sonne aber sowohl mit weiblichen als auch männlichen Attributen belegt). Oberster Gott der Schweden (vgl. SAGA-Bände und Prof. Bugge, Seite 26 - 27). Attribute: der Speer Gungnir, der Ring Draupnir, die Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Gedächtnis) (Liederedda, Grimnismal 20, Prosaedda, Gylfaginning 38), die Wölfe Freki und Geri, sowie das achtbeinige Pferd Sleipnir.

 

Thor Rune/n: fehu, othala, thurisaz Ase (Þórr, Asathor, Ökuthor, Hlorridi -"der Brüllende Stürmer" ist der Gott des Wetters (Gewitter, Donner, Blitz, Regen und Wind) und damit Gott der Bauern und Landarbeiter, sowie der Seeleute. Oberster Gott in Island und Norwegen (vgl. SAGA-Bände und Prof. Bugge, Seite 26 - 27). Sein Attribute sind sein steinerner Hammer Mjöllnir (“Zerschmetterer” = gleichzeitig das Symbol seiner Anhänger), der Kraftgürtel Megingjardar und die Eisenhandschuhe, sowie die beiden Ziegenböck Tanngrísnir und Tanngnjóstr; Zahnknistrer und Zahnknirscher (Prossaedda, Gylfaginning 21). Da Thor auch für seine entwaffnende Ehrlichkeit bekannt ist, werden mit seinem Hammer auch Ehen und beglaubigte Verträge gesegnet (= Hammerweihe -wurde/wird eigentlich für alles Mögliche verwendet, Liederedda, Thrymskvida 30). In Midgard beaufsichtigt er alle Ratsversammlungen (Thing) und Rechtsgeschäfte. Er gilt als der warmherzigste und freundlichste Gott und ist somit auch Gott der Unterdrückten und der Reisenden. Thor war der einzige Gott, dem es nicht gestattet war, Asgard über die Regenbogenbrücke Bifröst zu betreten, da befürchtet wurde, dass seine Schritte, die wie Donner hallten, die Brücke zerstören könnten. Er gilt als der Sohn von Oðinn und der Jörd, der personifizierten Erde.

 

Baldr Rune/n: wunjo, laguz Ase (Balder) ist der Gott des Lichtes und der Wahrheit. Er war der Sohn von Odin und Frigga. Er galt als der hübscheste der Asen. Seine Geschicklichkeit mit den Runen und sein enormes Wissen über Heilkräuter machten ihn in den Zeiten, wenn Midgard von einer Krankheit heimgesucht wurde, zu einer sehr beliebten Gottheit. Sein Zwillingsbruder ist Hödr, der Blinde. Baldr wurde von seiner Mutter Frigga über alles geliebt, weshalb sie von allen Dingen den Eid nahm, ihrem Sohn nicht zu schaden. Nur die Mistel war so unscheinbar, dass sie vergessen wurde. Nichts konnte Baldr verletzen und die Götter machten sich einen Spaß daraus, an Baldr alle möglichen Waffen zu testen, doch nichts konnte ihn verletzen. Loki indes schwor, dass er einen Weg finden würde, Baldr doch zu schaden und durch eine List erfuhr er von der Mistel. Er schnitt aus dem Holz einen Speer und gab ihm dem blinden Bruder, der die Waffe warf und Baldr in die Brust traf. So starb der Gott des Lichts und der Wahrheit und die neun Welten rückten ein Stück näher an Ragnarök heran. Nach Ragnarök wird Baldr aus Hel zurückkehren.

 

Njördr Rune/n: laguz Wane (Niörd) Gott des Meeres. Er herrscht über den Wind und besänftigt die Meereswogen und das Feuer. Er wird vor allem zur See und von den Fischern angerufen. Er ist der Gott allen Reichtums. Seine Schwester und erste Frau ist Nerthus. Mit ihr zeugt er Freyr und Freyja. Njörds zweite Frau ist für kurze Zeit Skadi.

 

Freyr Rune/n: inguz, kenaz, jera, wunjo, ehwaz Wane der Erdgott, Gott des Wachstums, der Ernte, des Friedens und des Wohlstandes. Auch als Fry, Frey, Fryr und Ing oder Ingvi-Fryr bekannt. Der Name bedeutet Herr. Bruder der Freyja. Seine Attribute sind der goldborstige Eber Gullinbursti und das Hirschgeweih, nachdem er dem Skirnir, seinem Diener sein Schwert überlassen hat (Liederedda, Skirnisför 8, 9).

 

Tyr Rune/n: tiwaz, thurisaz Ase war im germanischen der eigentliche Walvater und Himmelsgott, wurde später durch Odin (im germanischen Pantheon Wotan) verdrängt. Er ist auch unter den Namen Irmin, Tiu, Tiuz, Tiwaz, Ziu oder Saxnot (bei den Sachen) und Things (bei den Friesen) bekannt. Er ist der Gott des Krieges, aber auch des Friedens. Er steht für den Sieg, Mut und Tapferkeit, sowie für Ehrenhaftigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Ebenso wie Thor gilt auch er als Gott der Volksvertretung und Rechtsprechung. Die letztgenannte Aufgabe musste er auch mit Forseti teilen.

 

Bragi Rune/n: Ase (Braggi) ist der Gott der Dichtkunst, der Barden und Skalden. Die Skaldenkunst wird nach ihm auch Bragur genannt. Er ist ein Sohn Odins und einer Riesin, seine Frau ist Idun mit den goldenen Äpfeln. Der Sage nach sind die Runen auf seine Zunge geschrieben. Bragi taucht in der Mythologie erst sehr spät auf und es gibt hierzu zwei Entstehungsvarianten. 1. Er ist eine Emanation Odins, erst sein thulr, sein Spielmann, dann sein Sohn. 2. Der durch seine Schüler zum Gott erhobene Skalde Bragi Boddason, der im 9. Jahrhundert der erst nachweisbare Hofskalde in Norwegen war (vgl. R.M. Meyer, Altgermanische Religionsgeschichte, Seite 385 und Germanische Götterlehre, Diederichs-Verlag, Seite 212).

 

Heimdall Rune/n: algiz, mannaz Ase (Heimdallr, Heimdalr, Heimdali, Rig, Hallinskiði) ist ein Licht- und ein Schutzgott, sein Name bedeutet Weltglanz. Er ist der Sohn von Odin und neun Schwestern (Töchter des Ägir und dessen Riesenweib Ran: Gjalp, Greip, Eistla, Eyrgjafa, Ulfrun, Angeyja, Imd, Atla und Jarnsaxa nach Liederedda, Hyndluliod 34, 35) und der Wächter der Regenbogenbrücke Bifröst, die aus Feuer, Erde und Wasser gebaut ist. Er braucht weniger Schlaf als ein Vogel, kann im Dunkeln sehr weit in die Ferne sehen, und hört meilenweit in der Umgebung das Gras und das Fell der Schafe wachsen. Wenn die Götterdämmerung anbricht, bläst Heimdall in sein Horn Gjallar um Asgard und Midgard zu warnen. Der Name Hallinskiði wird auch als Name für “Widder” gebraucht, weshalb man den Widder diesem Gott (auch als Opfertier) zuordnet (Simek, Lexikon der germanischen Mythologie, Seite 171). Heimdall ist auch der Gott des Wissens und gilt als einer der wenigen Runenmeister (Liederedda, Rigsmal 42).

 

Hödr Rune/n: Ase ist der Gott der Finsternis und der Sünde, Sohn von Odin und Frigga, Zwillingsbruder von Baldr und dessen Todbringer, nicht aber sein eigentlicher Mörder, denn dies ist Loki. Odin und seine dritte Frau Rinda erzeugten einen Sohn, Vali genannt, der Gott der Rache. Er tötete Hödr. In den Augen der Asen, welche die Wahrheit nicht kannten, war somit Baldrs Tod gerächt.

 

Vidar Rune/n: perth Vali Rune/n:Ullr Rune/n: eihwaz ist der Gott des Winters, Schutzherr der Schlittschuh- und Skiläufer. Männliches Gegenstück zu Skadi, seiner Gemahlin.

 

Forseti Rune/n: raido ist der Gott der Rechtsprechung

 

Loki Rune/n: thurisaz Ase oder Riese ist der Gott des Wildfeuers, des Herdfeuers, des Betruges und der List, Gott des Chaos, Gott der Schmiede. Er symbolisiert das Böse in der Form von Täuschung und Verrat. Loki nahm stets an den Versammlungen der Götter teil, jedoch sind nur wenige Fälle bekannt, in denen er den Göttern einen guten Rat gab und ihnen tatsächlich half, und auch nur, wenn er sie aus heiklen Situationen retten musste, in die er sie selbst gebracht hatte. Loki ist durch seine Hinterlist am Tode des Baldrs Schuld und wurde bis zur Götterdämmerung (Ragnarök, die letzte Weltschlacht) aus Asgard verbannt. Loki gilt als der schlaueste der Götter und seine Schönheit ist vielgerühmt. Die 13 Asinnen (plus 2 weitere) (Prosaedda, Gylfaginning 35 und 36)

 

Frigg Rune/n: Asin (Frigga) ist die Erdgöttin, auch unter dem Namen Nerthus bekannt (Große Mutter, weise Göttin). Sie übt die oberste Aufsicht über Asgard (Sitz der Götter) aus. Sie bringt das Leben, zu ihr kehrt es zurück. Sie kennt aller Menschen Schicksal, jedoch weissagt sie es niemandem. Der Name bedeutet Geliebte, Gattin, "die Tragende". Die Mythologen streiten immer noch, ob die Göttin Freyja mit Frigg verwandt, oder ob es sich um einen Teilaspekt derselben handelt. Teilaspekte der Frigg/Frick sind wahrscheinlich Berchta (Weiße Frau), auch bekannt als "Frau Holle" (Holda, Holde, Hula oder Hulda), die Heilerin Eir, die verschwiegene Fulla, die jungfräuliche Gefjon, die milde Hlin und die weise Saga.

 

Saga Rune/n: Asin lebt mit Odin in Säkkvabekkr, ihrem silbernen Palast zusammen. Göttin der Quellen und Gewässer, Göttin der Frauen und des Hauses, Göttin der Geschichte (Saga -Sage = "umfassendes Wissen" . Sie bewahrt die Helden und -taten in ihren Liedern. Odin kommt täglich zu ihr, um sich zu baden und an ihren Quellen zu laben. Wahrscheinlich keine eigenständige Göttin, sondern Teilaspekt der Frigg.

 

Eir Rune/n: Asin ist die Göttin der Heilkunst und des Erbarmens. Eir bedeutet "die Heilende", "beste Ärztin" oder "sich Sorgende" (eir = Hilfe, Gnade). Sie saß auf dem Berg Lyfjaberg (Heilung) und gewährte jeder Frau, die zu ihr emporstieg Gesundheit. Wahrscheinlich ein Teilaspekt der Frigg.

 

Gefjon Rune/n: Asin Es ist schwierig zu beurteilen, ob die altnordische Riesin und die jungfräuliche Göttin selben Namens identisch sind. Die erstgenannte Gefjon war eine Schelmin. Sie erreichte, dass ihr so viel Land versprochen wurde, wie vier Ochsen an einem Tag pflügen konnten. Sie pflügte einen Teil Schwedens weg und schleppte es nach Süden, wo es zur Insel "Seeland" wurde. Deshalb gilt sie in Dänemark als Beschützerin der pflügenden Bauern. Die andere Gefjon verkaufte ihr Hymen für einen Edelstein, behielt aber wunderbarer Weise ihre Jungfräulichkeit. Sie war eine Dienerin von Frigg und möglicherweise eine Ausprägung dieser Göttin als die "großzügig Gebende" und Glückbringende. Es heißt, das alle Frauen, die als Jungfrauen sterben, in Gefjons Besitz übergehen.

 

Fulla Rune/n: Asin (Volla) bedeutet "Fülle". Verkörpert den Überfluss der fruchtbaren Erde. Sie ist die Dienerin von Frigg und wahrscheinlich eine andere Ausprägung dieser großen Göttin, nämlich jene, welche die Truhe trug, in der Frigg ihre Schätze aufbewahrte.

 

Freyja Rune/n: gebo, raido, kenaz, berkano, ehwaz, dagaz Wanin ist die Liebesgöttin, die Königin der Walküren, Mondgöttin, Herrin des Todes, Göttin der Magie, "der Geist der Fruchtbarkeit der Erde". Sie durfte auf den Schlachtfeldern die erste Hälfte der Gefallenen aussuchen und in ihren Palast einziehen lassen. Sie ist identisch, mit der südgermanischen Ostara. Der Name bedeutet Frau. Sie ist auch unter den Namen Freia, Frija oder Gefn bekannt. [Etymologisch fraglich ist die Verbindung, bzw. Gleichsetzung mit Ostara = Namensgeberin für das Osterfest, mit dem ursprünglich die neu erwachende Fruchtbarkeit der Erde und der Leiber gefeiert wurde, und zwar mit einem sehr sinnfälligen und bis heute lebendigen Brauch: dem Bemalen und Verschenken von Eiern als Frühlingsgruß. Die Heimat des Ostara-Kultes scheint England gewesen zu sein. Von dort stammen die ältesten Belege über die Verehrung einer Eostra als Göttin der im Frühling wieder aufsteigenden Sonne. Ostara ist die Schutzpatronin Österreichs, da ihr Name im urgermanischen “Auströ” ist (vgl. hierzu Lexikon der germanischen Mythologie von Simek, Seite 325 ).]

 

Siöfn Rune/n Lofn Rune/n: Var Rune/n: Asin/Wanin (Wara) Liebesgöttin (Aspekt der Freyja), wacht über die Verträge und Eide zwischen Brautleuten und kümmert sich auch um die Einhaltung der Versprechen von unverheirateten Liebenden. Sie nahm an jedem grimmige Rache, der solche Schwüre brach. Als Aspekt der allwissenden Erde (Frigg) sah und hörte Var alles und nichts bleibt ihr verborgen. Ihr Name bedeutet "Treuegelöbnis".

 

Syn Rune/n: Asin ist die Torhüterin des Himmels (des Hauses). Ihr Name bedeutet "Ablehnung", denn sie verweigerte jedem den Eintritt nach Asgard, den sie fiir unwürdig hielt. Allwissend und vollkommen gerecht (Aspekte der Frigg), war Syn auch die Göttin, auf die Eide geschworen wurden und die man vor Gerichtsverfahren bat, dass die Gerechtigkeit siegen möge.

 

Hlin Rune/n: Asin ist die Göttin der Tugend, Sittsamkeit und Weisheit. Sie ist klug und weiß sich zu benehmen. Sie beschützt alle tugendhaften. Ihr Name bedeutet "die Kluge".

 

Snotra Rune/n: Gna Rune/n: Sol Rune/n: sowilo, raido (Sunna, Sunnu) ist die Göttin des Sieges, die "gebieterische" Sonne. Sie war der "Elfenstrahl" oder die "Täuscherin der Zwerge", denn jene Geschöpfe wurden von ihrem Glanz versteinert.

 

Bil Rune/n: Nebengötter des nordischen Phanteons Sif Rune/n:Asin ist die Göttin des Wachstums, Gemahlin von Thor, wird auch Kornfrau, bzw. Kornrnuhme genannt. Ihr Haar ist wie das reife Korn. Sie ist ebenfalls ein Aspekt der Erdgöttin (Frigg).

 

Skadi Rune/n: Asin ist die Göttin der Jagd und des Winters. Sie ist zuerst die Gemahlin des Meeresgottes Njördr . Doch da es unmöglich ist, mit ihm zusammen zu leben, sucht sie sich einen neuen Gemahl, den Gott Ullr. Ihr Name bedeutet Elster. Von ihr ist das Wort "Skandinavien" abgeleitet. Sie verkörpert in den Mythen einen Aspekt der Erdgöttin (Frigg).

 

Idun Rune/n: (Idunn) ist die Göttin der Jugend. Von ihr erhalten die Götter die Äpfel der ewigen Jugend um Ihre Sterblichkeit auszugleichen. Sie ist mit Bragi verheiratet.

 

Nanna Rune/n: ist die Gemahlin Baldr 's die ihm freiwillig nach Hel (Unterwelt) folgt. Der Name bedeutet "die Wagemütige", "die Kühne". Baldr und Nanna zeugten einen Sohn, den rechtsprechenden Forseti.

 

Gerda Rune/n: Riesin ist die Gemahlin von Frey und wird deshalb in den Kreis der Asen aufgenommen.

 

Hel Rune/n: berkano ist die Herrscherin der Schattenwelt unter der Erde. Ihr Name bedeutet "die Zuckende" oder "die Verbergende" und von ihr stammt das Wort "Hölle" .In ihr Reich gingen all diejenigen ein, die an Altersschwäche oder an Krankheit gestorben waren. Jene, die im heldenhaften Kampf oder sonstigen Gewalttaten umkamen, wurden von den Walküren zu den himmlischen Hallen von Freyja und Odin davongetragen. Hel war die Tocher von Loki und der Riesin "Angrboda". Sie war zur Hälfte weiß und zur Hälfte schwarz. Ihr Palast wurde "Eiseskälte" genannt, wo sie mit einem Besteck namens "Hungersnot" von einem Teller namens "Hunger" aß. Ihr dienten der Sklave "Senilität" und ihr Dienstmädchen "Altersschwäche". Sie schlief auf ihrem Bett "Siechenlager", zugedeckt von Vorhängen namens "jämmerlich blaß". Das Konzept von Hel ist wahrscheinlich der älteste Teil des nordischen Pantheons und vermutlich so alt, wie der Brauch des Begrabens selbst.

 

Die Nornen Rune/n: alle !! (nornir) sie bestimmten das Geschick der Götter und Menschen voraus. Sie haben geburtshelfende Funktion (ebenso, wie die Disen, welche ebenfalls Geburtshelferinnen sind). Ihre Aufgabe ist es, bei der Geburt den Schicksalsspruch zu fällen. Er heißt, dass jeder Mensch seine eigenen Nornen hat. Daher gibt es unzählig viele Nornen. Die drei wichtigsten und bekanntesten sind allerdings Urd (Schicksal), die Norne der Vergangenheit, Verdandi (Werden), die Norne der Gegenwart und Skuld (Schuld), die Norne der Zukunft

 

Die Alven Rune/n: Die Disen Rune/n: (disir) sind eine Sammelbezeichnung für alle weiblichen Göttinen. Unter Disen verstand man außerdem noch eine schwer bestimmbare Gruppe von Schicksalsgöttinnen den Nornen vergleichbar. Sie bestimmten speziell die geistigen Gaben und Schwächen eines jeden Menschen. Deshalb opferte man ihnen an 2 Festen im Jahr, dem Disablot (etwa Anfang Februar, heute am 2. Februar und zum Vintrnatsblot, heute auf die Nacht zwischen 31 Nov. auf 1. Okt. gelegt) mit Speis und Trank, ausgeprägten Gelagen, Gesang und Geschichten erzählen - man ließ sie am Leben teilhaben. Die Walküren Rune/n: (Prosaedda, Gylfaginning 36)

 

Auszüge aus: vgl. SAGA-Bänden, Lieder -und Prosaedda, sowie

Altgermanische Religionsgeschichte, R.M. Meyer,

Germanische Götterlehre, U.Diederichs und

Lexikon der germanischen Mythologie, R. Simek

 

Runen- Bedeutung und Pflanzenzugehörigkeit

 

Fehu

Diese Rune hat mit dem Wohlstand, dem Geldverdienen und Macht zu tun. Sie bietet auch Schutz vor den Dieben.

 

Uruz

Das Neue, die Geburt, das Erschließen neuer Möglichkeiten und vom potentiellem Reichtum

 

Thurisaz

Der Widerstand und die Barrieren werden gebrochen, die Gegner werden zurückgeschlagen

 

Ansuz

Eine Rune der Kommunikation (Umgang mit der Öffentlichkeit und den Medien) Alle Kräfte, die sich gegen uns und gegen die, die wir lieben richten, werden zerstört.

 

Raidho

Reisen, Transport, Bewegung. Schutz und Glück bei Reisen.

 

Kennaz

Leidenschaft, Sehnsüchte, die Feinde werden zu Freunden, die Wertsachen werden geschützt. Stärkung des Selbstbewusstseins.

 

Gebo

Geschenk, Dankbarkeit, innerer Frieden, Großzügigkeit und Selbstaufopferung, Frieden und Harmonie.

 

Wunjo

Sollte die letzte Rune eines Talismans werden, denn sie anzeigt den glücklichen Ausgang, bedeutet Glück, Erfüllung, Liebe, Frieden, karmische Belohnung.

 

Hagalaz

Löst eingefahrene Situationen und führt diese langsam zu einem glücklichen Ausgang.

 

Nauthiz

Man kann mit der Hilfe der universalen Macht die Not beheben - die karmischen Lektionen sollten gelernt und gemeistert werden.

 

Isa

Stillstand aber auch Überwindung von allen Situationen, die Verrat, Hinterlist und Qual zu tun haben. Lösung von Konflikten.

 

Jera

Bedeutet Lohn für die geleistete Arbeit. Die Rune der Fruchtbarkeit, der Ernte der Wiederbelebung und der Fülle.

 

Eihwaz

Die Rune der Gerechtigkeit, und hilft denen, die nach Erfolg streben. Die Hindernis werden zum Sprossen auf der Erfolgsleiter. Diese Rune ist aber auch Rune der Krieger.

 

Perthro

Glückspiel, riskante Unternehmen, Glück, Freude, aber auch die Exzesse, man kann mit Hilfe dieser Rune verlorene Gegenstände wiederfinden.

 

Algiz

Eine Rune, die das Glück stärkt, die uns beschützt, Diese Rune kann uns heilen und zu helfen, aber hier sei gewarnt vor Eigennutz, in dem Fall kann die Wirkung der Rune umschlagen.

 

Sowilo

Sichert den Erfolg, Alle Hindernisse werden beseitigt. Eine Siegesrune.

 

Teiwaz

Die männliche Energie, Ruhm und Glück, Gerechtigkeit, Gesetzt, Sieg durch Kampf

 

Berkano

Diese Rune herrscht über die heiligen Orte, beschützt geliebte Kinder und Haustiere, des Familienleben und die häuslichen Angelegenheiten. Kann heilen körperlich wie mental.

 

Ehwaz

Diese Rune bringt Veränderung, kann auch mit Reisen zusammnhängen. Diese Veränderungen sind aber hin und wieder zu tollkühn. Sie erschafft etwas Neues, kann auch mit Beförderung in Verbindung gebracht werden.

 

Mannaz

Die Rune des Magiers, Hilf der Anderen ist uns gewiß, eine Rune derjenigen, die lernen wollen, der inneren Selbsterkenntnis, man kann mit Intelligenz einiges nach eigenen Vorstellungen manipulieren.

 

Laguz

Vitalität, Gesundheit, eine Rune für Frauen und Kinder, sie wirkt beschützend und reinigend. Aber auch eine Rune der Künstler und des Meeres.

 

Inguz

Diese Rune befestigt das gewünschte Ziel. Sie verhindert, dass das hart Erarbeitete nicht verfließt oder entfremdet wird. Kann hinter Wunjo als allerletzte Rune in einem Talisman verwendet werden.

 

Dagaz

Neuanfang, man kann mit dieser Rune alles zum Vorteil verändern, Blockaden werden durchbrochen, das Destruktive wird ins Positive umgekehrt.

 

Othila

Diese Rune hat mit Vorfahren und der Erbschaft in jedem Sinne zu tun. Sie begleitet auch die Sterbenden. Man kann mit dieser Rune aber auch Heilung, für alte Menschen und Tiere erzielen.

 

 

Rune fehu fehu, fe, feoh

Symbol für: Vieh

Mineral: Moosachat

Pflanze: Mai-Glöckchen

Baum: Holunder

im übertragenen Sinn: Wohlstand, Geld, Reichtum, Gesundheit

 

 

Rune uruz uruz, ur

Symbol für: Auerochse

Mineral: Granat

Pflanze: Kapuzinerkresse

Baum: Birke

im übertragenen Sinn: Kraft. Ausdauer, Instinkt, Leidenschaft, Lebenskraft, Sexualität, Fruchtbarkeit, das Unbewusste, Irrationales Denken, ungezähmte Wildheit

 

 

Rune turaz turaz, thorn, thurisaz

Symbol für: Riese

Mineral: Saphir

Pflanze: Mondvioline

Baum: Weißdorn

im übertragenen Sinn: Energie, schmerzvolle Ereignisse, Zorn, Lust, Disziplin, Wissen, Fokus, Dorn

 

 

Rune ansuz ansuz, as

Symbol für: Gott Odin

Mineral: Smaragd

Pflanze: Purpurwinde

Baum: Esche

im übertragenen Sinn: Wissen, Vernunft, Autorität, Führer, Balance zwischen Körper und Geist, Gerechtigkeit, Offenbarung

 

 

Rune raido raido, rad

Symbol für: Reise

Mineral: Chrysopras

Pflanze: Löwenmaul

Baum: Eiche

im übertragenen Sinn: Reise, Veränderung, Schicksal, Kommunikation, Entschlossenheit, Fortschritt, Lebensweisheit, sexuelle Kontakte

 

 

Rune kaunuan kaunuan, kenaz, ken

Symbol für: Fackel, Kerze

Mineral: Blutstein

Pflanze: Wildrose

Baum: Kiefer

im übertragenen Sinn: Weisheit, Wärme, Gesundheit, Einsicht, die Lösung eines Problems, Kreativität, Inspiration, Erleuchtung

 

 

Rune gebo gebö, gebo, gifu

Symbol für: Geschenk

Mineral: Opal

Pflanze: Eberraute

Baum: Ulme

im übertragenen Sinn: Geschenk, Liebe, Heirat, Partnerschaft, Glück, Großzügigkeit

 

 

Rune wunjo wunjo, wynn

Symbol für: Erfolg

Mineral: Diamant

Pflanze: Rittersporn

Baum: Esche

im übertragenen Sinn: Belohnung, Erfolg, Anerkennung, Freude, das Erreichen von Zielen, Gemeinschaft

 

 

Rune hagla hagla, hagal, hagalaz

Symbol für: Hagel

Mineral: Onyx

Pflanze: Farn

Baum: Eibe, Esche

im übertragenen Sinn: plötzlicher Verlust, Zerstörung, Disaster, Klärung, drastische Änderungen, Prüfungen, Krankheit, Unterbrechungen

 

 

Rune naudiz naudiz, nauthiz, nyd

Symbol für: Not, Bedürftigkeit

Mineral: Lapislazuli

Pflanze: Krokus

Baum: Buche, Eberesche im übertragenen Sinn: Armut, Verantwortung, Hindernis, Frustration, schwere Zeiten, Geduld

 

 

Rune isa isa, is

Symbol für: Eis

Mineral: Katzenauge

Pflanze: Gartenwicke

Baum: Erle

im übertragenen Sinn: Gefühlskälte, Blockaden, Faulheit, Stagnation, Geduld, Reflektion, Ruhe, Rückzug

 

 

Rune jeran jeran, jera, ger

Symbol für: Ernte

Mineral: Karneol

Pflanze: Kornblume

Baum: Eiche

im übertragenen Sinn: Veränderung, Wechsel, Fortschritt, Belohnung, Bewegung, Produktivität, Gerechtigkeit

 

 

Rune iwaz iwaz, eihwaz, eoh

Symbol für: Eibe

Mineral: Topas

Pflanze: Flieder

Baum: Eibe

im übertragenen Sinn: Wechsel, Initiation, Konfrontationsängste, eine Wegkreuzung, Tod, Transformation, Dauer, Beständigkeit

 

 

Rune perpho perpho, perth, peorth

Mineral: Becher

Mineral: Aquamarin

Pflanze: Chrysantheme

Baum: Espe, Buche

im übertragenen Sinn: Spiel, Mysterien, Magie, Divination, Fruchtbarkeit, Sexualität, ein neuer Anfang, Prophezeiung

 

 

Rune algiz algiz, eolx

Symbol für: Elch

Mineral: Amethyst

Pflanze: Riedgras

Baum: Eibe

im übertragenen Sinn: Schutz, Hilfe, Verteidigung, Warnung, ein Mentor, Erfolg durch Ausdauer

 

 

Rune sowilo sowilo, sowulo, sigel

Symbol für: Sonne

Mineral: Rubin

Pflanze: Johanniskraut

Baum: Wacholder

im übertragenen Sinn: Kraft, Erfolg, positive Energie, Wachstum, Macht, Aktivität, Gesundheit

 

 

Rune tiwaz tiwaz, tweiwaz, tyr

Symbol für: Gott Tyr

Mineral: Koralle

Pflanze: Fackellilie

Baum: Eiche

im übertragenen Sinn: Gerechtigkeit, Pflicht, Disziplin, Verantwortung, Selbsthingabe, Stärke, Konflikt, Wunde, Entschlußkraft,männliche Sexualität

 

 

Rune berkanan berkanan, berkana, beorc

Symbol für: Birke

Mineral: Mondstein

Pflanze: Mondwinde

Baum: Birke

im übertragenen Sinn: Erneuerung, Belebung, Fruchtbarkeit, Gesundheit, ein neuer Anfang, Wachstum, Klarheit

 

 

Rune ehwaz ehwaz

Symbol für: Pferd

Mineral: Kalkspat

Pflanze: Forsythie

Baum: Esche, Eiche

im übertragenen Sinn: Fortschritt, Schnelligkeit, Vertrauen, Bewegung, Energie, Kraft, Wille, Kommunikation

 

 

Rune mannaz mannaz, man

Symbol für: Mann, Mensch

Mineral: Granat

Pflanze: Fingerhut

Baum: Stechpalme

im übertragenen Sinn: Kreativität, Intelligenz, Familie, Gemeinschaft, Beziehung, soziale Einflüsse

 

 

Rune laguz laguz, lagu

Symbol für: Wasser

Mineral: Perle

Pflanze: Seerose

Baum: Weide

im übertragenen Sinn: Leben, Gefühle, Ängste, Unterbewusstsein, versteckte Dinge, Intuition

 

 

Rune ingwaz ingwaz, inguz, ing

Symbol für: Gott Ing

Mineral: Bernstein

Pflanze: Enzian

Baum: Apfelbaum

im übertragenen Sinn: Arbeit, Produktivität, Freigebigkeit, Familie, Balance, Verbindung mit der Erde, gesunde natürliche Sexualität

 

 

Rune dagaz dagaz, dag

Symbol für: Tag

Mineral: Chrysolith

Pflanze: Ringelblume

Baum: Fichte

im übertragenen Sinn: Leben, Wachstum, Fortschritt, Glück, Erfolg, Aktivität, Zufriedenheit, ein erfülltes Leben

 

 

Rune opalan opalan, othala, odal

Symbol für: Besitz

Mineral: Rubin

Pflanze: Schneeglöckchen

Baum: Weißdorn

im übertragenen Sinn: Besitz, Land, Erbe, Folgeschaft, Zugehörigkeitsgefühl

 

Auszug aus: www.fjelfras.de/rune/r_alle.html